Kotowsk (Russland)

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Stadt
Kotowsk
Котовск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Tambow
Stadtkreis Kotowsk
Bürgermeister Alexei Plachotnikow
Gegründet 1914
Stadt seit 1940
Fläche 17 km²
Bevölkerung 31.850 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1874 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 140 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 47541
Postleitzahl 393190–393199
Kfz-Kennzeichen 68
OKATO 68 410
Website sams.tamb.ru
Geographische Lage
Koordinaten 52° 35′ N, 41° 30′ OKoordinaten: 52° 35′ 0″ N, 41° 30′ 0″ O
Kotowsk (Russland) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kotowsk (Russland) (Oblast Tambow)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Tambow
Liste der Städte in Russland

Kotowsk (russisch Котовск) ist eine Stadt in der Oblast Tambow (Russland) mit 31.850 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im zentralen Teil der Oka-Don-Ebene etwa 15 km südlich der Oblasthauptstadt Tambow am rechten Ufer der Zna, einem linken Nebenfluss der Mokscha im Flusssystem der Wolga.

Kotowsk ist der Oblast administrativ direkt unterstellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand im Zusammenhang mit der Errichtung eines staatlichen Sprengstoffwerkes zwischen 1914 und 1916. Zunächst war er als Siedlung Porochowoi Sawod (russisch wörtlich für Pulverwerk) Stadtteil von Tambow.

Am 18. März 1919 erfolgte die Umbenennung in Krasny Bojewik („Roter Kämpfer“). Später trug es als einer der drei Stadtbezirke den Namen Oktjabrski.

Am 16. April 1940 wurde der Ort selbständig und erhielt das Stadtrecht unter dem heutigen Namen, nach Grigori Kotowski (1881–1925), einem Kommandeur der Roten Armee, der 1921 an der Niederschlagung des Bauernaufstandes von Tambow beteiligt war.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1926 8.000
1939 16.986
1959 25.511
1970 33.347
1979 37.848
1989 38.510
2002 34.054
2010 31.850

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Stadtnähe, am Ufer der Zna zwischen Kotowsk und Tambow, sind Überreste des Treguljajew-Johannes-des-Täufers-Klosters (Трегуляев-Предтеченский монастырь/Treguljajew-Predtetschenski monastyr) aus der zweiten Hälfte des 17. bis 18. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kotowsk ist eine Industrie-Satellitenstadt von Tambow mit Werken für Plastik, Lacke und Farben, Kunstleder sowie Betrieben der Baumaterialienwirtschaft und der Lebensmittelindustrie. Größte Arbeitgeber sind die staatliche Pulverfabrik Tambowski Porochowoi Sawod und die Fabrik ALMAS.

Die Stadt ist Endpunkt einer 1932 eröffneten, 17 Kilometer langen Eisenbahnstrecke, die in Tambow (Station Tambow-I) von der Strecke MoskauSaratow abzweigt. Am Nordrand von Kotowsk liegt zudem die Station Tambow-II. Die Station Tambow-II ist seit einigen Jahren als Personenbahnhof stillgelegt und dient nur noch dem Güterverkehr. Der Personenverkehr zwischen Kotowsk und Tambow wird nur noch per Bus oder Marschrutka („Gazelle“) abgewickelt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]