Kpalimé

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Kpalimé
Karte von Togo, Position von Kpalimé hervorgehoben
6° 54′ 36″ N, 0° 37′ 41″ OKoordinaten: 6° 54′ 36″ N, 0° 37′ 41″ O
Kpalime.jpg
Ansicht von Kpalimé
Basisdaten
Staat: TogoTogo Togo
Region: Plateaux
Präfektur: Kloto
Einwohner: 75.084 (2010)
Kathedrale Saint-Esprit
Markt in Kpalimé

Kpalimé oder auch Palimé ist laut dem Zensus 2010 mit 75.084[1] Einwohnern die viertgrößte Stadt Togos, nach Lomé, Sokodé und Kara, und Hauptstadt der Präfektur Kloto in der Region Plateaux. Sie liegt 120 km von der togoischen Hauptstadt Lomé entfernt an der Grenze zu Ghana. Durch die Stadt führt die togolesische Nationalstraße N5 von Lomé nach Atakpamé.

Südöstlich der Stadt liegt der Mont Agou, mit einer Höhe von 986 Metern der höchste Berg Togos. Wegen des Klimas und der Berglandschaft war die Stadt zu Kolonialzeiten ein beliebtes Urlaubsziel. Heute ist die Stadt bekannt für ihren Stoff- und Fruchtmarkt, der dienstags und samstags stattfindet. Kpalimé war das Zentrum des togoischen Kaffee-, Kakao- und Citrusanbaus. Der Wirtschaftszweig ist aber faktisch nicht mehr vorhanden.

Kpalimé ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Kpalimé. Bischofskirche ist die Kathedrale Saint-Esprit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präkoloniale Phase (vor 1890)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kpalimé, ursprünglich Agomé-Kpalimé genannt, war Wohnort der Agomé Bevölkerung. Die Ursprünge liegen vermutlich in Yorubaland (heute Benin, Nigeria und Togo), im Besonderen in den Städten Ifè (religiöses Zentrum) und Oyo (politisches und administratives Zentrum). Die Menschen zogen schrittweise Richtung Westen und besiedelten Kétou (Benin), Tado (Togo) und gründeten die Stadt Notsé.

König Agokoli, welcher die Stadt Notsé im frühen 18. Jahrhundert regierte, war ein Tyrann. Zuflucht fanden die Menschen in Gamé.

Koloniale Phase (1890–1960)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den lokalen Spezialitäten gehören Palmwein und gegrilltes Hühnchen oder gegrillter Fisch, serviert mit Fufu und Erdnusssauce.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt befindet sich eine Kathedrale.

Die Gegend um Kpalimé ist bekannt für die landschaftliche Schönheit und das tropische Klima. Der Berg Agou und der Berg Kloto bieten an klaren Tagen eine Sicht auf den Volta-Stausee. Zudem befinden sich mehrere Wasserfälle (Tomegbe, Kpoeta, Woatti, Woma, Ykpa, Aklowa, Kpima und Amegape), Kaffee- und Kakaoplantagen in der unmittelbaren Umgebung.

Weitere Attraktionen in der Nähe:

In Kpalimé sind noch einige Spuren aus der Zeit der Deutschen Kolonie Togo (1884–1919) zu finden:

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinden von Kpalimé sind Bressuire (seit 1991) in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine und Maré (seit 2008) innerhalb der zu Frankreich gehörenden gehörende Inselgruppe Neukaledonien im südlichen Pazifik.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kpalimé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zensus 2011, abgerufen am 7. Januar 2011
  2. Abbaye de lAscension de Danyi Dzogbégan-TOGO: Abbaye de lAscension de Danyi Dzogbégan-TOGO. Abgerufen am 19. Mai 2018.
  3. Kabossy: Kpalimé, Château Vial. 23. März 2009, abgerufen am 19. Mai 2018.
  4. Website Kpalimé