Kraśnik

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Kraśnik
Wappen von Kraśnik
Kraśnik (Polen)
Kraśnik
Kraśnik
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lublin
Powiat: Kraśnik
Fläche: 25,28 km²
Geographische Lage: 50° 55′ N, 22° 14′ OKoordinaten: 50° 55′ 27″ N, 22° 13′ 37″ O
Einwohner: 34.985
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 23-200 bis 23-210
Telefonvorwahl: (+48) 81
Kfz-Kennzeichen: LKR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: RzeszówLublin
KielceLublin
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Warschau
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 25,28 km²
Einwohner: 34.985
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 1384 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0607011
Verwaltung (Stand: 2011)
Bürgermeister: Mirosław Włodarczyk
Adresse: ul. Lubelska 84
23-200 Kraśnik
Webpräsenz: www.krasnik.pl



Kraśnik [ˈkraɕɲik] ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Lublin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Ansiedlung an der Stelle des heutigen Kraśnik bestand bereits im 13. Jahrhundert. 1377 erhielt der Ort das Stadtrecht nach dem Magdeburger Recht. 1486 wurde eine Kirche errichtet und gleichzeitig die erste Schule und eine Bibliothek. Während des Krieges mit den Schweden wurde der Ort 1657 zerstört. Während der Dritten Teilung Polens wurde die Stadt Teil Österreichs. 1809 folgte dann die Aufnahme in das Großherzogtum Warschau und 1815 in das sogenannte Kongresspolen. Sein Stadtrecht verlor Kraśnik 1878. Die Schlacht von Kraśnik 1914 war einer der ersten österreichisch-ungarischen Erfolge des Ersten Weltkrieges und wurde propagandistisch stark eingesetzt, in Anlehnung daran wurde der österreichische Kommandant, Viktor Dankl, 1918 vom Kaiser zum Grafen Dankl von Krasnik ernannt. Nach dem Weltkrieg wurde der Ort wieder Teil Polens, erhielt wieder das Stadtrecht verliehen und wurde Sitz eines Powiat. Im Zweiten Weltkrieg baute das Münchener Unternehmen Schmitt und Junk für die Wehrmacht bei Krasnik ein Benzinlager, für dessen Bau bis zu 350 jüdische Zwangsarbeiter herangezogen wurden.[2] 1948 wurde bei Kraśnik die Siedlung Kraśnik Fabryczny gegründet, die 1954 das Stadtrecht erhielt und 1975 in Kraśnik eingemeindet wurde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Juni 2005 hatte Kraśnik 17.261 männliche und 18.945 weibliche Bewohner[3].

Gmina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Stadt Kraśnik bildet eine Stadtgemeinde.
  • Die eigenständige Landgemeinde Kraśnik hat eine Fläche von 105,36 km². Zu ihr gehören 16 Ortschaften mit einem Schulzenamt.
Hauptartikel: Kraśnik (Landgemeinde)

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über sieben Kindergärten (Przedszkole), acht Grundschulen (szkoła podstawowa), fünf Mittelschulen (gimnazjum) und vier Gymnasien (Liceum).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kraśnik – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. siehe LG München I, 25.Juli 1951. In: Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. VIII, bearbeitet von Adelheid L. Rüter-Ehlermann, H. H. Fuchs, C. F. Rüter. Amsterdam : University Press, 1972, Nr. 289, S. 669–686 Erschiessung eines 15jährigen jüdischen Zwangsarbeiters, der sich zwei Tage aus dem Lager entfernt hatte, um Lebensmittel zu beschaffen
  3. XLS-Datei des staatlichen Statistikamtes: http://www.stat.gov.pl/dane_spol-gosp/ludnosc/stan_struk_teryt/2005/30_06/Tablica8.xls