Kraftwerk Dießbach

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Kraftwerk Dießbach
Maschinenhaus und Druckrohrleitungen
Maschinenhaus und Druckrohrleitungen
Lage
Kraftwerk Dießbach (Land Salzburg)
Kraftwerk Dießbach
Koordinaten 47° 29′ 29″ N, 12° 49′ 5″ OKoordinaten: 47° 29′ 29″ N, 12° 49′ 5″ O
Land Österreich
Ort Saalfelden am Steinernen Meer
Gewässer Dießbach-Stausee
Daten
Typ Speicherkraftwerk
Primärenergie Wasserkraft
Leistung 24 MW
Betreiber Salzburg AG
Projektbeginn 1961
Betriebsaufnahme 1964
Turbine zwei Freistrahl-Pelton-Turbinen
Eingespeiste Energie pro Jahr 36 GWh
Stand Juli 2015

Das Kraftwerk Dießbach ist ein Wasserkraftwerk in der Gemeinde Saalfelden am Steinernen Meer im österreichischen Land Salzburg.

Das Speicherkraftwerk wird vom Dießbach-Stausee gespeist. Über einen 1,5 Kilometer langen Stollen unter dem Rauchkopf gelangt das Wasser zum Wasserschloss an der Stoßwand und über eine Druckrohrleitung an der Stoßwand, eine der steilsten Europas, nach Süden zum Kraftwerk und zur Saalach hin. Die beiden Freistrahl-Pelton-Turbinen haben bei einer Ausbauwassermenge von 4 m³/s und einer Brutto-Fallhöhe von 728,5 m eine Nennleistung von je 12,5 MW, die Engpassleistung beträgt 24 MW. Es wird ein Regelarbeitsvermögen von 36 GWh im Jahr erreicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Realisierung des Projektes begann am 1. Oktober 1961 mit dem Straßenbau in Richtung Kallbrunnalm zum geplanten Stauseeareal. Der Bau des Kraftwerkgebäudes begann am 11. Januar 1962. Im Juni 1962 wurde mit der Errichtung des Dießbachstausees begonnen. Der Anschlag des Triebwasserstollens erfolgte am 3. September 1962, der Stollendurchschlag am 30. Mai 1963. Am 12. Februar 1964 wurde der Probebetrieb des Kraftwerks mit dem ersten Maschinensatz aufgenommen, die Einweihung des Diesbachkraftwerkes erfolgte am 3. September 1964 im Beisein von Landeshauptmann Hans Lechner. 1968 wurde der Endausbau mit dem zweiten Maschinensatz erreicht.

Planung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Überlegungen der Salzburg AG, das bestehende Speicherkraftwerk in ein Pumpspeicherwerk umzubauen. Dazu wären keine Änderungen am Stausee erforderlich, in der Nähe des bestehenden Krafthauses müsste aber ein Becken errichtet werden.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christine Klenovec, Christine Haitzmann: Alpingeschichte kurz und bündig. Weißbach bei Lofer. Hrsg.: Österreichischer Alpenverein. Innsbruck 2014, S. 85–88 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kraftwerk Dießbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Salzburger Nachrichten (Hrsg.): Salzburg AG prüft Bau eine Pumpspeicherwerks. 16. Januar 2016 (PressReader).