Krankenhaus der Elisabethinen Graz

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Krankenhaus der Elisabethinen Graz
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Trägerschaft Konvent der Elisabethinen Graz
Ort Graz
Bundesland Steiermark
Staat Österreich
Leitung Bonaventura Holzmann,
Christian Lagger
Betten 197
Mitarbeiter 360
Gründung 1690
Website http://www.elisabethinen.at
Krankenhaus der Elisabethinen und Elisabethinenkirche

Das Krankenhaus der Elisabethinen ist ein Spital im 5. Grazer Stadtbezirk Gries.

Geschichte[Bearbeiten]

Maria Theresia, geboren in Graz als Fürstin zu Liechtenstein und die Ehefrau des 1683 zum Generalfeldmarschall ernannten schottischen Adeligen Graf Jakob von Leslie, verbrachte einen Teil ihres Lebens in Aachen und sah dort, wie Ordensschwestern der Elisabethinen arme und kranke Frauen pflegten. Als sie in ihre Heimatstadt zurückkehrte, kam Maria Theresia auf die Idee, ein Spital in Graz zu errichten. Jakob von Leslie war dagegen und trotzdem wurde ihr Plan von Damen der Grazer Gesellschaft gebilligt.

Das Wüten der Pest in den Monaten Juni bis Dezember 1680 hatte beinahe 3.500 Tote in der Stadt gefordert, bei einem Einwohnerstand von 15.000 also fast ein Viertel der Stadtbevölkerung. Maria Theresia schrieb unter diesen Eindrücken einen Brief nach Aachen, mit der Bitte, einige Schwestern zu entsenden, um in Graz eine Niederlassung der Elisabethinen zu gründen. Nach einigem Zögern der Stifterin und dem Bereitstellen der Summe von 20.000 Gulden, sowie Bedenken des Salzburger Erzbischofs zur Niederlassung des Ordens, trafen im Jahr 1690 die ersten drei Schwestern ein. Die Leitung hatte Schwester Josepha de Ruppe inne. 1692 starb Maria Theresias Mann Jakob und die Witwe heiratete daraufhin Graf Balthasar von Wagensperg, einen kaiserlichen Statthalter. Ein Jahr später erreichte der Stiftungsbrief aus Salzburg Graz und die Billigung von Kaiser Leopold I. Graf von Wagensperg starb und Maria Theresia kaufte für 3.000 Gulden das Wels´sche Haus am Mühlgang in der Murvorstadt. Die erste Ausstattung des Krankenhauses bestand aus sechs Betten und einer Hausapotheke. Im Jahr 1808 erfolgte ein Neubau mit 30 Betten. Das Spital wurde in den folgenden Jahrhunderten kontinuierlich erweitert.[1]

Medizinische Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Krankenhaus der Elisabethinen in Graz verfügt über Abteilungen der Inneren Medizin, der Chirurgie, der HNO, der Anästhesie, eine Intensiv- sowie eine Palliativstation und ein Institut für Radiologie.

Elisabethinenkirche

Elisabethinenkirche[Bearbeiten]

Die Elisabethinenkirche, die römisch-katholische Hauskirche des Elisabethinenspitals, ist zwischen der frühbarocken Spitals- und Klosteranlage eingefügt und ist dem heiligen Laurentius geweiht. Sie ist heute das Kuratbenefizium im Elisabethinenkloster in Graz, das der Pfarre Graz-St. Andrä unterstellt ist, und zum Dekanat Graz-Mitte der Stadtkirche Graz gehört.

Das Kirchengebäude wurde am Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und steht an jener Stelle, an welcher die alte barocke Kirche (Erbaut 1696) ihren Standort hatte. Der Kircheninnenraum wurde nach den Plänen von Robert Mikovics im Stil der Neo-Renaissance gestaltet. Der Turm und die Außenfassade weisen einen neoromanischen Stil auf. In der Innenausstattung sind noch Stücke aus der Vorgängerkirche zu finden, wie zum Beispiel das Gemälde mit einer Abbildung der Gottesmutter Maria mit Jesukind, welches dem Maler Carlo Maratta zugeschrieben wird. An der Südwand der Kirche befindet sich die Grabstätte von Balthasar Toperzer. 1960 gestaltete Karl Lebwohl den Innenraume neu statt und 1990 wurde ein verlängerter Altarbereich geschaffen.

Trivia[Bearbeiten]

Das Krankenhaus war 2009 zentraler Schauplatz im Film Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott, wo es als Landeskrankenhaus Graz Mitte "auftrat".

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Linhardt, Ralf A. Höfer: Die Elisabethinen in Graz. Eine Geschichte des Klosters und Spitals der Elisabethinen in der steirischen Landeshauptstadt, sowie Notizen zu diesem Orden und seiner Namensgeberin. Konvent der Elisabethinen, Graz 1995.
  • Alois Kölbl, Wiltraud Resch: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz. 2., erweiterte und ergänzte Auflage. Styria, Graz 2004, ISBN 3-222-13105-8, S. 166.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Engele: Ein Spital für „arme Weiber“. In: Kleine Zeitung (Steiermark) vom 4. April 2010. S. 34f.

47.06953611111115.427158333333Koordinaten: 47° 4′ 10″ N, 15° 25′ 38″ O