Krankenschwestern-Report

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Filmdaten
Originaltitel Krankenschwestern-Report
Produktionsland Deutschland
Originalsprache deutsch
Erscheinungsjahr 1972
Länge 81 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Walter Boos
Drehbuch Werner P. Zibaso
Produktion Rapid Film (Wolf C. Hartwig)
Musik CHAPELL VERLAG
Kamera Klaus Werner
Besetzung

Krankenschwestern-Report ist ein deutscher Soft-Sexfilm des Regisseurs Walter Boos, der 1972 (während der Welle der Report-Filme) entstand. Bemerkenswert ist der erste gemeinsame Auftritt von Ingrid Steeger und Elisabeth Volkmann. Uraufführung war am 26. Oktober 1972.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sankt Martin Krankenhaus in München werden von Reportern untragbare Zustände aufgedeckt. Die Krankenschwestern sind unterbezahlt und überarbeitet. Die einzige Abwechslung bietet Sex mit Ärzten und Patienten, wobei sich ein türkischer Arzt als besonders zudringlich erweist.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film rief die Kritik ärztlicher Berufsverbände hervor. Mitte Januar 1973 organisierte in Südbaden ein Aktionskomitee Freiburger Krankenschwestern eine Unterschriftenaktion gegen den Krankenschwestern-Report, in Bonn demonstrierte eine Krankenhausbelegschaft, in Bayern eine Aktion Weiße Haube. Außer zahlreichen Unterschriften bei der Regierung gingen bei der Münchner Staatsanwaltschaft 3200 Strafanzeigen von Krankenschwestern gegen die Verleihfirma wegen Beleidigung ein. Mehrere CSU-Politiker protestierten gegen den Film, und der bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel beschwerte sich in einem Brief bei der Verleihfirma.

Daraufhin beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft den Krankenschwestern-Report. Das Landgericht München I entschied im März 1973 die Freigabe des Films, drei als unzüchtig nach Paragraph 184 anzusehende Stellen von insgesamt 93 Sekunden Länge seien aber zu entfernen.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Kopulationsszenen im Krankenhaus, zynisch kommentiert und in eine alberne Handlung gepreßt, in der ein Reporterpaar die Oberschwester nötigt, die fristlose Entlassung einer Krankenschwester zurückzunehmen.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Wie viele von diesen peinlichen Filmen müssen wir noch ertragen?“

Gong[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Kniep: „Keine Jugendfreigabe!“. Filmzensur in Westdeutschland 1949-1990, Wallstein Verlag Göttingen 2010 ISBN 978-3-8353-0638-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut kabeleins.at
  2. Krankenschwestern-Report. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 10. Dezember 2016.
  3. Digitales Film Lexikon, DVD