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Kransberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kransberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Kransberg
Stadt Usingen
Wappen von Kransberg
Koordinaten: 50° 20′ 38″ N, 8° 35′ 36″ O
Höhe: 275 m ü. NN
Fläche: 5 km²
Einwohner: 749 (30. Okt. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 150 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 61250
Vorwahl: 06081
Karte
Lage von Kransberg in Usingen
Kransberg

Kransberg ist ein Stadtteil von Usingen im Hochtaunuskreis in Hessen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: "In Blau ein auffliegender silberner goldbewehrter Kranich."

Der redende Kranich, der auf dem Wappen zu sehen ist, ist aus dem Wappen der Herren von Kransberg. Die Farben sind aus dem Wappen von Nassau, da die Gemeinde im 19. Jahrhundert zum Herzogtum Nassau und später zu Hessen-Nassau gehörte.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kransberg-taunus009.jpg

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kransberg liegt im östlichen Hintertaunus auf 250–320 m Höhe über NN, die umliegenden Höhenzüge erreichen bis zu 386 m Höhe über NN. Das Dorfgebiet umfasst neben dem Ortskern ausgedehnte Waldflächen und einen geringen Anteil an landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 3 km, die Ost-West-Ausdehnung etwa 5 km.

Im Norden grenzt die Bundesstraße 275, im Osten Friedrichsthal, im Süden Pfaffenwiesbach und im Westen jenseits des Waldes die Kernstadt Usingen.

Das Dorfbild wird vom Schloss Kransberg bestimmt, das auf einer Felsnase oberhalb des alten Ortskerns liegt und das enge Tal beherrscht. Unterhalb des Schlosses erstreckt sich das Kerndorf entlang des Wiesbaches im Talgrund und an den steilen Hängen. Vom Tal aus führt eine gewundene Straße auf den Kurberg zu einem Neubaugebiet.

Geologie und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Kransberg ist gegliedert durch Höhenrücken und Kuppen und wird vom Wiesbach und vom Holzbach sowie – am nördlichen Rand des Dorfes – von der Usa durchflossen.

Der Untergrund besteht aus stark gefalteten, überwiegend devonischen Tonschiefern, vereinzelt auch aus Diabas-Schalstein und Massenkalk. Zwar sind die höchsten Erhebungen dieses eher weichen Gesteins im Laufe der Zeit etwas eingeebnet worden, doch weist die Landschaft ähnlich steile Berghänge und schroffe Felsen wie der Hohe Taunus auf. Die dichtgelagerten devonischen Tonschiefer mit ihrem geringen Poren- und Kluftvolumen vermögen nur in geringem Umfang Grundwasser zu speichern.

Naturlandschaftlich handelt es sich um ein Luzula-Buchenwaldgebiet, in dem die Eiche aufgrund der mittelalterlichen Hutewald-Nutzung heute noch einen hohen Anteil einnimmt. Seit dem 17. Jahrhundert hat die Fichte Eingang gefunden und an Verbreitung gewonnen; sie ist heute die fast ausschließlich zur Aufforstung von Brachflächen verwendete Baumart.

Das Wetter in Kransberg ist meist etwas besser als im hessischen Durchschnitt. Der Taunus befindet sich bei West- und Nordwestwind im Lee von Hunsrück, Eifel und Westerwald, so dass die Luftmassen bereits einen großen Teil ihrer Feuchtigkeit abgeregnet haben, bevor sie Kransberg erreichen. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt in Kransberg etwa 650 mm während der Durchschnitt für Hessen 854 mm beträgt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Kransberg um 1625

Die Gegend um Kransberg ist uraltes Siedlungsland. An der westlichen Dorfgrenze wurde zwischen Usa und Eschbach bei archäologischen Grabungen ein Erdwerk aus der Zeit der Bandkeramik, etwa 5.000 Jahre v. Chr., freigelegt. Nach neolithischen, bronzezeitlichen und keltischen Siedlungsepochen, von denen als Zeugnisse noch heute Hügelgräber und die Wallburg Holzburg am Holzberg erhalten sind, folgte die Periode römischer Landnahme. Kransberg liegt 3 km nordöstlich des Limes. Die erste Befestigungsanlage auf einem Felshügel stammt aus dem 11. Jahrhundert.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1220 wurde Erwinus de Cranichesberc von Kaiser Friedrich II. mit der Hälfte der Dörfer Wiesbach, Wernborn und Ober- und Niederholzberg beliehen. Zur Sicherung seines Besitzes begann er mit dem Bau einer Burg in Kransberg. Erwinus führte in seinem Wappen einen Kranich, der dem Geschlecht und der Herrschaft Cransberg den Namen gab. Sein Sohn Eberwinus wird genannt „dictus da Cranchesberg“. Ein dritter Erwinus von Cranich hatte von 1281 bis 1289 das Schultheißenamt der Stadt Frankfurt inne. Der Sohn des Schultheißen, Erwinus IV., erbat im Jahr 1310 von Kaiser Heinrich VII. die Erlaubnis, das Reichslehen Cransberg an Philipp IV. von Falkenstein verkaufen zu dürfen, die am 27. März erteilt wurde. Die Herren von Cransberg starben im Jahre 1326 aus.

Die Falkensteiner siedelten die nahegelegenen Dörfer Ober- und Niederholzberg in das Gebiet unterhalb der Burg um und erließen den Umsiedlern einen Teil der Abgaben. So entstand der Ort Cransberg. Bis zu dieser Zeit standen am Fuße der Burg nur einige Hütten, in denen der Überlieferung nach Fischer wohnten, die ihren Lebensunterhalt aus dem nahen See gewannen – heutige Ortsbezeichnung „Am See“. Die Falkensteiner konnten sich ihres Besitzes allerdings nur 100 Jahre lang erfreuen. Mit Werner von Falkenstein, Kurfürst und Erzbischof von Trier, starb das Haus im Jahre 1418 aus.

In die Jahre nach 1535 fällt die Einführung des evangelischen Bekenntnisses in den Dörfern Cransberg, Pfaffenwiesbach und Wernborn. Mit der Übernahme des Gebietes durch Kurmainz im Jahre 1581 setzte die Gegenreformation ein und die Dörfer wurden wieder katholisch. Der erste katholische Gottesdienst wurde in Kransberg am Passionssonntag, den 12. März, 1606 gehalten, und zwar durch den seitherigen Pfarrer Friedrich von Oppershofen.

Ab 1654 übte die Familie Waldbott von Bassenheim für die nächsten 200 Jahre die Herrschaft über den Ort Cransberg und das Amt Cransberg aus. Der wohl bekannteste dieses Geschlechtes war Casimir Waldbott von Bassenheim. Er hat sich durch Kirchen- und Schulstiftungen große Verdienste erworben. In Cransberg richtete er Wollwebereien ein. Kinder armer Eltern ließ er auf seine Kosten ein Handwerk erlernen.

19. Jahrhundert bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kransberg historic.jpg

Im Jahre 1806 wurden die bassenheimischen Lande und mit ihnen das Dorf Cransberg von den Fürsten von Nassau annektiert. „Am 13. September 1814 gegen 1 ½ Uhr brach durch Selbstentzündung des Grummets in des Schultheißen Scheuer Feuer aus“. So lautete der erste Bericht des Accessisten Kreiß aus Usingen. Einige Tage später werden unbeaufsichtigt mit Feuer spielende Kinder verantwortlich gemacht. Da aber Namen der Kinder und deren Eltern nie genannt wurden, scheinen Zweifel berechtigt zu sein, dass sie die Schuldigen waren. Das Feuer wütete bis abends 8 Uhr. Es verschlang 18 Häuser, 33 Scheunen und 58 Ställe, die meistens versichert waren. Auch das Pfarrhaus mit dem Mobiliar des dort erst neu eingezogenen Pfarrers sowie die Kirchenbücher von Cransberg und Wernborn, und auch eine wertvolle Monstranz, wurden ein Raub der Flammen. Eigentümer des Pfarrhauses war die Nassauische Domänenverwaltung. Sie hatte das Haus nicht gegen Feuerschaden versichert und es dauerte 35 Jahre bis ein neues Haus gebaut wurde. Während dieser Zeit mussten die Pfarrer zwangsweise, mangels einer anderen Unterkunft, im Schloss wohnen. Vier Fünftel des ohnehin verarmten Dorfes mit 140 Gebäuden lagen darnieder. Die Cransberger verbrachten den Winter bei den Nachbarn in Pfaffenwiesbach und Wernborn und begannen im Frühjahr 1815 mit dem Wiederaufbau. Einige Cransberger, die ihre Äcker im Holzbachtal hatten, bauten ihre neuen Höfe oberhalb der Stelle, an der 400 Jahre zuvor die Dörfer Ober- und Niederholzburg gestanden hatten. So kam es, dass einige Nachkommen der Holzburger sich wieder in der Nähe des Ortes niederließen, den ihre Vorfahren verlassen mussten. Der neue Ort wurde Friedrichsthal genannt und gehörte zum wiederaufgebauten Cransberg.

Nach dem verlorenen Krieg gegen Preußen im Jahr 1866 wurde Nassau preußisch und die Gemeinde Cransberg-Friedrichthal wurde Teil des Kreises „Obertaunus“. 1886 schied die Gemeinde aus dem Obertaunuskreis aus und wurde dem neu gebildeten Kreis Usingen zugeteilt. Im Januar 1937 wurde die Schreibweise des Dorfnamens von Cransberg in Kransberg geändert. Der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau erließ diese Verfügung.[3]

Ab 1939 wurden in Kransberg und insbesondere im Schloss umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. Adolf Hitler, der im Herbst 1939 den Angriffskrieg gegen Frankreich plante, ließ seine Reichsbaumeister Albert Speer und Fritz Todt Schloss Kransberg in den militärischen Komplex Adlerhorst/Ziegenberg integrieren. Im Dorf und unter dem Schloss wurden eine Reihe von Bunkern angelegt.

Nach dem Krieg errichteten die Kransberger im Jahr 1952 als eine der ersten Gemeinden in Hessen ein Dorfgemeinschaftshaus. Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde am 31. Dezember 1971 die Gemeinde Kransberg in die Stadt Usingen eingegliedert, zugleich wurde der Ortsteil Friedrichsthal nach Wehrheim umgegliedert.[4]

Im Jahr 2006 wurde das Dorf in ganz Hessen bekannt, als es sich am Wettbewerb „Dolles Dorf“ des Hessischen Fernsehens beteiligte und den Sieg im Finale errang. Das Dorf diente 2011, ebenso wie das Schloss, als Kulisse für die Tatort-Folge Das Dorf.

Herrnmühle um 1905

Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrnmühle um 1907
Herrnmühle um 1907, links J.P. Woerner

An der Usa, die zwischen Usingen und dem Abzweig Kransberg parallel zur B 275 (Strecke: Bad Schwalbach – Lauterbach) fließt, gab es im 20. Jahrhundert diverse Mühlen (Schlappmühle, Hessenmühle, Schlossermühle, Kleinmühle, Herrnmühle, Kreuzmühle).

Die Herrnmühle hatte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts auch eine Sommerwirtschaft und ist heute nur noch ein Restaurant. Sie war in früheren Jahrhunderten eine Erbbestandsmühle der Grafen von Waldbott-Bassenheim. Die erste schriftliche Erwähnung datiert vom 11. November 1682 in einem Bestandsbrief über die Mühle an Müller Johann Henrich Niedernhoefern. Es folgten wechselnde Pächter mit Bestandsbriefen der Grafen von Bassenheim bis zum Verkauf der gesamten Herrschaft Cransberg mitsamt der Mühle im Jahre 1853 zum Preis von 65.000 Gulden an die Nassauische Domänenverwaltung. Der erste private Besitzer durch Kauf war der Müller Johannes Heid mit seiner Ehefrau Eva, geb. Lotz. Sie betrieben, wie alle vorherigen Müller, eine Mahlmühle, welche durch den Wiesbach und einen Mühlgraben, der von der Usa abgezweigt war, das notwendige Wasser bekam. Einer der nachfolgenden Müller war Johann Peter Wörner.

Im Jahr 1903 empfahl er sich in einer Anzeige im Kreis-Blatt Usingen als Roggenmüller. Gleichzeitig betrieb er ein Sommerrestaurant „Zum Kühlen Grunde“. Unter dem Müller Otto Jung brannte am 14. Mai 1926 ein Teil der Mühle ab. Er errichtete ein neues Wohnhaus und stellte den Mahlbetrieb endgültig ein. Einige Jahre betrieb auch er eine Gaststätte, bis er zusammen mit seiner Ehefrau wegen Versicherungsbetrugs zu einer Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Es folgte eine Teilung des Grundbesitzes und die Mühle hatte bis zum heutigen Tag mehrere Eigentümer. Alle betrieben dort eine Gaststätte (mit Tanzveranstaltungen) und ein Ausflugslokal. Sie bauten an das alte Wohnhaus immer wieder neue Gebäudeteile an. In den 1960er Jahren kehrte dort (während seiner diversen Kuraufenthalte in Bad Nauheim) verschiedentlich König Ibn Saud von Saudi-Arabien mit seinem Gefolge ein und hinterließ mit Hundertmarkscheinen als Trinkgeld für die Bedienung einen bleibenden Eindruck. Auch Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion waren dort einige Zeit untergebracht. Seit 1983 ist die Herrnmühle ein Restaurant.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. März 2011 fanden die Kommunalwahl und die Wahl der Ortsbeiräte statt. In Kransberg wurden 571 wahlberechtigte Bürger verzeichnet, von denen 295 ihr Wahlrecht wahrgenommen haben. Ortsvorsteher ist Walter Walle (SPD), welcher 2016 wiedergewählt wurde.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Kransberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Schloss Kransberg
Schloss Kransberg

Auf einem steil abfallenden Felskamm steht die im 19. Jahrhundert schlossartig umgebaute Burg, welche 1250 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Burgherr war damals Erwinus de Cranichesberc. Der Halsgraben, der die Anlage vom Berg trennte ist heute verfüllt. Im Wesentlichen blieben von der ursprünglichen Anlage nur Teile der Ringmauer und der Bergfried erhalten. Die eigentliche Burg bestand nur aus einem Bergfried und einem langgestreckten Bau (Palas) ohne weitere Anbauten.

Der inzwischen Besitztümer gewordene Kurfürst von Mainz verkaufte im Jahre 1654 die ganze Herrschaft Cransberg an die Familie Waldbott von Bassenheim. Ab Ende des 18. Jahrhunderts verkam die Burg aus Geldmangel zusehends, bis die Familie von Bassenheim sie im Jahr 1853 an das Herzogtum Nassau verkaufte. Ab 1866 kam sie in preußischen Besitz. Im Juli 1874 ließ die Königliche Regierung das Schloss mit sämtlichen Ländereien öffentlich versteigern. Baron Arnold von Biegeleben aus Darmstadt erwarb das Anwesen, nahm umfangreiche Renovierungen vor und baute die Burg zu einem Schloss im damals beliebten neugotischen Stil aus.

Schlosskapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altar der Schlosskapelle

Unterhalb des Schlosses befindet sich die Schlosskapelle St. Nikolaus. Sie steht unter Denkmalschutz und wurde im Jahr 1956 mit Zustimmung des Bischöflichen Ordinariats von den Erben des Generalmajors Ludwig Freiherr von Biegeleben der Kirchengemeinde Kransberg übereignet. Sie wurde an der Stelle der zuvor im Jahre 1893 niedergelegten ehemaligen Pfarrkirche erbaut. Grundsteinlegung war am 2. November 1893. Benediziert wurde sie am 10. Juni 1895 durch den damaligen Ortspfarrer Rudolph Schetters. Baronin Agnes von Biegeleben ließ die alte Kirche niederlegen und diese Kapelle als Gruftkapelle für ihre Familie erbauen. Es wurden im Laufe der folgenden Jahre vier Mitglieder dieser Familie beigesetzt. Außerdem ruhen dort seit dem Jahr 1984 die Gebeine des Grafen Johann Maria Rudolph von Bassenheim bzw. das, was man bei der Eröffnung seines Sarges im Jahr 1893 noch gefunden hatte, sowie die Schädel zweier Frauen des ehemaligen Amtmannes Haas, welche beide im Kindbett gestorben sein sollen.

Die gemeinsame Grabplatte der beiden Frauen befindet sich an der Schlossmauer gegenüber dem Portal. In den Jahren 1983–1985 wurden das Dach und die Außenmauern gründlich renoviert und 1994 wurde sie innen restauriert. Es handelt sich bei dieser Kapelle nicht um den Umbau der alten Pfarrkirche, wie man in früheren Zeiten vermutete, sondern um einen Neubau aus den Jahren 1893–1895.

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche

Die neugotische Kransberger katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1875 fertiggestellt. Sie ist das Geschenk eines wirtschaftlich erfolgreichen Kransbergers. Herr Johannes Discher, Bürger und Maurermeister in Frankfurt a/M. errichtete 1862 ein Testament, in welchem er die katholische Kirche seines Geburtsortes Kransberg (Cransberg) zum Universalerben seines Vermögens ernannte. Von dieser Hinterlassenschaft sollten 20 000 Gulden zur Erbauung einer neuen katholischen Kirche in Kransberg verwendet werden.

Die geschnitzte Kanzel stammt aus dem Jahr 1609 und stand zuvor, ebenso wie die Kommunionbänke im Dom zu Limburg an der Lahn. Auch der Hochaltar war aus dem Dom zu Limburg und stand bis zum Jahr 1933 in der Kirche. Da der Aufbau wurmstichig geworden war, musste dieser entfernt werden. Der heutige Hochaltaraufbau mit seinem Tabernakel und zwei Wandreliefs ist ein Werk des Bildhauers Belz aus Schwanheim. Der marmorne Sockel, also der eigentliche Altarstein, verblieb in der Kirche und wurde zusammen mit dem neuen Aufbau am 21. Juni 1933 vom damaligen Bischof Antonius Hilfrich von Limburg neu konsekriert. Es wurden Reliquien der Heiligen Viktorianus und Fausta in den Altarstein eingeschlossen und über den Akt der Weihe eine Urkunde auf Büttenpapier ausgestellt.

Die historische Orgel stammt aus dem Jahr 1876 und wurde von der Orgelbaufirma Gebrüder Keller in Limburg gebaut. Vermutlich ist sie älter und war vorher in einer anderen Kirche im Einsatz. Sie besitzt ein sehr seltenes Windladensystem, nämlich Hängeventilladen und eine frühe pneumatische Registertraktur. Die Orgel verfügt über zwei Manuale und 16 Register. Die Orgel verfügt über 981 Pfeifen von denen 284 aus Holz und der Rest aus Zink sind. 1932 war die Orgel unbrauchbar geworden und wurde mit einer neuen Windmaschine (vorher wurde der Wind durch Kalkanten geschaffen) vollständig saniert. 1976 wurde die Orgel stillgelegt und durch eine elektronische Orgel ersetzt. Im Jahr 1995 wurde das Instrument durch die Firma Gebrüder Oberlinger aus Windesheim renoviert und wird seitdem wieder genutzt, wobei der größte Teil der Kosten von der Gemeinde aufgebracht wurde. Der Marienaltar ist ein Geschenk der Familie von Biegeleben und der Josefsaltar ein Geschenk des gebürtigen Kransberger Domkapitulars Karl Walter.

Marienkapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Marienkapelle (Kransberg)
Marienkapelle

Am nördlichen Rande des Dorfes steht auf dem Holzberg oberhalb der Usa die Marienkapelle. Eine Kapelle an dieser Stelle wird urkundlich erstmals im Jahr 1218 erwähnt. Das Gelände ist von Ringwällen umgeben. Man nimmt an, dass das ursprüngliche Gebäude in den Anfängen der Christianisierung der Wetterau in dieser frühgeschichtlichen Ringwallanlage errichtet wurde. In kunstvoller Umrahmung, einem Retabel, beherbergt die Kapelle ein Gemälde (17./18. Jahrhundert ?) Maria mit Kind und dem Kopf eines Kindes, das als Johannes, der Sohn der Elisabet gedeutet wird (Johannes der Täufer). Das Bild trägt die Aufschrift „O Maria ohne Erbsünde empfangen bitte für uns“. Die Kapelle wurde im Jahr 1979 renoviert und in den heutigen Zustand versetzt. Der Eingang wurde nach Osten verlegt und das Gnadenbild in den Turmbereich integriert. Ein schmiedeeisernes Gitter unter dem Spitzbogen zwischen Turm und Kirchenschiff schließt jetzt den neuen Altarraum ab, ermöglicht aber jederzeit einen guten Blick auf das Bild. Die Kirche wird heute noch als Wallfahrtsort genutzt.

Kreuzkapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kreuzkapelle (Kransberg)
Kreuzkapelle

Die Kreuzkapelle liegt im Wald oberhalb des Schlosses Kransberg. Sie wurde um das Jahr 1700 erbaut. Es gibt drei verschiedene Veröffentlichungen über das Baujahr. Lehrer Karl Walter nennt in seiner Chronik von Cransberg und Pfaffenwiesbach das Jahr 1695. Im Usinger Anzeiger vom 4. August 1960 wird das Jahr 1697 genannt. Man fand bei der Renovierung einen Kreuzbalken in welchen von einem Schmied die Jahreszahl 1697 eingeschlagen ist. In der Kirchenchronik von Kransberg wird auf Seite 389 eine Kupferplatte mit der Jahreszahl 1699 erwähnt. Graf Casimir, Ferdinand, Adolph von Bassenheim ließ diese Kapelle als Privatkapelle errichten. An dieser Stelle stand früher ein Kreuz, das bei Begehungen der „Mörler Mark“ erwähnt wird. Die katholische Kirchengemeinde Kransberg übernahm im Laufe der Jahrhunderte immer wieder die Kosten für Reparaturen, obwohl sie niemals Eigentümer war. Alle Anträge bei den verschiedenen Regierungen, wie Nassauische Domänenverwaltung, an welche die Familie von Bassenheim ihre Güter in Kransberg verkaufte, oder die preußische Staatsregierung, diese Kapelle der Kirchengemeinde Kransberg zu übereignen, wurden abschlägig beschieden. Sie ist auch heute nicht im Besitz der Kirche von Kransberg. Zu dieser Kapelle wird jährlich vor Christi Himmelfahrt eine Bittprozession geführt. 2010 erfolgte eine Sanierung von Dach und Fassade.

Hainbuchenallee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hainbuchenallee

Vom Schloss Kransberg führt zur Kreuzkapelle in schnurgerader, steiler Linie die Hainbuchenallee mit über 100 Hainbuchen, welche bis zu 250 Jahre alt sind. Sie ist wegen ihrer Einmaligkeit im westlichen Deutschland ein kulturgeschichtlich besonders bedeutsames Landschaftselement.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als typische Kransberger Spezialität gilt die „Namenlose Bratwurst“, die eigentlich nach Art einer Thüringer Rostbratwurst hergestellt wird, aber seit Anfang 2004 nicht mehr so genannt werden darf. Damals wurde die EU-Verordnung Nr. 2081/92 auf die Thüringer Rostbratwurst als geschützte geographische Angabe (g.g.A.) ausgedehnt. Das heißt, dass mindestens eine der drei Produktionsstufen (Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung) in dem bezeichneten Gebiet erfolgen muss. Da Kransberg aber in Hessen und nicht in Thüringen liegt, war dies auch die Geburtsstunde der „Namenlosen Bratwurst“.

Eine weitere ortstypische Spezialität ist die „Kransberger Wuzz“. Hierbei handelt es sich um ein Jungschwein, das ausgenommen, aber im ganzen zubereitet wird. Es wird stundenlang auf einem speziell konstruierten Grill über Buchenholz gegart, bis das Fleisch so zart ist, dass es fast vom Knochen fällt.

Theater und Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kransberg hat seit vielen Jahren eine Theatergruppe. Die Aufführungen finden jeweils zum Jahresende im Dorfgemeinschaftshaus unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und mit zahlreichen auswärtigen Gästen statt.

Kransberg ist die Heimat der Coverband „Zuckerwasser“, die mit einem breiten musikalischen Angebot von Rock über Pop und Country bis zu Oldies bekannt geworden ist.

Buchdruck und Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1972 bis 1983 war in Kransberg die „Petri Presse Kransberg“ ansässig, eine Gründung des Druckers und Bücherfreundes Fritz Barkowsky und des Dichters Dieter Hoffmann. Hier wurden bibliophile Bücher mit Kunstdrucken und Gedichten hergestellt.

Vereine und Vereinigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Freiwillige Feuerwehr Kransberg (1931) ist Teil der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Usingen.
  • Die Sängervereinigung 1868 Kransberg e.V. war ein gemischter Chor. Von 1997 bis 2011 war Bernward Bruchhäuser der Chorleiter. Die umfangreiche Chorliteratur reicht vom 15. bis zum 20. Jahrhundert, von Volksliedern aus Deutschland und anderen Ländern über Musical, Oper, Klassik und Gospel bis zur Kirchenmusik. Am 1. September 2010 hat sich die Sängervereinigung zum 1. September 2011 aufgelöst. Das Restvermögen wurde, wie in den Satzungen festgelegt, je zur Hälfte der Stadt Usingen für Kransberger Kinder und der Deutschen Krebshilfe gespendet.
  • Der Cransberger Oldtimer Club besteht seit dem Jahr 2003. Der Club veranstaltet eigene Ausfahrten mit Picknick für Familien mit Oldtimer. In den Sommermonaten findet eine solche Ausfahrt einmal im Monat statt.[6]
  • Beim Anhängerclub Kransberg handelt es sich um Menschen, die eine besondere Beziehung zu Fahrzeug-Anhängern pflegen. Sie widmen sich sowohl dem Studium der Technikgeschichte angehängter Transportfahrzeuge wie auch der Pflege des Informationsaustausches beim geselligen Beisammensein. Außerdem unterstützt der Anhängerclub das Dorf tatkräftig bei der Umsetzung von gemeinnützigen Baumaßnahmen.
  • Der Verkehrsverein Kransberg e.V. wurde im Jahr 1973 gegründet. Vorsitzender ist Willy Hofmann. Hauptzweck des Vereins ist die Entwicklung und Förderung des Fremdenverkehrs, insbesondere die Verschönerung des Stadtbildes durch Schaffung und Erhaltung von Einrichtungen die der Erholung dienen.

Leider stehen diese Statuten seit Jahren nur auf dem Papier. Es erfolgten keinerlei Aktivitäten. Dinge die unter diesem Vereinsnamen getätigt wurden haben nichts mit dem Hauptzweck zu tun. Der Vereinsvorsitzende Willy Hofmann ist verstorben.

  • Die Katholische Frauengruppe St. Johannes der Täufer wurde am 19. März 1980 gegründet. Sie ist Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Die Teilnahme an den Diözesanfrauentagen in Limburg, Treffen im Pfarrverband der kfd in Usingen, Ausrichtung von Andachten an der Marienkapelle, das sind einige Veranstaltungen an denen Frauen aus der Gruppe Anteil haben. Die Mitglieder treffen sich einmal monatlich in der „Alten Pfarrscheune“, dem Pfarrzentrum an der Kirche. Die Gruppe hat sich zum 1. Januar 2017 aus Altersgründen aufgelöst und ist aus der Mitgliedschaft in der kfd ausgeschieden.
  • Die Elterninitiative Kraki (Kransberger Kinder) wurde im Jahre 1998 gegründet und unterstützt die Kinder und Jugendarbeit im Stadtteil Usingen-Kransberg. Die Initiative entstand aus den Eltern des hiesigen Kindergartens, als die Kinder vom Kindergarten in die Schule wechselten. Die Elterninitiative kümmert sich um die Angebote für die Kinder und Jugendlichen des Ortes und unterstützt die Erhaltung des Spielplatzes. Sie finanziert sich durch Spenden und Veranstaltungen von Basaren.
  • Am 8. Februar 2008 wurde im Usinger Stadtteil Kransberg der Kransberger Narren Club – KNC e. V. gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, seit dem Jahre 1932 bestehende Faschingstraditionen fortzuführen, neu aufzufrischen und um neue Ideen zu bereichern.[7]
  • Der im November 2011 gegründete Kransberger Tanzverein (KTV) entstand aus der Idee den Tanzgruppen aus Kransberg eine sichere Plattform für Sport und Spaß bieten zu können und sie zu fördern. Die 11 Gründungsmitglieder bestanden sowohl aus Tänzern der Gruppe "The Crals", als auch aus Eltern der Kindertanzgruppe "Tanzmäuse". Durch die Kooperation der Gruppen wird ermöglicht, dass viele unterschiedliche Vorschläge miteingebracht werden. Dadurch bleibt Kreativität erhalten. Die Themen der Tanzgruppen wichen in den letzten Jahren voneinander ab, daher wird immer ein sehr abwechslungsreiches Programm angeboten.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kransberg liegt an der Landstraße K 728, welche die Bundesstraße 275 (Hochtaunusstraße) mit der Bundesstraße 456 verbindet. Die Entfernung bis zur Autobahn 5 in Ober-Mörlen beträgt 11 km, bis zur Autobahn 661 in Oberursel sind es 19 km. Die Entfernung zum Flughafen Frankfurt beträgt 46 km. Die Buslinie 64 verbindet Kransberg mit Usingen.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgerhaus
  • Der Kindergarten „Schlossgespenster“ ist eine eingruppige Einrichtung und bietet Platz für 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Seit dem Jahr 2003 wird auch musikalische Früherziehung angeboten. Bedingt durch die geringen Größe der Einrichtung ist eine intensive Elternarbeit möglich und im Laufe der Zeit hat sich über die Kindergartenzeit hinaus die Elterninitiative „KraKi“ (Kransberger Kinder) entwickelt. Zusammen werden jährlich verschiedene Aktivitäten wie Basare, Spielplatzfeste etc. geplant und durchgeführt.
  • Das Bürgerhaus Kransberg bildet einen Mittelpunkt des Dorflebens. Es wird von den Kransbergern bewirtschaftet und kann auch für Feste gemietet werden.
  • Die Jugendhilfe Usinger Land e. V. ist eine selbstverwaltete Einrichtung zur Unterstützung von Jugendlichen bei Problemen mit sich selbst, den Eltern oder der Schule. Die Jugendhilfe betreibt in Kransberg eine Wohngruppe, die sich als selbständige Gemeinschaft organisiert und versorgt. Die Kinder und Jugendlichen werden entsprechend ihren Fähigkeiten beteiligt.

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Einwohner Kransbergs arbeiten in den umliegenden Gemeinden oder in Frankfurt am Main. Es gibt drei landwirtschaftliche Betriebe, die im Nebenerwerb betrieben werden. Im Dorf liegt ein Getränkehandel und zwei gastronomische Betriebe.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Usinger Anzeiger und die Taunus-Zeitung berichten regelmäßig über Veranstaltungen und Bemerkenswertes in Kransberg. Die Artikel sind auch in den Online-Ausgaben der Zeitungen zugänglich.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Casimir Ferdinand Adolph, Graf von Waldbott-Bassenheim (1642–1730), war Mainzer Domherr und Schlossherr von Kransberg
  • Arnold, Baron von Biegeleben (* 1. November 1822; † 3. Dezember 1892), Großherzoglicher hessischer Staatsrat, Gesandter in Berlin und am Bundestag und Schlossherr von Kransberg, beerdigt in der Familiengruft derer von Biegeleben in der Schlosskapelle in Kransberg.
  • Karl Walter (* 27. Oktober 1862 in Kransberg; † 4. Dezember 1929 in Montabaur) war 1882–1887 Lehrer in Pfaffenwiesbach und Friedrichsthal, Organist, Pädagoge, Wissenschaftler und Orgelsachverständiger, Träger des Päpstlichen Ehrenkreuzes „Pro Ecclesia et Pontifice“. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Städtischen Friedhof in Montabaur.
  • Franz Karl Walter (* 25. Oktober 1827 in Cransberg/Kransberg; † 8. Januar 1899 in Limburg) war Domdecan und Geistl. Rath in Limburg, Inh. des Kgl.Kronenordens und ab 1887 Generalvikar des Bischofs Karl Klein zu Limburg. Seine letzte Ruhestätte fand er neben dem Dom zu Limburg.
  • Ludwig, Freiherr von Biegeleben (* 10. Januar 1849; † 2. Oktober 1921), Generalmajor, war Schlossherr von Kransberg. Beerdigt in der Familiengruft der Schlosskapelle in Kransberg.
  • Agnes, Baronin von Biegeleben, geb. Freiin v. Löw, von und zu Steinfurth (* 16. Februar 1835 in Wisselsheim; † 12. Oktober 1902 im Schloss Kransberg). Sie stiftete die Schlosskapelle als Gruftkapelle für die Familie von Biegeleben, in der sie neben ihrem Mann ihre letzte Ruhestätte fand. Auch die Kleinkinderschule für die Kinder von Kransberg ist eine Stiftung von ihr.
  • Hans Usinger (* 7. Juni 1911 in Cransberg/Kransberg; † 7. Februar 1995 in Ochsenfurt/Main), Pfarrer. Priesterweihe 8. Dezember 1936 Limburg, 1. April 1937 Kaplan in Limburg-Offheim, 8. Februar bis 2. Mai 1938 in politischer Haft, 25. Mai 1938 Kaplan in Kalbach, 1. September 1938 Kaplan in Wiesbaden St. Kilian, 5. Januar 1940 Kaplan in Wetzlar, 1. Februar 1944 Kaplan in Höhr-Grenzhausen, 16. Oktober 1946 Kaplan in Wiesbaden/Maria Hilf, 2. Oktober 1950 Kaplan in Königstein, 1. Februar 1953 Pfarrer in Schmitten, 4. Dezember 1953 Geistlicher Beirat PAX CHRISTI im Bistum Limburg, 1. September 1957 Pfarrer in Idstein, 15. Februar 1971 Dekan des Dekanates Idstein, 1. Juli 1974 Pfarrverwaltung in Engenhahn, 1. Dezember 1974 Versetzung in den Ruhestand. Er ist beerdigt auf dem Friedhof Usingen-Kransberg.
  • Johannes Discher (* 29. Dezember 1791 in Cransberg/Kransberg; † 25. April 1866 in Frankfurt/Main), Maurermeister. Stifter der Katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer und des Discherstiftes Alten- und Pflegeheim in Kransberg.
  • Lorenz Happ (* 18. März 1903 in Frankfurt am Main.-Niederrad; † 5. Juli 1975), Pfarrer in Kransberg/Friedrichsthal und Wernborn vom 1. September 1940 bis zu seinem Tod im Jahr 1975. Er wurde am 26. März 1926 in Limburg zum Priester geweiht. Wirkte als Subregens am Konvikt in Montabaur, als Kaplan in Oberursel, Ffm-Schwanheim, an St. Bonifatius in Frankfurt-Süd und in Bad Homburg. Er ist beerdigt auf dem Friedhof Usingen-Kransberg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Angelika Baeumerth, Matthias Kliem, Alexander Wächtershäuser (Hrsg.): Das Jahrhundert im Taunus. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-7973-0731-4, S. 350: Kransberg siehe Ortsregister.
  • Der Schuß auf das Madonnenbild. In: Klaus Wagner: Geliebtes Usinger Land. Geschichte und Erzählungen unserer Heimat. Walkmühlen-Verlag, Usingen 1982, ISBN 3-923658-01-X, S. 90–91.
  • Wilfried Endlein: Bildband Kransberg. Ein Dorf mit einer abwechslungsreichen Geschichte. Einblicke. Zeitdokumentation. Eigenverlag, Usingen 2011.
  • Hubert Foersch: Limburger Glockenbuch. Glocken und Geläute im Bistum Limburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariates, Limburg 1997, S. 871–875.
  • J. B. Junker: Beiträge zur Geschichte der Herrschaft Cransberg am Taunus und der Grafen von Bassenheim. In: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung. Wiesbaden. Band 7, Nr. 1, 1863, ZDB-ID 504639-7, S. 163–262.
  • Jost Kloft: Territorialgeschichte des Kreises Usingen (= Schriften des Hessischen Landesamtes für Geschichtliche Landeskunde. Stück 32). Elwert, Marburg 1971, ISBN 3-7708-0421-X, S. 233: Cransberg siehe Ortsregister (Zugleich: Marburg, Univ., Diss. 1957).
  • Egmont R. Koch, Michael Wech: Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA. Bertelsmann, München 2002, ISBN 3-570-00662-X (Es betrifft unter anderem die Kriegsgefangenen auf Schloss Kransberg. Die sogenannte NAZI Elite (B-Waffenforschung der IG Farben)).
  • Stephan Kolb: Juden in Kransberg. In: Stephan Kolb: „… aus der Stadt gewiesen“. Die Juden von Usingen. Brühlsche Universitätsdruckerei, Gießen 1996, ISBN 3-923840-02-0, S. 224–229.
  • Otto Renkhoff: Die Ortssiegel und Gemeindewappen des Kreises Usingen. In: Nassauische Annalen. Band 65, 1954, S. 186–215, hier S. 203.
  • Georg Wilhelm Sante (Hrsg.): Hessen. (= Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 4 = Kröners Taschenausgabe. Band 274). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1967, S. 278: Kransberg (Kr. Usingen).
  • Klaus Schatz: Geschichte des Bistums Limburg (= Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte. Band 48, ISSN 0480-7480). Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz 1983, S. 195.
  • Josef Stilger: Einstiges Brauchtum (alte Traditionen) in Kransberg. Eigenverlag, November 2001.
  • Werner Sünkel, Rudolf Rack, Pierre Rhode: Adlerhorst. Autopsie eines Führerhauptquartiers (= Aufsätze zu Geschichte + Technik. Band 7). Sünkel, Leinburg 1998, ISBN 3-930060-07-8, S. 18 ff.: Schloß Kransberg.
  • Hildegunde Trier: Der Brand von Kransberg im Jahr 1814 und seine Folgen. In: Jahrbuch Hochtaunuskreis. 2001, ISSN 0943-2108, S. 153–163.
  • Hildegunde Trier: 125 Jahre Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Kransberg im Taunus. In: Jahrbuch Hochtaunuskreis. 2002, ISBN 3-7973-0784-5, S. 179–190.
  • Hildegunde Trier: Die Marienkapelle zu Kransberg. In: Jahrbuch Hochtaunuskreis. 2003, ISBN 3-7973-0820-5, S. 173–184.
  • Hildegunde Trier: Die Häuser des Dorfes Cransberg. 1822–1852. In: Joachim Bierwirth, Frank-Michael Saltenberger, Eberhard Schrimpf (Hrsg.): 1200 Jahre Usingen. 802–2002. Beiträge zur Geschichte der ehemaligen Residenz- und Kreisstadt. Magistrat der Stadt, Usingen 2001, ISBN 3-924103-21-6, S. 71–76.
  • Hildegunde Trier: Die Schloßkapelle St. Nikolaus zu Kransberg. In: Joachim Bierwirth, Frank-Michael Saltenberger, Eberhard Schrimpf (Hrsg.): 1200 Jahre Usingen. 802–2002. Beiträge zur Geschichte der ehemaligen Residenz- und Kreisstadt. Magistrat der Stadt, Usingen 2001, ISBN 3-924103-21-6, S. 207–211.
  • Dieter Wolf: Burg „Cronsberg“ – aus der Zeit um 1625. In: Joachim Bierwirth, Frank-Michael Saltenberger, Eberhard Schrimpf (Hrsg.): 1200 Jahre Usingen. 802–2002. Beiträge zur Geschichte der ehemaligen Residenz- und Kreisstadt. Magistrat der Stadt, Usingen 2001, ISBN 3-924103-21-6, S. 94–97.
  • Bodo Hechelhammer: Die Wurzeln des BND im Taunus. In: Jahrbuch Hochtaunuskreis 2016. Von "Dustbin" zum "Capitol": Schloß Kransberg und die "Organisation Gehlen", ISBN 978-3-95542-159-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kransberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stand 30. Juni 2011, Meldeamtsstatistik Stadt Usingen (PDF; 33 kB)
  2. Kransberg - Wappen von Kransberg (coat of arms). In: www.ngw.nl. Abgerufen am 11. Oktober 2016.
  3. Veröffentlicht im Kreis=Blatt für den Kreis Usingen, Jahr 1937, Nr. 12, Freitag, den 22. Januar 1937.
  4. K.-H. Gerstenmeier: Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen 1977, S. 274–275.
  5. Gießener Anzeiger Verlags GmbH & Co KG: Walter Walle bleibt Ortsvorsteher im dollen Dorf. (usinger-anzeiger.de [abgerufen am 11. Oktober 2016]).
  6. Webseite des Cransberger Oldtimer Clubs
  7. Webseite des Kransberger Narren Clubs
  8. Webseite des Kransberger Tanzvereins
  • Mittlere Höhe von Kransberg: TK Kompass – Östlicher Taunus 840 – 1:50.000
Dieser Artikel wurde am 8. Juli 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.