Kraskowo (Korsze)

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Kraskowo
Wappen von ????
Kraskowo (Polen)
Kraskowo
Kraskowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Kętrzyn
Gmina: Korsze
Geographische Lage: 54° 8′ N, 21° 11′ OKoordinaten: 54° 8′ 4″ N, 21° 10′ 56″ O
Höhe: 96 m n.p.m.
Einwohner: 190
Postleitzahl: 11-408
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 592 KętrzynBartoszyce
Nächster int. Flughafen: Danzig oder
Kaliningrad
Gmina
Gminatyp: Schulzenamt (sołectwo)



Kraskowo (deutsch Schönfließ evtl. auch Groß Schönau[1]) ist ein Dorf in Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, Gemeinde Korsze.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraskowo liegt im Norden der Woiwodschaft Ermland-Masuren im Powiat Kętrzyński etwa 22 Kilometer südlich der Staatsgrenze Polens zur russischen Oblast Kaliningrad.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönfließ wurde 1372 nach Kulmer Recht angelegt und hatte eine Befreiung von den Lasten für 14 Jahre. Zum Dorf gehörte eine Fläche von 65 Włóka wovon sechs dem Dorfschulzen und vier der Kirche gehörten. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte die Rote Armee die Gegend und als Folge des Krieges kam Schönfließ zu Polen. 1954 wurde Kraskowo Sitz einer Gromada. 1958, nach einer Umstrukturierung der Gomada, gehörten zur Gromada Kraskowo 25 Ortschaften welche in sieben Schulzenämter eingeteilt waren. 1960 hatte die Gromada eine Fläche von 72,83 km². 1970 verfügte das Dorf Kraskowo über eine achtklassige Grundschule sowie einen Kindergarten. Zum Schulzenamt (sołectwo) gehören heute die Dörfer Chmielnik und Polany

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ostteil der Kirche wurde Ende des 14. Jahrhunderts errichtet, der westliche Teil folgte Anfang des 15. Jahrhunderts. Zuständiger Propst war 1480 Gregorius Zeber, 1495 war es Jodocus Borkee. Zum Pfarramt gehörten weiterhin das Dorf Babziens (polnisch Babieniec) und ab 1510 auch die Kirche in Tolksdorf (Tołkiny). Von 1528 bis 1550 wurde das Pfarramt der Pfarrei in Lamgarben (Garbno) zugeordnet. 1678 wurden am nördlichen Teil der Sakristei und Vorhalle errichtet. Am Eingang zur Vorhalle steht Christof Herndorff den 13. Mai Anno 1678, die Bedeutung ist nicht erläutert.[2] Ab dem 18. Jahrhundert wurden auch Gottesdienste auf polnisch abgehalten.[3] 1817 lebten im Pfarrbezirk 1.077 Einwohner.[4] 1875 wurde das Obergeschoss nach einem schweren Sturm neu gebaut.[2]

Der Altar aus dem Jahr 1645 ist heute noch teilweise erhalten. Ein Abendmahlsbild von Stephanus Eisenbergk ist am Sockel des Altars zu sehen. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1648[3] ist aber wahrscheinlich nicht mehr in der Kirche.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraskowo besaß 1785 43 Wohngebäude, 1818 wurden 566 Einwohner gezählt. Einer Aufstellung vom 17. Mai 1939 lebten 566 im Dorf. 1970 lebten im nun polnischen Kraskowo 330 Menschen.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraskowo liegt an der Woiwodschaftsstraße 592 (Droga wojewódzka 592) welche etwa 15 Kilometer östlich durch Kętryzn führt. Nach vier Kilometern in östlicher Richtung kreuzt die 592 die Woiwodschaftsstraße 590 welche in nördlicher Richtung nach Korsze, weitere drei Kilometer, führt.

In Korsze befindet sich auch die nächste Bahnstation.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Kaliningrad, welcher sich etwa 90 Kilometer nordwestlich auf russischem Hoheitsgebiet befindet. Der nächste internationale Flughafen auf polnischem Staatsgebiet ist der etwa 180 Kilometer westlich gelegene Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tadeusz Swat: Dzieje Wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 197–198 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. so nach Swat 1978, S. 197
  2. a b c ostpreussen.net, Kraskowo - Schönfließ, Stand 18. Nov. 2004 abgerufen am 31. Dez. 2006
  3. a b Swat, 1978, S. 197
  4. Kętrzyn: z dziejów miasta i okolic, Olsztyn 1978, S. 46
  5. Swat, 1978, S. 198