Krasnouralsk

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Stadt
Krasnouralsk
Красноуральск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ural
Oblast Swerdlowsk
Stadtkreis Krasnouralsk
Bürgermeister Wiktor Possadow
Gegründet 1925
Frühere Namen Bogomolstroi (1925–1929)
Uralmedstroi (1929–1932)
Stadt seit 1932
Fläche 89 km²
Bevölkerung 24.980 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 281 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 230 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 34343
Postleitzahl 624330–624335
Kfz-Kennzeichen 66, 96, 196
OKATO 65 460
Geographische Lage
Koordinaten 58° 21′ N, 60° 3′ OKoordinaten: 58° 21′ 0″ N, 60° 3′ 0″ O
Krasnouralsk (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Krasnouralsk (Oblast Swerdlowsk)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Swerdlowsk
Liste der Städte in Russland

Krasnouralsk (russisch Красноуральск) ist eine Stadt in der Oblast Swerdlowsk (Russland) mit 24.980 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt am Ostrand des Ural, etwa 180 km nördlich der Oblasthauptstadt Jekaterinburg, am Bach Kuschaika, nahe dessen Mündung in die Salda. Das Klima ist kontinental.

Die Stadt Krasnouralsk ist der Oblast administrativ direkt unterstellt.

Krasnouralsk ist über eine Stichbahn (nur Güterverkehr) mit Werchnjaja Tura (Station Werchnjaja) an der Eisenbahnstrecke Kuschwa (Station Goroblagodatskaja) – Serow verbunden. Der Name der Station der Stadt ist Med (russisch Медь für Kupfer).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Besiedlung des Gebietes der heutigen Stadt erfolgte 1832 mit der Entdeckung von Gold-Seifenlagerstätten, die sich jedoch als nicht ergiebig erwiesen. Später im 19. Jahrhundert wurde hier jedoch die Bogomolow-Kupferkieslagerstätte entdeckt (nach dem Goldsucher Bogomolow, auf dessen Gebiet sie sich befindet). 1925 begannen deren Erschließung und der Bau einer Kupferhütte mit zugehöriger Siedlung Bogomolstroi (Богомолстрой). 1929 erfolgte die Umbenennung in Uralmedstroi (Уралмедьстрой). 1932 erhielt der Ort unter dem heutigen Namen Stadtrecht (russisch красный/ krasny für rot; hier sowohl mit Bezug auf die Farbe des Kupfers, als auch mit ideologischer Bedeutung, vgl. Roter Oktober für Oktoberrevolution).

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 376 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 35.824
1959 39.245
1970 39.743
1979 38.235
1989 35.284
2002 28.961
2010 24.980

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krasnouralsk hat ein Heimatmuseum.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der die Wirtschaft der Stadt bestimmenden Kupferhütte gibt es Maschinenbau, Textil-, Möbel- und Lebensmittelindustrie.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krasnouralsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien