Krasnyje Barrikady

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Siedlung städtischen Typs
Krasnyje Barrikady
Красные Баррикады
Föderationskreis Südrussland
Oblast Astrachan
Rajon Ikrjanoje
Erste Erwähnung Mitte des 18. Jh.
Frühere Namen Bertjul (bis 1952)
Siedlung städtischen Typs seit 1954
Bevölkerung 6488 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 22 m unter dem Meeresspiegel
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 85144
Postleitzahl 416356
Kfz-Kennzeichen 30
OKATO 12 220 562
Geographische Lage
Koordinaten 46° 12′ N, 47° 52′ OKoordinaten: 46° 12′ 15″ N, 47° 51′ 45″ O
Krasnyje Barrikady (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Krasnyje Barrikady (Oblast Astrachan)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Astrachan

Krasnyje Barrikady (russisch Кра́сные Баррика́ды) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Astrachan (Russland) mit 6488 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung liegt in der Kaspischen Senke, im Wolgadelta gut 20 km südwestlich des Oblastverwaltungszentrums Astrachan. Sie befindet sich am rechten Ufer des rechten Wolgaarmes Bachtemir, wenig unterhalb seiner Trennung vom Hauptarm der Wolga, sowie zu beiden Seiten des sich vom Bachtemir trennenden kleineren rechten Flussarms Bertjul.

Krasnyje Barrikady gehört zum Rajon Ikrjanoje und ist von dessen Verwaltungszentrum Ikrjanoje etwa 15 km in nordöstlicher Richtung entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Siedler kamen in der Mitte des 18. Jahrhunderts an die Stelle des heutigen Ortes. Er hieß zunächst nach dem Wolgaarm Bertjul. Ende des 19. Jahrhunderts wurde von den Unternehmern Bunijatow ein Lager und Transportbetrieb für Erdöl aus Baku gegründet, zu dem auch eine Reparaturwerft gehörte.

In der Zeit der Oktoberrevolution und des Russischen Bürgerkrieges kam es in Astrachan zu Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern der Revolution, an denen auch Arbeiter des Bunijatow-Unternehmens beteiligt waren. Zu deren Ehren wurde der Ort in der sowjetischen Periode (1952) in Krasnyje Barrikady umbenannt, zu deutsch Rote Barrikaden, ebenso die Werft, die nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem größeren Schiffbaubetrieb ausgebaut wurde. 1954 erhielt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 1122
1959 3521
1970 5002
1979 5809
1989 6184
2002 6304
2010 6488

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigstes Unternehmen ist die Schiffswerft Krasnyje Barrikady, die sich auf Bau und Reparatur von Spezialschiffen, Schwimmkränen und Plattformen für die Erdölerkundung und -förderung auf dem Meer spezialisiert hat.[2][3]

Krasnyje Barrikady liegt an der Regionalstraße R216, die Astrachan mit dem im Südwestteil der Oblast gelegenen Rajonverwaltungszentrum Liman verbindet. Die Straße ist in Fortführung der Magistrale M6 von Moskau zugleich Teil der Europastraße 119, die weiter entlang der Westküste des Kaspischen Meeres in Richtung Dagestan und Aserbaidschan führt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Website von Krasnyje Barrikady (in Umgestaltung, Stand: 8. Januar 2012)
  3. Krasnyje Barrikady im russischen Schiffbau- und Schifffahrtsportal korabel.ru