Krassolzheim

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Krassolzheim
Markt Sugenheim
Koordinaten: 49° 36′ 34″ N, 10° 21′ 21″ O
Höhe: 326 (323–333) m
Einwohner: 174 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91484
Vorwahl: 09165
Blick von Norden
Blick von Norden
Dorfplatz in Krassolzheim

Krassolzheim ist ein Ortsteil des Marktes Sugenheim im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt auf freier Flur im südlichen Steigerwald im nördlichen Teil des Ehegrunds am Ursprung der Kleinen Ehe, die am Südrand der Ortes aus dem bedeutenderen rechten Biegenbach und dem kurzen linken Riedgraben zusammenfließt und dann zunächst ostwärts am Ortsrand entlang zieht. Im Norden von Krassolzheim erstreckt sich von West nach Ost ein größerer bewaldeter Rücken des Mittelgebirges. Dort wird an den südlichen Hängen des Hüllerbergs und des Birkenranken auf bis über 410 m ü. NHN Höhe in der Lage Krassolzheimer Pfaffenberg[2] Wein angebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krassolzheim (ursprünglich „Graszulzun“, im Jahr 1023[3] „Graszulzim“) wurde 816 in der Stiftungsurkunde des Klosters Megingaudshausen (Benediktinerkloster Meingozhausen) erstmals[4] urkundlich erwähnt.[5][6] Mitten im Dorf liegt das Gelände des ehemaligen Wasserschlosses. Der Turm der Nicolaikirche (St. Nikolaus) liegt zwar in diesem Bereich, gehört aber nicht zum ehemaligen Schloss.[7]

Im Mittelalter saßen auf dem Schloss meist die Herren von Seinsheim bzw. die Seckendorff. Teilweise war der Ort Lehen des Klosters Michelsberg in Bamberg.

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in den Markt Sugenheim eingegliedert.[8]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Krassolzheim wird Weinbau betrieben. Der Lagename ist Krassolzheimer Pfaffenberg. Die Rebfläche umfasst 9,23 ha, die von 22 Winzern bewirtschaftet werden.

Sortenspiegel der Weinberge im Ertrag[9]
Rebsorte Ertrag
Weißweine
Bacchus 2,6 ha
Müller-Thurgau 2,36 ha
Grüner Silvaner 1,47 ha
Kerner 0,43 ha
Grauer Burgunder 0,1 ha
Weißer Burgunder 0,1 ha
Johanniter 0,3 ha
Rotweine
Dornfelder 0,3 ha
Blauer Zweigelt 0,3 ha
Domina 0,2 ha
Regent 0,1 ha
Schwarzriesling 0,1 ha

Erstmals wurde der Weinbau in Krassolzheim im Jahre 1338 urkundlich erwähnt. Der Ritter Erkinger von Seinsheim zu (Hohen-)Kottenheim stiftete für die Ewigmesse zu Nordheim zwei Morgen „Weinwachs“ zu Krassolzheim.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Krassolzheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Krassolzheim auf wiki-de.genealogy.net, abgerufen am 31. Mai 2011
  2. Die Weinbergslagen in Bayern - in alphabetischer Reihenfolge – (PDF), auf regierung.unterfranken.bayern.de, abgerufen am 31. Mai 2011
  3. laut Monumenta Germanica Hist. Band 3, S. 632 (PDF)
  4. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 1950, OCLC 42823280; Neuauflage anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978. Ebenda 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 117 f.
  5. Erwin Riedenauer: Jahrbuch für fränkische Landesforschung. Hrsg.: Sigrid Strauß-Morawitzky. Band 68. Wissenschaftlicher Kommissionsverlag, 2008, ISBN 978-3-940049-09-4, Nachgefragt. Fünf Stolpersteine fränkischer Geschichte, S. 17 (wikommverlag.de [PDF; 328 kB; abgerufen am 10. Juni 2011]). wikommverlag.de (Memento des Originals vom 5. November 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wikommverlag.de
  6. Zum Ortsnamen vgl. Wolf-Dieter Ortmann: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Band Landkreis Scheinfeld. München 1967.
  7. Gerhard Hojer: Bayerische Kunstdenkmale, Landkreis Scheinfeld. München 1976.
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 565.
  9. Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim: Sortenspiegel. (Abfrage vom 11. März 2011 (RS2-7389.00-8/11)).
  10. Jesko Graf zu Dohna, Robert Schuh (Hrsg.): Auf den Spuren der Fürsten Schwarzenberg in Franken. LAG Südlicher Steigerwald, Scheinfeld 2006, ISBN 3-89014-253-2, Krassolzheim.