Kratzeburg

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kratzeburg führt kein Wappen
Kratzeburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kratzeburg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 26′ N, 12° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Neustrelitz-Land
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 54,66 km2
Einwohner: 532 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17237
Vorwahl: 039822
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 080
Adresse der Amtsverwaltung: Marienstraße 5
17235 Neustrelitz
Webpräsenz: www.amtneustrelitz-land.de
Bürgermeister: Guntram Wagner
Lage der Gemeinde Kratzeburg im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Kratzeburg ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Süden Mecklenburg-Vorpommerns. Sie wird vom Amt Neustrelitz-Land mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Neustrelitz verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sehr seen- und waldreiche Gemeinde Kratzeburg liegt in der westlichen Teilfläche des Müritz-Nationalparks, die sich von Waren (Müritz) bis in das westliche Stadtgebiet von Neustrelitz erstreckt. Nördlich der Gemeinde entspringt bei Ankershagen die Havel. Sie fließt als kleines Rinnsal durch mehrere Seen, wie etwa den 2,4 km² großen Käbelicksee, in südlicher Richtung. Beim Ortsteil Krienke verlässt die Havel das Gemeindegebiet. In Kratzeburg beginnt die Wasserwanderstrecke Obere Havel. Südöstlich des Ortsteiles Pieverstorf befinden sich die bis zu 105 m ü. NHN hohen Pieverstorfer Berge.

Zu Kratzeburg gehören die Ortsteile Dalmsdorf, Dambeck, Granzin, Krienke und Pieverstorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgwall südlich von Pieverstorf am Ostufer des Dambecker Sees stammt aus der Bronzezeit. Er gehört zu den größten Anlagen jener Zeit. Die 1170 urkundlich erwähnte slawische Burg von Kratzeburg (castrum Zcarnitz) liegt 350 Meter südwestlich des bronzezeitlichen Burgwalls auf einer Anhöhe. Im Ort Kratzeburg zeugt der Schloßberg von der mittelalterlichen Besiedlung. Hier stand im 14. bis 15. Jahrhundert auf dem künstlich errichteten Turmhügel Kratzeburg eine Ritterburg des niederen Adels.

Nördlich von Kratzeburg bis hin zum Diekenbruch südlich der Havelquelle ist der Seeboden deutlich erkennbar. Diese Hügel im Wald, die zu einer landwirtschaftlichen Nutzung nicht mehr taugen, da der Boden zu verdichtet ist, sind Kandidaten für die noch unerkannten Siedlungen der Megalithkultur, von der man bisher nur die Gräber kennt.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fachwerkkirche in Kratzeburg - Ein alter Altar an der Seitenwand hat eine Schnitzarbeit nach 1450. Die Seiten zeigen die Gerichtsverhandlung, den Judaskuss, den Kreuzweg und Jesus betend. Innen: die Kreuzigungsszene. In den Ecken finden wir vier Heilige. Dieser Altar wurde während des Dreißigjährigen Krieges (1640) nach Schillersdorf gebracht und kehrte erst um 1935 nach Kratzeburg zurück.[2] Er hat eine bemerkenswerte gestalterische Parallele zum Altar der Fabian und Sebastian-Kirche in Beverstedt.[3]
  • Backsteinkirche in Granzin
  • Glasmanufaktur in Dalmsdorf

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Zeltplatz in Kratzeburg findet jedes Jahr an Pfingsten das JugendMedienCamp[4] statt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Bundesstraße 193 aus, etwa auf halber Länge zwischen Neustrelitz und Penzlin, erreicht man Kratzeburg auf einer etwa sieben Kilometer langen Verbindungsstraße.

Kratzeburg liegt in direkter Nähe zur Bahnstrecke Neustrelitz–Rostock. Im Ort befindet sich ein Bahnhof, der von Regionalzügen zweistündlich angefahren wird. Weitere Verkehrsmöglichkeiten bestehen mit den Linienbussen der MVVG.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kratzeburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kirche MV (Memento vom 6. Oktober 2012 im Internet Archive)
  3. Beschreibung der „alten Kirche“ in Beverstedt
  4. Alljährliches JugendMedienCamp in Kratzeburg