Kraulschwimmen

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Das Kraulschwimmen, auch Kraulen, ist ein Schwimmstil und zählt zum Bereich der Wechselschwimmarten. Es findet als schnellste Schwimmart im Freistil Verwendung. Das Kraulschwimmen ist keine Wettkampfdisziplin und es gibt im Gegensatz zu den Wettkampfschwimmarten keine Technikrichtlinie vom DSV. Trotzdem gibt es in der schwimmerischen Umgangssprache den Begriff des Kraulschwimmens, welcher diese Schwimmart bezeichnet.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraulen ist die schnellste Schwimmart, weil durch den wechselseitigen Armzug und den kontinuierlichen Beinschlag ein Antrieb ohne Unterbrechung erzeugt wird.

Das Gesicht des Schwimmers blickt zum Grund des Gewässers. Zum Atmen wird der Kopf nicht wie beim Brustschwimmen vollständig aus dem Wasser gehoben, sondern alle zwei bis fünf Armzüge seitlich gedreht. Dadurch bleibt der Körper in der horizontalen Ausrichtung.

Während eines Armzyklus (also zwei Armzügen) machen (schnelle) Schwimmer auf der Kurzstrecke in der Regel sechs Beinschläge, während Schwimmer auf der Langstrecke (oder Schwimmer, die nach der TI-Lehrmethode gelernt haben) in der Regel nur zwei Beinschläge machen.[1]

Die übliche Wende beim Kraulschwimmen ist die Rollwende, bei der der Schwimmer – anstatt am Beckenrand mit der Hand anzuschlagen – eine Rolle macht und sich dann mit den Beinen abstößt.

Pädagogische Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraulen gilt als leicht zu erlernender Schwimmstil für Kinder, weil er dem kindlichen Schwimmen („Hundepaddeln“) ähnelt. In den USA beginnt der Schwimmunterricht mit diesem Schwimmstil, während in Deutschland überwiegend zuerst das Brustschwimmen erlernt wird. Der DSV und die DLRG empfehlen aber das Kraulschwimmen als Erstschwimmart.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kraulschwimmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe S.13 der PDF-Datei: Spezielle Fachtheorie Schwimmen (www.sportzentrum.uni-passau.de, abgerufen am 25. März 2016)