Krausnick-Groß Wasserburg

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Krausnick-Groß Wasserburg führt kein Wappen
Krausnick-Groß Wasserburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Krausnick-Groß Wasserburg hervorgehoben
52.03333333333313.8550Koordinaten: 52° 2′ N, 13° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Unterspreewald
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 54,79 km²
Einwohner: 589 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15910
Vorwahlen: 035472, 035473
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 265
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
15938 Golßen
Webpräsenz: www.unterspreewald.de
Bürgermeister: Gerhard Buschick
Lage der Gemeinde Krausnick-Groß Wasserburg im Landkreis Dahme-Spreewald
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Über dieses Bild

Krausnick-Groß Wasserburg ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Unterspreewald an.

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Krausnick (niedersorbisch Kšušwica) und Groß Wasserburg (niedersorbisch Wódowy Grod).[2]

Geografie[Bearbeiten]

Inmitten des sehr waldreichen Gemeindegebietes von Krausnick-Groß Wasserburg erheben sich die Krausnicker Berge (auch Bergspreewald genannt), die mit maximal 144 m ü. NN (Wehlaberg) etwa 100 Meter über dem östlich anschließenden Unterspreewald liegen. Im Norden der Gemeinde (in Groß Wasserburg) zweigt der Randkanal von der Spree (Wasserburger Spree) ab und führt im Baruther Urstromtal zum Köthener See, der über den Dahme-Umflutkanal mit dem Fluss Dahme verbunden ist. Die Gemeinde liegt ca. 60 km südöstlich von Berlin.

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsteil Krausnick[Bearbeiten]

siehe Hauptartikel Krausnick

Die erste urkundliche Erwähnung Krausnicks 1376 als Krusenigk. Der Name Krausnick ist auf das sorbische ksuswica = wilder Birnbaum zurückzuführen.

Kirche in Krausnick
Hauptstraße in Krausnick

Ortsteil Groß Wasserburg[Bearbeiten]

siehe Hauptartikel Groß Wasserburg

Die erste Erwähnung des Ortes 1554 steht im Zusammenhang mit der Belehnung Wasserburgs durch Markgraf Johann von Brandenburg. Groß Wasserburg war damals ein Vorwerk von Krausnick. 1728 wurde das Gebiet der heutigen Gemeinde an Friedrich Wilhelm I. verkauft, der es als königliches Jagdrevier nutzte.

Dorfstraße in Groß Wasserburg
Kahnschleuse an der „Groß Wasserburger Spree“

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Krausnick-
Groß Wasserburg
Krausnick Groß Wasserburg
1875 - 871 241
1910 - 646 252
1939 - 723 245
1946 - 927 306
1950 - 815 287
1971 - 591 262
1990 - 466 228
1995 - 428 200
2000 - 416 207
2001 618
2005 632
2010 619
2011 616
2012 602
2013 589
2014 589

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Krausnick-Groß Wasserburg besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Wählergruppe Für Krausnick-Groß Wasserburg 4 Sitze
  • Unabhängige Bürgervereinigung Krausnick-Groß Wasserburg 3 Sitze
  • CDU 1 Sitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Wirtschaftsprofil der Gemeinde wird durch Land- und Forstwirtschaft sowie den Tourismus bestimmt (Reiterhof, Kahnverleih, nahe gelegenes Freizeitbad „Tropical Islands“).

Verkehr[Bearbeiten]

Etwa zehn Kilometer südwestlich der Gemeinde verläuft die Bundesautobahn 13 (Berlin–Dresden, Ausfahrten Freiwalde und Staakow). Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Schönwald und Briesen-Brand an der Bahnlinie Berlin–Cottbus.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[6] 409 401 419 408 425 427 432
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 647 634 662 659 690 709 733

Bauwerke[Bearbeiten]

In der Denkmalliste steht die 1728 erbaute Krausnicker Fachwerkkreuzkirche sowie das Dorfgemeinschaftshaus, die ehemalige Dorfschule in Krausnick. Die Bodendenkmale sind in der Liste der Bodendenkmale in Krausnick-Groß Wasserburg aufgeführt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Etwa sechs Kilometer westlich des Ortskerns von Krausnick, hinter der Gemeindegrenze zu Halbe, befindet sich das Freizeitbad Tropical Islands. Es entstand in der als Produktionsstätte für Cargolifter gebauten, weltgrößten freitragenden Halle.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 18–21
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  5. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  6. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krausnick-Groß Wasserburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien