Kreative Kompetenz

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Kreative Kompetenz ist die Fähigkeit, gute und möglichst neuartige Lösungen für Probleme zu entwickeln. Zu ihr gehören auch die Soft Skills Innovationsbereitschaft, Innovationsfähigkeit, Problemlösungsvermögen, Veränderungs- und Selbstorganisationskompetenz sowie (geistige) Flexibilität. So lassen sich Probleme lösen und Überlebenskonzepte für den Wettbewerb von morgen schaffen (Handbuch Soft Skills, Bd. 3, 2004; Pohl 2011).

Zusammenfassend ist zu sagen, dass jeder Mensch kreative Fähigkeiten besitzt. Kreativität basiert auf bestimmten geistigen Fähigkeiten, Denkstilen und Persönlichkeitsmerkmalen. Kreative Ideenfindung kann durch Kreativitätstechniken und Denkstrategien (wie z. B. Analogien, Analysieren, Umkehren) gezielt gefördert werden (Pohl 2011; Preiser/Buchholz, 2008).

Kreativitätsblockaden und Kreativitätskiller können kreative Kompetenz einschränken oder verhindern. Kreativitätsfördernde Bedingungen steigern das kreative Potential.

Kompetenzdimensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Erpenbeck und Sauer (2000) werden Kompetenzen als „Voraussetzungen charakterisiert, in Situationen von Ungewissheit und Unbestimmtheit (…) selbstorganisiert schöpferisch Neues hervorzubringen“. Der Kompetenzbegriff ist somit ein subjektzentrierter, auf das Handlungspotenzial einer Person gerichteter Begriff.

Kreative Kompetenz ist als fließender Übergang zwischen den Kompetenzdimensionen einzuordnen:

  • Methodenkompetenz – Kreativitäts- und Problemlösungstechniken, Problemlösendes Denken, Abstraktes und vernetztes Denken, Rhetorik, Analysefähigkeit etc.
  • Prozesskompetenz – Gilt der Gestaltung von Veränderung, sie ist die Fähigkeit Komplexität wahrzunehmen und so zu gestalten, dass am Ende des Weges passende Lösungen vorhanden sind. „Sie ist die Summe aller Vorgehensweise, Methoden, Prinzipien, Techniken und Formate, die nicht nur das Generieren von Ideen, sondern den gesamten Weg der Lösungsentwicklung umfassen; sie lässt sich bewusst steuern und beeinflussen“.[1]
  • Personale Kompetenz – Kreativität, Aufgeschlossenheit, Motivation etc.
  • Panoramakompetenz – „…ist die Summe aller einflussgebenden „harten“ (materiellen) und „weichen“ (virtuellen) Rahmenbedingungen und ihrer gegenseitigen Wechselwirkungen; sie lassen sich bewusst einrichten und gestalten“.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. Erpenbeck, J. M. Sauer: Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm „Lernkultur Kompetenzentwicklung“. In: Arbeitsgemeinschaft Qualifikations-Entwicklungs-Management (Hrsg.): Kompetenzentwicklung 2000: Lernen im Wandel – Wandel durch Lernen. Münster 2000, ISBN 3-89325-996-1.
  • Handbuch Soft Skills. Bd. 3, Vdf Hochschulverlag, Zürich 2004, ISBN 3-7281-2880-5.
  • Manuela Pohl: Kreativitätstrainings und Kreative Kompetenz. Cornelsen Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-589-24017-3.
  • Siegfried Preiser, Nicola Buchholz: Kreativität. Asanger Verlag, Kröning 2008, ISBN 978-3-89334-407-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b creapedia.com