Kreba-Neudorf

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Kreba-Neudorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kreba-Neudorf hervorgehoben
51.34514.685143Koordinaten: 51° 21′ N, 14° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Görlitz
Verwaltungs­gemeinschaft: Rietschen
Höhe: 143 m ü. NHN
Fläche: 31,62 km²
Einwohner: 907 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02906
Vorwahl: 035893
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 260
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Forsthausweg 2
02956 Rietschen
Bürgermeister: Dirk Naumburger (Bürger für Kreba-Neudorf)
Lage der Gemeinde Kreba-Neudorf im Landkreis Görlitz
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Kreba-Neudorf, obersorbisch Chrjebja-Nowa Wjes, ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz. Sie liegt im sorbischen Siedlungsgebiet der Oberlausitz. Mit der Nachbargemeinde Rietschen bildet Kreba-Neudorf die Verwaltungsgemeinschaft Rietschen.

Nach seiner Einwohnerzahl ist Kreba-Neudorf die sechstkleinste Gemeinde Sachsens.

Geographie[Bearbeiten]

Kreba-Neudorf liegt im nördlichen Teil des Landkreises, im Norden des ehemaligen Landkreises Niesky, etwa 10 km nordwestlich der Stadt Niesky. Die Gemeinde, vom Schwarzen Schöps durchflossen, liegt mitten in der wald- und teichreichen Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile sind Kreba (Chrjebja), Lache (Čorna Truha), Neudorf (Nowa Wjes) und Tschernske (Černsk).

Geschichte[Bearbeiten]

Kreba wurde 1409 und Neudorf 1519 erstmals urkundlich erwähnt. Schon früh sind im Kirchspiel von Kreba alle vier Ortsteile der heutigen Gemeinde sowie zum Teil der südlich gelegene Nachbarort Mücka verbunden.

Die Gemeinde endstand am 1. Januar 1973, als sich die beiden Gemeinden Kreba (mit Tschernske und Lache) und Neudorf zusammenschlossen.

Bereits vier Monate vor der Gründung des Niederschlesischen Oberlausitzkreises schlossen sich die benachbarten Gemeinden Kreba-Neudorf, Klitten (beide Landkreis Niesky) und Reichwalde (Landkreis Weißwasser) über Kreisgrenzen hinweg zum Verwaltungsverband Heidedörfer zusammen. Mit dessen Auflösung ging die Gemeinde eine Verwaltungsgemeinschaft mit Rietschen ein.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[2]
Wahlbeteiligung: 74,6 %
 %
50
40
30
20
10
0
47,8 %
44,5 %
7,7 %

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Bürger für Kreba-Neudorf (BfKN): 6 Sitze
  • CDU: 5 Sitze
  • Freunde der Traktorenfreunde (FdTF): 1 Sitz

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Wasserturm
  • Kirche
  • Krebaer Schloss
  • Sommer-, Sport- und Parkfest seit 1947
  • Teichlandschaft der Umgebung (beispielsweise Weißes Lug und Schwarze Lache)
  • Osterschießen am Karsamstag

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Kreba-Neudorf ist einer der Produktionsstandorte der Lorenz Snack-World angesiedelt.

Ein weiterer wirtschaftlich wichtiger Betrieb ist die Krebaer Teichfisch GmbH, die in den Krebaer Teichgebieten jährlich mehrere Tonnen Speisefische züchtet.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde verläuft die Bahnstrecke Hoyerswerda–Niesky–Görlitz, die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Klitten und Mücka.

Die Bundesstraße 156 verläuft westlich der Gemeinde, die Bundesstraße 115 östlich von ihr. Beide führen zur südlich verlaufenden Bundesautobahn 4, die über den Anschluss Weißenberg (etwa 15 km) zu erreichen ist.

Quellen und weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. Lusatia Verlag, Bautzen 2006, ISBN 978-3-929091-96-0, S. 255 ff.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kreba-Neudorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Kreba-Neudorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen