Krebsliga Schweiz

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Krebsliga Schweiz

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Rechtsform Verein
Gründung 1910
Sitz Bern, Schweiz
Leitung Kathrin Kramis-Aebischer
(Geschäftsleiterin)
Gilbert Bernard Zulian
(Präsident)
Mitarbeiterzahl ca. 100 [1]
Branche Hilfsorganisation
Website www.krebsliga.ch

Die Krebsliga Schweiz ist ein Verein, der sich schweizweit für die Krebsprävention und -früherkennung, die Forschungsförderung sowie die Unterstützung von Menschen mit Krebs und ihren Angehörigen einsetzt. Die gemeinnützige Organisation bietet kostenlose Beratung, publiziert themenspezifische Fachliteratur sowie Informationsbroschüren. Sie führt nationale Informations- und Präventionskampagnen unter anderem zu Brustkrebs, Darmkrebs und Hautkrebs durch und setzt sich in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen für die Tabakprävention, eine gesunde Ernährung und Bewegung ein. Weiter bietet sie Aus- und Weiterbildungen für Fachpersonen an.

Die Krebsliga Schweiz vereinigt als nationale Dachorganisation mit Sitz in Bern 19 kantonale und regionale Ligen. Sie wird vorwiegend durch Spenden finanziert und ist ZEWO-zertifiziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Krebsliga Schweiz 1910 unter dem Namen «Schweizerische Vereinigung für Krebsbekämpfung». Nach mehreren Namenswechseln im Laufe der Jahrzehnte wurde 2001 die heutige offizielle Bezeichnung eingeführt.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1996 bezogene Haus der Krebsliga in Bern wurde grösstenteils von privaten Gönnern finanziert.[2]

Der Verein hat ausschliesslich Kollektivmitglieder. Dies sind die 19 kantonalen und regionalen Krebsligen, deren Vertretungen als oberstes Organ die Delegiertenversammlung bilden. Der Vorstand bildet das strategische Leitungsorgan des Vereins. Er besteht derzeit aus zwölf Mitgliedern. Für die operative Geschäftsführung zeichnet die fünfköpfige Geschäftsleitung verantwortlich. Sie setzt sich zusammen aus der Geschäftsführerin sowie den Leitenden der vier Fachbereiche (Vorsorge, Betreuung & Nachsorge, Forschung, Innovation & Entwicklung, Marketing, Kommunikation & Mittelbeschaffung, Finanzen, Personal & Dienstleistungen). Am Geschäftssitz der Krebsliga Schweiz in Bern sind rund 100 Mitarbeitende beschäftigt.

Die Krebsliga Schweiz arbeitet eng mit anderen Krebsorganisationen zusammen. Die Krebsliga Schweiz, die kantonalen und regionalen Krebsligen sowie die Partnerorganisation Krebsforschung Schweiz unterstützten im Jahr 2016 zahlreiche Forschungsprojekte gegen Krebs mit 25 Millionen Franken.[3] Die Krebsliga engagiert sich auch für die Erarbeitung und Umsetzung von Massnahmen zur Krebsbekämpfung in der Schweiz, namentlich die Nationale Strategie gegen Krebs,[4] ein langfristiges Programm verschiedener Organisationen und Behörden wie des Bundesamts für Gesundheit.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Markus Wieser: Zeitzeugen berichten. Die Krebsliga 1960–2009. Krebsliga Schweiz, Bern 2014.
  • Daniel Kauz: Vom Tabu zum Thema? 100 Jahre Krebsbekämpfung in der Schweiz 1910–2010. Hrsg.: Krebsliga Schweiz. Schwabe Verlag/EMH Schweizerischer Ärzteverlag, Basel 2010, ISBN 978-3-7965-2671-8.
  • Carl Wegelin: Geschichte der Schweizerischen Nationalliga für Krebsbekämpfung und Krebsforschung, 1910-1958. (= Oncologia. Nr. 12). Karger, Basel 1959.
  • Bruno Markus Balsiger: Fürsorge und Sozialarbeit in der Geschichte der Schweizerischen Krebsliga. Bern 1993 (Dissertation).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht 2016. Krebsliga Schweiz, S. 9, abgerufen am 4. April 2018 (PDF).
  2. Markus Wieser: Zeitzeugen berichten. Die Krebsliga 1960–2009. Krebsliga Schweiz, Bern 2014, S. 59.
  3. Das Potenzial alter Medikamente und neuer Untersuchungsmethoden. Medienmitteilung. In: Krebsliga Schweiz. 20. November 2017, abgerufen am 4. April 2018.
  4. Die Nationale Strategie gegen Krebs, NSK. In: Krebsliga Schweiz. Abgerufen am 4. April 2018.
  5. Nationale Strategie gegen Krebs 2014–2017. In: Bundesamt für Gesundheit. 12. Oktober 2017, abgerufen am 4. April 2018.