Kredenzen

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Dieser Artikel behandelt die Tätigkeit des Kredenzens. Zu den als Kredenz bezeichneten Möbelstücken siehe die Artikel Kredenz und Anrichte.

Kredenzen nennt man das Ausschenken, Darbieten von Getränken aus einer Karaffe.

Speisen und Getränke, die für den König oder Fürsten bestimmt waren, mussten zunächst vorgekostet werden. Vorkoster war ursprünglich der Truchsess, auch Seneschall genannt, der als Vorsteher der Hofhaltung („der übers Gefolge Gesetzte“) auch für die Küche verantwortlich war. Wenn sie nach der Probe dann dem Herrscher vorgesetzt wurden, konnte dieser nun glauben – lateinisch „credere“ –, dass die Speisen und Getränke nicht vergiftet waren, welche man dem Fürsten anschließend „kredenzte“.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Heller: Das Fremdwort in der deutschen Sprache der Gegenwart. University of California, Leipzig 1966.