Kreis Bolkenhain

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Kreis Bolkenhain 1905

Der Kreis Bolkenhain war von 1816 bis 1932 ein preußischer Landkreis in Schlesien. 1910 umfasste er die beiden Städte Bolkenhain und Hohenfriedeberg sowie 89 weitere Gemeinden und Gutsbezirke.[1]

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Wilhelmsburg und Ruine Nimmersath um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Mit den preußischen Verwaltungsreformen nach dem Wiener Kongress trat mit der Neugliederung der Regierungsbezirke zum 1. Mai 1816 der Kreis Bolkenhayn in der preußischen Provinz Schlesien vom Regierungsbezirk Breslau zum neuen Regierungsbezirk Reichenbach über. Das Landratsamt war in Bolkenhayn. Nach Auflösung des Regierungsbezirks Reichenbach wurde der Kreis Bolkenhayn am 1. Mai 1820 dem Regierungsbezirk Breslau zugeteilt. In der Folgezeit setzte sich die Schreibweise Bolkenhain durch.

Norddeutscher Bund/Deutsches Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich. Zum 8. November 1919 wurde die Provinz Schlesien aufgelöst. Aus den Regierungsbezirken Breslau und Liegnitz wurde die neue Provinz Niederschlesien gebildet. Zum 30. September 1929 fand im Kreis Bolkenhain entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.

Zum 1. Oktober 1932 wurde der Kreis Bolkenhain mit dem alten Kreis Landeshut zum neuen Kreis Landeshut zusammengeschlossen.

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1818–1824: Freiherr von Richthofen
1824–1856: Freiherr von Seherr-Thoß
1856–1866: Julius Graf von Bülow
1866–1874: Timotheus Graf von Schweinitz und Crain
1874–1901: Johann von Loesch
1901–1919: Georg von Loesch
1919–1920: Christel Bothe
1920–1931: Alfred Kieckebusch (* 1877)
1931–1932: Theodor Parisius (1896–1985)

Kommunalverfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Bolkenhain gliederte sich in Stadtgemeinden, Landgemeinden und selbstständige Gutsbezirke.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kreis Bolkenhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeverzeichnis 1910 mit Einwohnerzahlen