Kreis Wernigerode

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Basisdaten[1]
Bezirk der DDR Magdeburg
Kreisstadt Wernigerode
Fläche 772 km² (1989)
Einwohner 103.072 (1989)
Bevölkerungsdichte 134 Einwohner/km² (1989)
Kfz-Kennzeichen H und M (1953–1990)
HX und MX (1974–1990)
WR (1991–1994)
DDR-Bezirk-Magdeburg-Kreis-Wernigerode.png
Der Kreis Wernigerode im Bezirk Magdeburg

Der Kreis Wernigerode war der südlichste Kreis des DDR-Bezirks Magdeburg. Ab 1990 bestand er als Landkreis Wernigerode im Land Sachsen-Anhalt fort. Sein Gebiet gehört heute zum Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Wernigerode.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Wernigerode grenzte im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die (Land-)Kreise Halberstadt, Quedlinburg, Nordhausen und Goslar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kreisreform am 1. Juli 1950 wurde der Kreis Wernigerode aus dem zur DDR gehörenden Teil des Landkreises Blankenburg (ohne die Gemeinden Allrode und Timmenrode) und etlichen Gemeinden des Landkreises Wernigerode gebildet.[2]

Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Wernigerode umbenannt.[3] Anlässlich der Deutschen Wiedervereinigung wurde der Landkreis dem Land Sachsen-Anhalt zugesprochen. Am 1. Juli 2007 ging er im neuen Landkreis Harz auf.[4]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Kreis Wernigerode gehörten 1957 die folgenden Städte und Gemeinden an:[5]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren HX und MX begannen, zugewiesen.[6] Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war HX 00-01 bis HX 30-00.[7]

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen WR.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Jahrbücher der Deutschen Demokratischen Republik. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 6. Oktober 2009.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990
  4. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  5. Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaues und der Arbeitsweise der staatlichen Organe im Lande Sachsen-Anhalt vom 25. Juli 1952
  6. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 302.
  7. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 534.