Kreisreformen in der DDR

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Artikel Kreisreformen in der DDR erfasst die Durchführung von Gebietsreformen auf Kreisebene, also der kreisfreien Städte und Landkreise (Stadtkreise und Kreise) in der DDR.[1] Die nach der Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik Deutschland erfolgten Änderungen der Kreisstrukturen befinden sich im Artikel Kreisreformen in Deutschland nach 1990.

Kreisreformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In allen fünf Ländern wurden im April 1950 Gesetze zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen erlassen, deren Ausführung zum 1. Juli 1950 wirksam wurde. In Verbindung mit der Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen trat zum 1. Juli 1950 auch ein Gesetz über Änderung von Grenzen der Länder vom 13. Juli 1950 rückwirkend in Kraft.

Mit Wirkung vom 25. Juli 1952 wurden die Länder aufgelöst. An ihre Stelle traten Bezirke. Zu diesem Zeitpunkt trat eine große Kreisreform in Kraft.

Am 4. Dezember 1952 gab es kleine Korrekturmaßnahmen zu dieser großen Reform. Die Anzahl der Kreise blieb unverändert.

In den Folgejahren kam es immer wieder mal durch kleine Gebietsreformen zu Neubildungen und Auflösungen von Stadtkreisen und zu Änderungen in der Anzahl der Kreise.

Bei den Kreisen betrafen diese Änderungen

Bei den Stadtkreisen betrafen diese Änderungen

Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der „Ordnung über den Aufbau und die Arbeitsweise der staatlichen Organe der Kreise“ vom 24. Juli 1952 wurden die nunmehr zu den Bezirken gehörenden Landkreise als Kreise geführt. Die Kreisordnungen der aufgelösten Länder wurden zum 25. Januar 1957 außer Kraft gesetzt durch § 49 des Gesetzes über die örtlichen Organe der Staatsmacht vom 18. Januar 1957.

In dessen § 2 werden für den „Stadtkreis“ die „Stadtverordnetenversammlung“ und für den „Landkreis“ der „Kreistag“ als „örtlichen Volksvertretungen“ bezeichnet. Die gleichen Bezeichnungen werden auch in § 1 des „Gesetzes über die örtlichen Volksvertretungen und ihrer Organe in der Deutschen Demokratischen Republik“ vom 12. Juli 1973 verwendet. Erst im Gesetz über die örtlichen Volksvertretungen in der Deutschen Demokratischen Republik vom 4. Juli 1985 ist von Landkreisen keine Rede mehr – von „Kreisen“ in der alleinigen Bedeutung Landkreis dagegen z.B. in § 39. Knapp fünf Jahre später kehrt das „Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung)“ vom 17. Mai 1990[2] wieder zur Bezeichnung „Landkreis“ zurück. Nicht kreisangehörige Gemeinden werden nun erstmals nicht mehr als „Stadtkreise“, sondern allein als „kreisfreie Städte“ bezeichnet.

Berlin (Hauptstadt der DDR)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Status des Ostteils der Stadt → Ost-Berlin

  • 1961, 1. Januar:
Vergrößerung

Brandenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik existierten im Land die folgenden Stadt- und Landkreise:

Stadtkreise: Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde, Forst (Lausitz), Frankfurt (Oder), Guben, Potsdam, Rathenow und Wittenberge
Landkreise: Angermünde, Beeskow-Storkow, Calau, Cottbus, Guben, Lebus, Lübben, Luckau, Luckenwalde, Niederbarnim, Oberbarnim, Osthavelland, Ostprignitz, Prenzlau, Ruppin, Spremberg, Teltow, Templin, Westhavelland, Westprignitz und Zauch-Belzig

Am 25. Juli 1952 wurde es in die Bezirke Cottbus (Hauptteil), Frankfurt und Potsdam aufgelöst. Am 3. Oktober 1990 wurde es aus den Bezirken Cottbus, Frankfurt und Potsdam wiedererrichtet. Dabei wurden die Kreise Hoyerswerda und Weißwasser an Sachsen und Jessen an Sachsen-Anhalt abgetreten. Der Kreis Perleberg wurde aus dem Bezirk Schwerin und die Kreise Prenzlau und Templin wurden aus dem Bezirk Neubrandenburg nach Brandenburg umgegliedert.

  • 1950, 1. Juli:
Auflösung
Eingliederung
Neubildung
Vergrößerung
  • 1950, 1. August:
Vergrößerung
  • 1950, 15. Oktober:
Vergrößerung
  • 1951, 1. August:
Vergrößerung
  • 1952, 25. Juli:
Auflösung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
7. Oktober 1949 9 21
1. Juli 1950 2 21

Mecklenburg(-Vorpommern)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik existierten im Land (ohne den Zusatz Vorpommern) die folgenden Stadt- und Landkreise:

Stadtkreise: Greifswald, Güstrow, Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar
Landkreise: Anklam, Demmin, Greifswald, Grimmen, Güstrow, Hagenow, Ludwigslust, Malchin, Neubrandenburg, Neustrelitz, Parchim, Randow, Rostock, Rügen, Schönberg, Schwerin, Stralsund, Ueckermünde, Usedom, Waren und Wismar

Am 25. Juli 1952 wurde es in die Bezirke Neubrandenburg (Hauptteil), Rostock und Schwerin (Hauptteil) aufgelöst. Am 3. Oktober 1990 wurde es aus den Bezirken Neubrandenburg, Rostock und Schwerin unter dem Namen Mecklenburg-Vorpommern wiedererrichtet. Dabei wurden die Kreise Perleberg, Prenzlau und Templin an das Land Brandenburg abgetreten.

  • 1950, 1. Juli:
Auflösung
Eingliederung
Gebietsaustausch
Neubildung
Umbenennung
Vergrößerung
  • 1951, 1. Oktober:
Vergrößerung
  • 1952, 25. Juli:
Auflösung
Eingliederung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
7. Oktober 1949 6 21
1. Juli 1950 4 20

Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik existierten im Land die folgenden Stadt- und Landkreise:

Stadtkreise: Chemnitz, Dresden, Görlitz, Leipzig, Plauen und Zwickau
Landkreise: Annaberg, Aue, Auerbach, Bautzen, Borna, Chemnitz, Dippoldiswalde, Döbeln, Dresden, Flöha, Freiberg, Glauchau, Grimma, Großenhain, Hoyerswerda, Kamenz, Leipzig, Löbau, Marienberg, Meißen, Niesky, Oelsnitz, Oschatz, Pirna, Plauen, Rochlitz, Stollberg, Zittau und Zwickau

Am 25. Juli 1952 wurde es in die Bezirke Chemnitz (vom 10. Mai 1953 bis zum 31. Dezember 1989 Bezirk Karl-Marx-Stadt), Dresden und Leipzig (Hauptteil) aufgelöst. Am 3. Oktober 1990 wurde es als Freistaat Sachsen aus den Bezirken Chemnitz, Dresden und Leipzig wiedererrichtet. Dabei wurden die Kreise Altenburg und Schmölln an das Land Thüringen abgetreten. Die Kreise Hoyerswerda und Weißwasser wurden aus dem Bezirk Cottbus nach Sachsen umgegliedert.

  • 1950, 1. Juli:
Auflösung
Gebietsaustausch
Vergrößerung
  • 1951, 1. Oktober:
Vergrößerung
  • 1951, 17. Dezember:
Ausgliederung
Neubildung
  • 1952, 25. Juli:
Auflösung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
7. Oktober 1949 6 29
1. Juli 1950 6 28
17. Dezember 1951 8 29

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik existierten im Land die folgenden Stadt- und Landkreise:

Stadtkreise: Aschersleben, Bernburg, Burg, Dessau, Eisleben, Halberstadt, Halle (Saale), Köthen, Magdeburg, Merseburg, Naumburg, Quedlinburg, Salzwedel, Schönebeck, Stendal, Weißenfels, Wittenberg, Zeitz und Zerbst
Landkreise: Ballenstedt, Bernburg, Bitterfeld, Blankenburg, Calbe (Saale), Delitzsch, Dessau-Köthen, Eckartsberga, Gardelegen, Haldensleben, Jerichow I, Jerichow II, Liebenwerda, Mansfelder Gebirgskreis, Mansfelder Seekreis, Merseburg, Oschersleben, Osterburg, Quedlinburg, Querfurt, Saalkreis, Salzwedel, Sangerhausen, Schweinitz, Stendal, Torgau, Wanzleben, Weißenfels, Wernigerode, Wittenberg, Wolmirstedt, Zeitz und Zerbst

Am 25. Juli 1952 wurde es in die Bezirke Halle (Hauptteil), Magdeburg und Cottbus (teilweise) aufgelöst. Am 3. Oktober 1990 wurde es aus den Bezirken Halle und Magdeburg wiedererrichtet. Dabei wurde der Kreis Artern an Thüringen abgetreten. Der Kreis Jessen wurde aus dem Bezirk Cottbus nach Sachsen-Anhalt umgegliedert.

  • 1950, 1. Juli:
Auflösung
Eingliederung
Neubildung
Umbenennung
Vergrößerung
  • 1952, 25. Juli:
Auflösung
Eingliederung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
7. Oktober 1949 19 33
1. Juli 1950 4 30

Thüringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik existierten im Land die folgenden Stadt- und Landkreise:

Stadtkreise: Altenburg, Apolda, Arnstadt, Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha, Greiz, Jena, Mühlhausen/Thüringen, Nordhausen und Weimar
Landkreise: Altenburg, Arnstadt, Eisenach, Gera, Gotha, Greiz, Hildburghausen, Langensalza, Meiningen, Mühlhausen, Nordhausen, Rudolstadt, Saalfeld, Schleiz, Schmalkalden, Sondershausen, Sonneberg, Stadtroda, Suhl, Weimar, Weißensee und Worbis

Am 25. Juli 1952 wurde es in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl aufgelöst sowie teilweise in den Bezirk Leipzig. Am 3. Oktober 1990 wurde es als Freistaat Thüringen aus den Bezirken Erfurt, Gera und Suhl wiedererrichtet. Die Kreise Altenburg und Schmölln wurden aus dem Bezirk Leipzig und der Kreis Artern wurde aus dem Bezirk Halle nach Thüringen umgegliedert.

  • 1950, 1. Juli:
Auflösung
Eingliederung
Gebietsaustausch
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 1. Februar:
Vergrößerung
  • 1952, 25. Juli:
Auflösung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
7. Oktober 1949 12 22
1. Juli 1950 4 21

Bezirk Chemnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Chemnitz neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Sachsen, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte. Am 10. Mai 1953 wurde er in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt. Mit juristischer Wirkung vom 1. Januar 1990 wurde der Bezirk wieder in Bezirk Chemnitz umbenannt (Rückbenennung).

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Gebietsaustausch
Vergrößerung
  • 1953, 10. Mai:
Umbenennung
  • 1990, 1. Januar:
Umbenennung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 5 21
20. Juni 1957 4 21
23. November 1958 3 21

Die Tabelle bezieht sich auch auf den Bezirk Karl-Marx-Stadt.

Bezirk Cottbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Cottbus neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zu den Ländern Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt, die seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörten.

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1954, 1. März:
Ausgliederung
  • 1954, 1. Juli:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1966, 15. Dezember:
Vergrößerung
  • des Kreises Lübben um die Gemeinde Zaue des Kreises Beeskow, Bezirk Frankfurt (Zusammenschluss mit der Gemeinde Ressen (Kreis Lübben) zur Gemeinde Ressen-Zaue)
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 14
1. März 1954 1 14

Bezirk Dresden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Dresden neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Sachsen, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte.

  • 1952, 25. Juli:
Gebietsaustausch
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1960, 1. Januar:
Gebietsaustausch
  • 1969, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1979, 1. Januar:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 2 15

Bezirk Erfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Erfurt neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Thüringen, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte.

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Gebietsaustausch
Vergrößerung
  • 1956, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 2 13

Bezirk Frankfurt (Oder)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Frankfurt neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Brandenburg, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte.

  • 1952, 25. Juli:
Ausgliederung
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1953, 1. Februar:
Ausgliederung
  • 1956, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1961, 17. September:
Ausgliederung
  • 1961, 13. November:
Umbenennung
  • 1973, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1974, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1974, 1. März:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 1 9
1. Februar 1953 2 9
17. September 1961 3 9

Bezirk Gera[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Gera neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Thüringen, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte.

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952. 4. Dezember:
Gebietsaustausch
Vergrößerung
  • 1956, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1958, 1. Juli:
Vergrößerung
  • 1968, 1. Juni:
Vergrößerung
  • 1969, 1. April:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 2 11

Bezirk Halle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Halle neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zu den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen, die seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörten.

  • 1952, 25. Juli:
Gebietsaustausch
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1956, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1967, 12. Mai:
Neubildung
  • 1979, 1. April:
Vergrößerung
  • 1990, 6. Mai:
Eingliederung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 2 20
12. Mai 1967 3 20
6. Mai 1990 2 20

Bezirk Karl-Marx-Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk entstand am 10. Mai 1953 durch Umbenennung des Bezirks Chemnitz. Mit juristischer Wirkung vom 1. Januar 1990 wurde der Bezirk wieder in Bezirk Chemnitz umbenannt (Rückbenennung).

  • 1953, 10. Mai:
Umbenennung
  • 1956, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 20. Juni:
Vergrößerung
  • 1958, 23. November:
Vergrößerung
  • 1967, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1968, 1. September:
Vergrößerung
  • 1990, 1. Januar:
Umbenennung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 5 21
20. Juni 1957 4 21
23. November 1958 3 21

Die Tabelle bezieht sich auch auf den Bezirk Chemnitz.

Bezirk Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Leipzig neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zu den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörten.

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1953, 1. April:
Gebietsaustausch
Vergrößerung
  • 1953, 1. Mai:
Vergrößerung
  • 1954, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1973, 1. April:
Vergrößerung
  • 1974, 1. Januar:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 1 12

Bezirk Magdeburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Magdeburg neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Sachsen-Anhalt, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte.

  • 1952, 25. Juli:
Gebietsaustausch
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 20. Juni:
Auflösung des Kreises Loburg und Aufteilung auf die Kreise Brandenburg-Land, Bezirk Potsdam, Burg (Hauptteil) und Zerbst
Vergrößerung
  • 1965, 2. Juli:
Eingliederung
  • 1974, 17. April:
Vergrößerung
  • 1979, 1. April:
Vergrößerung
  • 1988, 1. Januar:
Auflösung
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 1 21
20. Juni 1957 1 20
2. Juli 1965 1 19
1. Januar 1988 1 17

Bezirk Neubrandenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Neubrandenburg neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zu den Ländern Mecklenburg und Brandenburg, die seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörten.

  • 1952, 25. Juli:
Gebietsaustausch
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Gebietsaustausch
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1962, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1969, 1. Januar:
Ausgliederung
  • 1973, 1. Juli:
Vergrößerung
  • 1974, 1. Januar:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 14
1. Januar 1969 1 14

Bezirk Potsdam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Potsdam neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Brandenburg, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte.

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Gebietsaustausch
Vergrößerung
  • 1954, 1. Oktober:
Vergrößerung
  • 1956, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1957, 20. Juni:
Vergrößerung
  • 1958, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1961, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1962, 29. März:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 2 15

Bezirk Rostock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Rostock neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Mecklenburg, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte.

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1956, 1. Januar:
Eingliederung
Neubildung
Vergrößerung
  • 1958, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1960, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1968, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1974, 1. Januar:
Ausgliederung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 3 11
1. Januar 1956 3 10
1. Januar 1968 4 10

Bezirk Schwerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Schwerin neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zu den Ländern Mecklenburg und Brandenburg, die seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörten.

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
Vergrößerung
Verkleinerung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1960, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1961, 1. Juli:
Vergrößerung
  • 1970, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1973, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1974, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1974, 25. April:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 1 10

Bezirk Suhl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde der Bezirk Suhl neu gebildet. Vorher gehörten seine Stadt- und Landkreise zum Land Thüringen, das seit dem 7. Oktober 1949 der DDR angehörte.

  • 1952, 25. Juli:
Neubildung
Vergrößerung
  • 1952, 4. Dezember:
Vergrößerung
  • 1957, 1. Januar:
Vergrößerung
  • 1967, 12. Mai:
Ausgliederung
  • 1976, März:
Vergrößerung
  • 1979, 1. April:
Vergrößerung
Anzahl der Stadt- und Landkreise
Datum Stadtkreise
Anzahl
Landkreise
Anzahl
25. Juli 1952 8
12. Mai 1967 1 8

Anzahl der Stadtkreise und Kreise ab 1952[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Bezirk(e) Stadtkreise
Veränderung
Kreise
Veränderung
Stadtkreise
Anzahl
Kreise
Anzahl
1. Juli 1952 Bildung der Bezirke mit der neuen Kreiseinteilung 23 194
1. Februar 1953 Frankfurt (Oder) + 1 0 24 194
1. März 1954 Cottbus + 1 0 25 194
1. Januar 1956 Rostock 0 − 1 25 193
20. Juni 1957 Magdeburg und Karl-Marx-Stadt − 1 − 1 24 192
23. November 1958 Karl-Marx-Stadt − 1 0 23 192
17. September 1961 Frankfurt (Oder) + 1 0 24 192
2. Juli 1965 Magdeburg 0 − 1 24 191
12. Mai 1967 Halle und Suhl + 2 0 26 191
1. Januar 1969 Neubrandenburg + 1 0 27 191
1. Januar 1974 Rostock + 1 0 28 191
1. Januar 1988 Magdeburg 0 − 2 28 189
6. Mai 1990 Halle − 1 0 27 189

Gesetzliche Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gebietsveränderungen vom 1. Januar 1957 durch Beschluss des Ministerrates der DDR vom 14. und 21. Dezember 1956, siehe DDR-GBl. 1957, 11
  • Gebietsveränderungen vom 20. Juni 1957 durch Beschluss des Ministerrates der DDR vom 19. Juni 1957, siehe DDR-GBl. 1957, 345

Anhang – Gebietsänderungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es durch die Gebietsabtretungen an Polen sowie die Einteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen zu ersten Veränderungen der Kreisstruktur auf dem Gebiet der späteren DDR. Auch in den nachfolgenden Jahren kam es zu – meist – kleineren Veränderungen. Alle Änderungen zwischen dem Kriegsende 1945 und der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 sind hier gelistet.

  • 1945:
Auflösung
Neubildung
Umgliederung
Umbenennung
Vergrößerung
  • 1945, 1. Juli:
Umgliederung
Vergrößerung
  • 1945, 5. Juli:
Umgliederung von Gemeinden des Landkreises Randow nach Polen
  • 1945, 9. Juli:
Umgliederung
  • 1945, 8. August:
Eingliederung
Neubildung
  • 1945, 1. September:
Vergrößerung
  • 1945, 17. September:
Gebietsaustausch
  • 1945, Oktober:
Umbenennung
  • 1945, 1. Oktober:
Auflösung
Vergrößerung
  • 1945, 19. Oktober:
Umbenennung
  • 1945, 28. November:
Gebietsaustausch
Vergrößerung
  • 1946:
Vergrößerung
  • 1946, 1. Januar:
Ausgliederung
  • 1946, 30. Januar:
Umbenennung
  • 1946, 12. März:
Umbenennung
  • 1946, 15. März:
Auflösung
Vergrößerung
  • 1946, 1. April:
Auflösung
Vergrößerung
  • 1946, 10. Juni:
Vergrößerung
  • 1946, 1. Juli:
Vergrößerung
  • 1946, 1. August:
Vergrößerung
  • 1946, 30. September:
Vergrößerung
Umbenennung
  • 1947, 16. Januar:
Auflösung
Neubildung
  • 1948, 12. Januar:
Umbenennung
  • 1948, 1. Oktober:
Vergrößerung
  • 1948, 1. Dezember:
Vergrößerung
  • 1949, 1. Januar:
Vergrößerung

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  2. Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990
  3. Laut DDR-GBl. 1957, 11 bereits am 1. Januar 1957 Wechsel der Gemeinde Metzdorf zum Kreis Bad Freienwalde