Kremayr & Scheriau

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Verlag Kremayr & Scheriau GmbH & Co. KG

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Rechtsform KG
Gründung 1951
Sitz Wien
Leitung Martin Scheriau
Branche Sachbücher, Literatur
Website www.kremayr-scheriau.at

Der Verlag Kremayr & Scheriau ist ein österreichischer Buchverlag mit Sitz in Wien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Scheriau, 2014

Der Verlag Kremayr & Scheriau wurde im Jahr 1951 von Rudolf Kremayr und Wilhelm Scheriau gegründet. In den Anfangsjahren war er der wichtigste lizenzgebende Verlag für die damals noch junge Buchgemeinschaft Donauland. Kremayr & Scheriau entwickelte sich zu einem der führenden Verlage in Österreich. 1966 beteiligte sich Bertelsmann an der Buchgemeinschaft Donauland und in der Folge auch am Verlag Kremayr & Scheriau.

Einige der größten Erfolge in dieser Zeit waren: Die „So sah ich …“-Bücher von Hugo Portisch und sein „opus magnum“ „Österreich I“ und „Österreich II“, die Memoiren von Bruno Kreisky, das „Österreichische Jahrhundert“ von Hellmut Andics oder die Bestseller von Hans Bankl, u. a. „Der Pathologe weiß alles, aber zu spät …“. Das sechsbändige „Historische Lexikon Wien“ von Felix Czeike gilt bis heute als Standardnachschlagewerk über Wien.

1991 wurde der Orac-Sachbuchverlag übernommen. Gegründet 1975 von Norbert Orac, verlegte Orac in den Anfängen hauptsächlich Bücher zum Thema Sport – Heinz Prüllers Grand-Prix-Storys, die Biografien von Jochen Rindt und Niki Lauda. Bald wurden aber kritische Sachbücher und Bücher zu den Schwerpunkten Gesundheit und Ratgeber in das Programm aufgenommen. Mit den Gesundheitsbestsellern von Ulf Böhmig oder Psychologieratgebern wie „Märchen, die den Kindern helfen“ von Gerlinde Ortner bekam Kremayr & Scheriau durch den Kauf von Orac ein starkes zweites Standbein dazu.

Leo Mazakarini, vormaliger Programmleiter von Orac, verantwortete in der Folge beide Programme, bis er im Jahr 2000 in den Ruhestand ging. Der größte Bestseller dieser Ära war das Kochbuch von Ewald Plachutta und Christoph Wagner „Die gute Küche“, von dem bis heute über 400.000 Exemplare verkauft wurden. Im politischen Bereich stand Hans Henning Scharsachs „Haiders Kampf“ wochenlang an der Spitze der österreichischen Bestsellerlisten. 2002 übernahm Martin Scheriau, der Sohn des Verlagsmitgründers, die Anteile von Bertelsmann und ist seither Alleineigentümer. Leo Mazakarini kam als Verleger zurück und gestaltete bis 2006 das Programm der beiden Verlage. Von 2006 bis 2016 war Barbara Köszegi Programmleiterin, sie führte die Programmschwerpunkte – Politik, Kultur und Zeitgeschehen bei K & S, Gesundheit, Psychologie und Kochbücher bei Orac – konsequent fort.

Ihr folgte 2017 Stefanie Jaksch, die mit September 2020 die Verlagsleitung übernommen hat.

Autoren (Auswahl, alphabetisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]