Krestzy (Nowgorod)

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Siedlung städtischen Typs
Krestzy
Крестцы
Wappen
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Nowgorod
Rajon Krestezki
Oberhaupt Olga Christoforowa
Erste Erwähnung 1393
Siedlung städtischen Typs seit 1938
Bevölkerung 8717 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 70 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 81659
Postleitzahl 175461
Kfz-Kennzeichen 53
OKATO 49 214 551
Geographische Lage
Koordinaten 58° 15′ N, 32° 31′ OKoordinaten: 58° 15′ 0″ N, 32° 31′ 15″ O
Krestzy (Nowgorod) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Krestzy (Nowgorod) (Oblast Nowgorod)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Nowgorod

Krestzy (russisch Кре́стцы) ist eine Siedlung städtischen Typs und ehemalige Stadt in der Oblast Nowgorod in Russland mit 8717 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 80 km Luftlinie südöstlich des Oblastverwaltungszentrums Weliki Nowgorod. Er befindet sich am linken Msta-Nebenfluss Cholowa.

Krestzy ist Verwaltungszentrum des Rajons Krestezki sowie Sitz der Stadtgemeinde Krestezkoje gorodskoje posselenije, zu der außerdem die im Umkreis von bis zu 10 km gelegenen Dörfer Berjoska, Chartschewnja, Dolgi Bor, Dolgi Most, Jamskaja Sloboda (unmittelbar nordöstlich anschließend), Mokry Ostrow, Pristan, Staraja Bolotniza und Stukowja gehören.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1393 erstmals in einer Nowgoroder Chronik erwähnt. Am 24. Augustjul./ 4. September 1776greg. wurde er als Verwaltungssitz eines Ujesds der Statthalterschaft, später des Gouvernements Nowgorod zur Stadt erhoben. Von 12. Dezemberjul./ 23. Dezember 1796greg. bis 24. Apriljul./ 6. Mai 1802greg. war der Ujesd vorübergehend aufgelöst.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt nur relativ langsam, und am 2. Mai 1922 wurde der Ujesd wieder aufgelöst und sein Gebiet dem Ujesd Waldai angegliedert. 1926 verlor Krestzy die Stadtrechte und galt als Dorf (selo), bis es am 9. November 1938 den Status einer Siedlung städtischen Typs erhielt. Schon ab 1927 war der Ort aber wieder Verwaltungssitz eines neu geschaffenen, nach ihm benannten Rajons.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 2.596
1939 5.246
1959 8.502
1970 9.749
1979 10.190
1989 10.464
2002 9.963
2010 8.717

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich wird Krestzy von der föderalen Fernstraße M10 Rossija Moskau – Sankt Petersburg umgangen. In zunächst nordöstlicher Richtung zweigt dort die Regionalstraße 49K-06 über Okulowka nach Borowitschi ab.

In der Siedlung befand sich der Endbahnhof einer 57 km langen Nebenstrecke von Waldai an der Verbindung Bologoje – Pskow. Sie wurde zwischen 1917 und 1926 als Zweigstrecke der im Ersten Weltkrieg projektierten, aber nie durchgängig gebauten Bahnstrecke Sankt Petersburg – Nowgorod – Smolensk – Orjol in Betrieb genommen und 2011 stillgelegt, nachdem sie zuvor schon längere Zeit nur noch für sporadischen Güterverkehr genutzt worden war.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krestzy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)