Kreuzebra

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kreuzebra
Kreuzebra
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kreuzebra hervorgehoben
Koordinaten: 51° 21′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Dingelstädt
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 13,01 km2
Einwohner: 733 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37351
Vorwahl: 036075
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 061
Adresse der Verbandsverwaltung: Geschwister-Scholl-Str. 26/28
37351 Dingelstädt
Webpräsenz: www.dingelstaedt.eu
Bürgermeister: Ulrich Kühn
Lage der Gemeinde Kreuzebra im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode/Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Silberhausen Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
Über dieses Bild

Kreuzebra ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Dingelstädt im thüringischen Landkreis Eichsfeld.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsansicht auf Kreuzebra von Norden

Die Landesstraße 1005 verbindet Kreuzebra mit Heilbad Heiligenstadt und der Stadt Dingelstädt in Eichsfeld. Die Ortslage befindet sich in kupierter Hochlage am Übergang vom Dün im Norden zum Oberen Eichsfeld im Südwesten. Höchster Punkt in der Gemarkung ist der Hockelrain (514,4 m) im Nordosten, weitere Berge sind die Kreuzebraer Höhe (484,4 m) im Osten, der Angerberg (479,1 m) im Süden und der Höhenberg (485,2 m) im Nordwesten. Das Quellgebiet der Geislede, einem linken Nebenfluss der Leine, befindet sich in Kreuzebra am Rande eines Talkessels.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuzebra wurde im beginnenden 9. Jahrhundert als Eborahe im Codex Eberhardi des Klosters Fulda als eines der Klostergüter genannt.[2] Im Jahre 1374 wurde die Pfarrei erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort Kreuzebra gehörte bis zur Säkularisation zu Kurmainz, von 1802 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen.

Nach zweitägiger Verteidigung durch die Wehrmacht, Artilleriebeschuss und Jagdbomber-Angriffen wurde Kreuzebra am 9. April 1945 durch US-Truppen besetzt. Die Kirche war durch den Beschuss schwer beschädigt worden, wie auch zahlreiche Wohnhäuser.[3]

Anfang Juli 1945 kam der Ort zur Sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Kreuzebra von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum Bundesland Thüringen.

Der Angerberg war bis 1990 Standort der Funktechnischen Truppen der NVA der DDR.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 775
  • 1995: 774
  • 1996: 776
  • 1997: 796
  • 1998: 779
  • 1999: 789
  • 2000: 809
  • 2001: 818
  • 2002: 810
  • 2003: 800
  • 2004: 810
  • 2005: 809
  • 2006: 819
  • 2007: 810
  • 2008: 802
  • 2009: 794
  • 2010: 787
  • 2011: 745
  • 2012: 750
  • 2013: 745
  • 2014: 741
  • 2015: 733
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 64,2 %
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
70,1 %
29,9 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
 35
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
+31,4 %p
-17,7 %p
-13,8 %p

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Kreuzebra setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[4]

Kommunalwahl 2014: [5]

  • CDU: 5 Sitze
  • FDP: 1 Sitz
  • Pro Kreuzebra: 2 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Ulrich Kühn (CDU) wurde am 6. Juni 2010 gewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau über einem mit sechsspeichigem rotem Rad belegten silbernen Dreiberg ein silbernes Hochkreuz.“ Eines der vielen Mainzer Räder.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helga Hartung, Anni Kerle, Ludwig Pfad, Helmut Rinke, Karl-Joseph Trümper: Kreuzebra. Ein Geschichts- und Heimatbuch. Hrsg.: Gemeinde Kreuzebra. Mecke, Duderstadt 2001, ISBN 3-932752-70-8, S. 352.
  • Johann Wolf: Die heiligen Märtyrer Sergius und Bacchus, Kirchen-Patronen zu Kreuzeber auf dem Eichsfelde, nebst historischen Nachrichten von der dasigen Kirche (Reprint). Hrsg.: Maik Pinkert im Auftrag des Bischöflichen Kommissariates Heiligenstadt. Heiligenstadt 2004, ISBN 3-935782-05-5.
  • Helmut Godehardt: Johann Wolfs Stiftung „zum Besten armer Hauskranker zu Kreuzeber“ vom 22. April 1825. In: Hussong/Müller: Johann Wolf - Historiker des Eichsfeldes, Duderstadt 2005, S. 191-194
  • Ulrich Hussong: Die Ersterwähnung von Dingelstädt, Kreuzebra und Diedorf im Jahre 817. In: Eichsfeld-Jahrbuch 18 (2010), S.13-26

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: «Kreuzebra» In: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer - Ein Handbuch. Erfurt 1996, ISBN 3-931426-09-2 S. 43
  3. Eduard Fritze: Die letzten Kriegstage im Eichsfeld. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002. ISBN 3-936030-06-5. S. 193
  4. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 5. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  5. http://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2014&zeigeErg=GEM&wknr=061&gemnr=61061
  6. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kreuzebra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien