Kreuznacher-Diakonie-Kantorei

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Kreuznacher-Diakonie-Kantorei
Sitz: Bad Kreuznach / Deutschland
Träger: Stiftung kreuznacher diakonie
Gründung: 1903
Gattung: Integrative Kantorei
Gründer: August Stern
Leitung: Helmut Kickton
Stimmen: 40 (SATB, Streicher und Bläser)
Website: Kantoreiarchiv im Internet Archive

Die Kreuznacher-Diakonie-Kantorei (Eigenschreibweise: kreuznacher-diakonie-kantorei) ist eine Integrative Kantorei und setzt sich heute aus rund 40 aktiven Musikern zusammen, im Wesentlichen Sänger, Streicher, Holzbläser und Blechbläser. Kantor ist seit 1987 der Kirchenmusiker Helmut Kickton.

Die Kirchenmusik wird an der Stiftung kreuznacher diakonie in Bad Kreuznach seit 1903 gepflegt. Die Kantorei pflegt Teilaspekte der historischen Aufführungspraxis: Als eine der ersten Kantoreien der Neuzeit singt sie wieder in der traditionellen Aufstellung des 17. und 18. Jahrhunderts mit dem Orchester hinter dem Chor. Die Vokalisten der Kantorei sind in drei Leistungsstufen eingeteilt. Die Solisten singen bei Aufführungen die Arien und Rezitative aus dem Chor heraus und gestalten auch Kantatenaufführungen in solistischer Besetzung. Konzerte der Kantorei sind stets eintrittsfrei, die Kollekten werden für wohltätige Zwecke verwendet. Ein besonderer Akzent der Kantorei liegt auf der Integration von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen.

Im Jahr 2003 wurde die Kantorei durch den Bundespräsidenten mit der Zelter-Plakette ausgezeichnet. Im Internet betreibt die Kantorei ein frei verfügbares Notenarchiv. Es umfasst mehr als 15000 Notendateien für Chor, Chor und Orchester, Orchester, Blechbläser, Blockflöten, Kammermusik und Orgel. Der Schwerpunkt des Archivs liegt auf für den praktischen Gebrauch eingerichteten Ausgaben von Werken des Barocks für Chor und Orchester, als Partitur, Einzelstimmen und ausgesetztem Generalbass.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kantorei wurde 1903 gegründet und sang zum ersten Mal am 18. Oktober 1903 bei der Einsegnung von 33 Diakonissen. Die Leitung hatte der pensionierte Lehrer August Stern. Nach dem Tod von August Stern übernahm der städtische Musikdirektor Gisbert Enzian bis 1919 den Chor. Weitere Chorleiter waren Pfr. Otto Lauxmann, Paula Stern, Dr. Bender und die Diakone Heinrich Goecke und Paul Feld. Elisabeth Romünter leitete als erste hauptamtliche Kantorin den Chor von 1954 bis 1987. 1968 wurde unter ihrer Leitung das Kammerorchester der kreuznacher diakonie unter dem Namen Mitarbeiter Musizieren (MM) gegründet. 1976 wurde der Chor mit dem Schwesternchor zum Diakoniechor fusioniert. Seit 1987 bestehen Chor, Orchester und Posaunenchor als integrative kreuznacher-diakonie-kantorei unter der Leitung von Helmut Kickton.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lebenswirklichkeiten - Gründer und Erbauer : 150. Geburtstag von Pfr. D. Hermann Hugo Reich. 100 Jahre Mutterhaus in Bad Kreuznach. 100 Jahre Kantorei Kreuznacher Diakonie; ISBN 3-935516-23-1
  • Positionspapiers zu gegenwärtigem Stand und zukünftigen Aufgaben der Kirchenmusik in der Evangelischen Kirche im Rheinland
  • Jin-Soo Chae: Organ; ISBN 89-88793-42-0

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]