Kreuzstetten

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Marktgemeinde
Kreuzstetten
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kreuzstetten
Kreuzstetten (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Hauptort: Niederkreuzstetten
Fläche: 24,33 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 16° 28′ OKoordinaten: 48° 28′ 0″ N, 16° 28′ 0″ O
Höhe: 224 m ü. A.
Einwohner: 1.572 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 65 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2124
Vorwahl: 02263
Gemeindekennziffer: 3 16 28
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Kirchenplatz 5
2124 Kreuzstetten
Website: www.kreuzstetten.at
Politik
Bürgermeister: Adolf Viktorik jun. (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
12
6
1
12 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Kreuzstetten im Bezirk Mistelbach
AltlichtenwarthAsparn an der ZayaBernhardsthalBockfließDrasenhofenFalkensteinFallbachGaubitschGaweinstalGnadendorfGroßengersdorfGroßebersdorfGroßharrasGroßkrutHausbrunnHerrnbaumgartenHochleithenKreuttalKreuzstettenLaa an der ThayaLadendorfMistelbachNeudorf im WeinviertelNiederleisOttenthalPillichsdorfPoysdorfRabensburgSchrattenbergStaatzStronsdorfUlrichskirchen-SchleinbachUnterstinkenbrunnWildendürnbachWilfersdorf (Niederösterreich)Wolkersdorf im WeinviertelNiederösterreichLage der Gemeinde Kreuzstetten im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Kreuzstetten ist eine Marktgemeinde mit 1572 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuzstetten liegt im Weinviertel am nördlichen Rand des Kreuttals. Durch das Gemeindegebiet fließt der Hautzendorfer Bach, welcher östlich von Unterolberndorf in den Rußbach mündet.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 24,33 Quadratkilometer. Davon sind 72 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 17 Prozent der Fläche sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Niederkreuzstetten, Oberkreuzstetten und Streifing. Die Ortsteile Niederkreuzstetten und Oberkreuzstetten sind als Angerdörfer angelegt, Niederkreuzstetten mit straßendorfartigen Erweiterungen. Der Ortsteil Streifing ist ein locker verbautes Haufendorf. Kreuzstetten ist eine der neun Mitgliedsgemeinden der Region um Wolkersdorf, einer Kleinregion rund um die Stadt Wolkersdorf im Weinviertel.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ladendorf
Großrußbach Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gaweinstal
Ulrichskirchen-Schleinbach Hochleithen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuzstetten war bereits in der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Latènezeit besiedelt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Niederkreuzstetten im Jahr 1125, als Markt im Jahr 1664.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Kreuzstetten zu einer Sommerfrische.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, am 17. April 1945, fanden in Niederkreuzstetten Kämpfe zwischen Truppen der Wehrmacht und der Roten Armee statt, wobei fünf Gebäude, darunter die Volksschule, durch Brand zerstört wurden. Dabei wurden auch sechs Zivilisten getötet und drei Brücken gesprengt. In Oberkreuzstetten kamen drei Zivilpersonen ums Leben.[3]

Seit 1965 besteht die Marktgemeinde Kreuzstetten, die aus den Katastralgemeinden Niederkreuzstetten, Oberkreuzstetten und Streifing gebildet wurde.[4]

Am 25. Jänner 2007 feierte die Pfarre St. Jakob in Niederkreuzstetten ihr 800-jähriges Bestehen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kellergasse Lüßweg
Niederkreuzstetten
Neubau-Kreuzstetten
Oberkreuzstetten
Streifing

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 47, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 51. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 661. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,36 Prozent.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bahn: Im Ortsteil Neubau gibt es einen Bahnhof der Laaer Ostbahn mit einem denkmalgeschützten Aufnahmsgebäude.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude der Volksschule in Kreuzstetten wurde 1969 eröffnet und von 2018 bis 2019 umgebaut.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder (ab 1975).

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1965 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 6 SPÖ [7]
  • Mit der wegen der Zusammenlegung mit Streifing vorverlegten Gemeinderatswahl 1969 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 7 SPÖ[8]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1975 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 7 SPÖ[7]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1980 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ[9].
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1985 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ[9].
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ[10].
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ, 2 Grüne und 1 FPÖ.[11]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 SPÖ, 1 Grüne und 1 FPÖ.[12]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP und 7 SPÖ.[13]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ.[14]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 SPÖ, 7 ÖVP, 3 Grüne und 2 FPÖ.[15]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ, 6 ÖVP und 1 Grüne.[16]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1966–1988 Franz Strobl (ÖVP)[8]
  • 1988–2007 Ernst Schiller (ÖVP)[17]
  • 2007–2015 Franz Strobl (ÖVP)
  • seit 2015 Adolf Viktorik (SPÖ)[18]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1957 folgendes Wappen verliehen:

Blasonierung: Von Rot und Blau geteilt, oben ein wachsendes silbernes Einhorn, unten belegt mit vier goldenen Lilien, drei zu eins gestellt.

Die Farben des Wappens entsprechen den Farben des Hauses Liechtenstein, die Besitzungen in Kreuzstetten hatten. Die Lilien weisen auf die Verbindung mit dem Stift Lilienfeld hin. Das Einhorn stammt aus dem Wappen des Heinrich von Liebenberg, der neben Wernhard Struno ein Mitbegründer der Pfarre war.[19]

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde von Kreuzstetten ist Monostorapáti im Komitat Veszprém.[20]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kreuzstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Kreuzstetten, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. Oktober 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  4. Gedächtnis des Landes – Orte. Abgerufen am 26. Juli 2021.
  5. Schloss Kreuzstetten. In: NÖ-Burgen online. Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg;
  6. Volksschule Kreuzstetten auf der Website der Marktgemeinde Kreuzstetten, abgerufen am 7. Oktober 2011.
  7. a b Franz Strobl: Heimat Kreuzstetten. Gemeinde Kreuzstetten, 1991, S. 488.
  8. a b Franz Strobl: Heimat Kreuzstetten. Gemeinde Kreuzstetten, 1991, S. 488.
  9. a b Franz Strobl: Heimat Kreuzstetten. Gemeinde Kreuzstetten, 1991, S. 489.
  10. Franz Strobl: Gemeinde Kreuzstetten. Gemeinde Kreuzstetten, 1991, S. 490.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Kreuzstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 15. März 2020.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Kreuzstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 15. März 2020.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Kreuzstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 15. März 2020.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Kreuzstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 15. März 2020.
  15. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Kreuzstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 15. März 2020.
  16. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Kreuzstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 15. März 2020.
  17. In Kreuzstetten folgt Franz Strobl (ÖVP) dem bisherigen Bürgermeister Ernst Schiller nach. ORF NÖ, 15. Februar 2007.
  18. Bürgermeister. Gemeinde Kreuzstetten, abgerufen am 19. Oktober 2021 (österreichisches Deutsch).
  19. Gemeindewappen. Gemeinde Kreuzstetten, abgerufen am 19. Oktober 2021 (österreichisches Deutsch).
  20. Unsere Gemeinde | Interessantes und Wissenswertes. Gemeinde Kreuzstetten, abgerufen am 19. Oktober 2021 (österreichisches Deutsch).