Kreuzung (Genetik)

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Als Kreuzung wird einerseits die geschlechtliche Fortpflanzung zwischen zwei verschiedenen Arten, Unterarten oder Sorten (bei Pflanzen) beziehungsweise Rassen (bei Tieren) bezeichnet,[1] andererseits auch deren Ergebnis.[2] Die Begriffe Kreuzung und kreuzen beziehen sich in der Regel auf kontrollierte Fortpflanzung im Rahmen der Zucht.[3]

Der Mensch bedient sich in der Zucht seit Jahrtausenden der Kreuzung, um neue Arten, Pflanzensorten oder Rassen von Nutztieren (also „Kreuzungen“) zu erzeugen. Den Abkömmling aus einer Kreuzung aus Inzuchtlinien nennt man (die) Hybride.

Erste Gesetzmäßigkeiten in der Erbfolge von Eigenschaften zeigte Gregor Mendel 1865 auf. Seine Kreuzungsversuche an Erbsen ermöglichten es ihm, die Vererbung von Merkmalen mit Hilfe mathematischer Regeln zu beschreiben. Diese mendelschen Erbregeln sind bis heute gültig. Sie sind als Basis der Genetik in die Geschichte eingegangen. Die Kreuzungsversuche wurden von Thomas Hunt Morgan mit Versuchen an der Taufliege Drosophila melanogaster erweitert. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse konnte er eine Genkarte aufbauen.

Heute sind von vielen Organismen wie etwa der Hefe Saccharomyces cerevisiae Genkarten erstellt worden, die oft in Kombination mit dem sequenzierten genetischen Material genauen Aufschluss über das Erbmaterial geben.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duden online: Kreuzung (siehe Bedeutung 2 a) und kreuzen (siehe Bedeutung 7)
  2. Duden online: Kreuzung (siehe Bedeutung 2 b)
  3. Duden online: Kreuzung (siehe „züchterisches Ergebnis“) und kreuzen (siehe Erläuterung „zum Zwecke der Züchtung“)

Weblinks[Bearbeiten]