Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges

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Italiener in britischer Kriegsgefangenschaft auf einem Marsch im heutigen Libyen (1941)

Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg gab es auf Seiten der alliierten Streitmächte und der Achsenmächte. Hiervon zu unterscheiden sind Internierungen.

Rechtsstatus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Kriegsgefangen“ stellt einen völkerrechtlichen Status dar, der Gefangene schützen soll. Der Personenkreis umfasst Kombattanten der feindlichen Streitkräfte, aber auch Ärzte, Sanitäter und Geistliche, soweit sie ihnen angehören. Geregelt und vertraglich vereinbart wurde dieser Schutz in der Haager Landkriegsordnung, den Haager Abkommen, dem Genfer Protokoll und den Genfer Konventionen.

In Europa unterschied sich die Situation auf dem östlichen Kriegsschauplatz von der auf dem westlichen dadurch, dass bei der Kriegführung die Einhaltung der Haager Landkriegsordnung und der beiden Genfer Konventionen über die Behandlung der Kriegsgefangenen und der Verwundeten vom Deutschen Reich und von der Sowjetunion nicht angestrebt wurde. Die „sowjetischen Vorschriften über die Behandlung der Kriegsgefangenen“ entsprachen allerdings in vielen Punkten dem Kriegsvölkerrecht, obwohl die Sowjetunion im Unterschied zum Deutschen Reich weder der Genfer Konvention über die Kriegsgefangenen noch der Haager Landkriegsordnung beigetreten war.[1]

Nach Art. 75 der Genfer Konvention von 1929 hatte "die Heimschaffung der Kriegsgefangenen binnen kürzester Frist nach Friedensschluss zu erfolgen".[2] Mit dem formaljuristischen Einwand, der Kriegszustand bestehe auch nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht fort, wurde über den 8. Mai 1945 hinaus eine große Anzahl deutscher Kriegsgefangener in alliiertem Gewahrsam festgehalten.[3] Zudem erlegte die Kontrollratsproklamation Nr. 2 vom 20. September 1945 den deutschen Behörden auf, alle von den Alliierten Vertretern vorgeschriebenen Maßnahmen für Rückerstattung, Wiedereinsetzung, Wiederherstellung, Reparation, Wiederaufbau, Unterstützung und Rehabilitierung durchführen. Dazu gehörte auch, Transportmittel, Anlagen, Ausrüstungen und Material aller Art, Arbeitskräfte, Personal und fachmännische und andere Dienste zum Gebrauch innerhalb und außerhalb Deutschlands zur Verfügung stellen.[4] Schon auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 hatten die Großmächte beschlossen, dass Kriegsgefangene nach einem Waffenstillstand zu Arbeitsleistungen verpflichtet werden könnten und dass Reparationen von Deutschland nicht nur in Form von Sachlieferungen, sondern auch durch den Einsatz deutscher Arbeitskräfte zu fordern wären.[5]

Auf der Moskauer Konferenz hatten die alliierten Außenminister im April 1947 beschlossen, alle deutschen Kriegsgefangenen bis Ende 1948 zu entlassen, was die Sowjetunion anschließend durch die Aburteilung zahlreicher Kriegsgefangener als angebliche Kriegsverbrecher zu langjährigen Haftstrafen unterlief,[6] so dass die letzten Gefangenen erst 1955 mit der Heimkehr der Zehntausend nach Deutschland zurückkehrten. Seit 1950 vertrat die Zentrale Rechtsschutzstelle die Interessen der weiterhin in alliiertem Gewahrsam befindlichen Deutschen.

Hilfe durch Dritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht am Krieg beteiligte Staaten und internationale Organisationen leisteten nach den Regeln des Kriegsvölkerrechts Hilfe, um das Schicksal der Kriegsgefangenen zu erleichtern. Zu den Hilfeleistungen gehörten:

Soldaten der Achsenmächte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gefangenenmeldung für deutsche Kriegsgefangene in Gefangenschaft der USA (Vorderseite der Postkarte)
Rückseite der Postkarte
Denkmal für Kriegsgefangene und Vermisste in Neustadt am Rübenberge

Kriegsgefangene der Achse im Gewahrsam der Westmächte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 3.630.000 Soldaten der Wehrmacht befanden sich in britischen Lagern in Großbritannien, Deutschland, Italien, Kanada, Malta, Madagaskar und anderen Ländern. Darunter waren auch 58.600 Österreicher.

Ungefähr 3.100.000 deutsche Kriegsgefangene befanden sich in amerikanischen Lagern, davon rund 371.000[7] in den USA. 135.000 wurden 1943 in Tunesien gefangengenommen, 10.000 in Italien und 182.000 1944 bei der Invasion der Normandie.[8] Jeder Kriegsgefangene erhielt sofort nach seiner Gefangennahme sowie bei jedem Adresswechsel eine Postkarte, auf der er seinen Angehörigen Angaben über seinen Gesundheitszustand machen sowie seine gegenwärtige Anschrift und Gefangenennummer mitteilen konnte (siehe Abbildungen). Die Gefangenen wurden auf zahlreiche Lager verteilt. „Fraternisation“ war nicht erwünscht; in den Südstaaten wurden die Soldaten in der Landwirtschaft eingesetzt, wo sie zum Teil mit Afroamerikanern konkurrierten, die häufig Arbeiten unter schlechten Arbeitsbedingungen, niedrigem Prestige und mit geringem Lohn leisteten. Viele Kriegsgefangene entwickelten zu den US-Bewachern ein „fast freundschaftliches“ Verhältnis;[9] die Farmer bedankten sich häufig mit kleinen Zuwendungen oder Einladungen zum Essen;[10] viele blieben nach der Repatriierung in brieflichem Kontakt zu den Farmern und erhielten auch Paketsendungen.[11] Die Verpflegung in den Lagern war anfangs besser als vorher in der Wehrmacht und auch besser als für die US-Zivilbevölkerung;[12] nach Kriegsende von Juli bis August 1945 wurden die Rationen drastisch reduziert, Zigaretten und Alkohol waren nicht erhältlich,[13] wurden dann aber wieder erhöht. Die Deutschen erhielten amerikanische Armeekleidung mit der Kennzeichnung „POW“ (prisoner of war); sie hatten aber auch das Recht, ihre Uniform, Rangabzeichen und Orden zu tragen.[14] Sie konnten Sportveranstaltungen organisieren, Theater- und Musikgruppen bilden.[15]

Viele waren mit Vorbehalten „gegen das angeblich kulturlose und oberflächliche Amerika“ gekommen[16] und machten nun auch andere Erfahrungen. Die US-Behörden begannen eine reeducation und ein kleiner Teil von Freiwilligen genoss spezielle Schulungen, um nach der Rückkehr als „Vorhut des neuen, demokratischen Deutschland“ am Aufbau des Landes teilnehmen zu können.[17] Nach Kriegsende wurden viele der Deutschen zu potentiellen Konkurrenten der demilitarisierten US-Veteranen auf dem Arbeitsmarkt und wurden darum schnell repatriiert.[18] Die USA begannen ab Mitte Mai 1945 mit der Entlassung von Kriegsgefangenen, überstellten jedoch wegen des Arbeitskräftebedarfs auch 740.000 Gefangene an Frankreich, 123.000 an Großbritannien, 14.000 an die Niederlande, 30.000 an Belgien und 5.000 an Luxemburg. Zur Wiedergutmachung wurden Gefangene auch an Polen und die Tschechoslowakei übergeben. Frankreich zwang etwa 50.000 deutsche Kriegsgefangene zur hochriskanten Zwangsarbeit als Minenräumer.[19] General George S. Patton schrieb: „I am also opposed to sending PW’s to work as slaves in foreign lands [in particular, to France] where many will be starved to death.“[20] Im Frühjahr 1946 wurde dem IKRK schließlich erlaubt, Besuche abzuhalten und den Kriegsgefangenen in der amerikanischen Zone begrenzte Mengen an Nahrungsmitteln zukommen zu lassen.[21]

Während der Moskauer Konferenz im März und April 1947 befanden sich in Großbritannien 435.295, in Frankreich 641.483 und in den USA 14.000 Gefangene. Die Konferenz einigte sich darauf, bis zum 31. Dezember 1948 alle Gefangenen nach Deutschland zu entlassen. Für deutsche Kriegsgefangene in Frankreich bestand die Möglichkeit, für ein Jahr als freier Zivilarbeiter weiter zu arbeiten, z. B. in der Landwirtschaft.[22]

Verluste unter den deutschen Kriegsgefangenen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Zahl der Kriegsgefangenen der Wehrmacht und Waffen-SS in Gefangenschaft des jeweiligen Landes und die Quote der Kriegsgefangenen, die in der Gefangenschaft umkamen.[23] Die Zahlen zeigen, dass die Todesquoten für Kriegsgefangene der Ostfront immens hoch waren im Vergleich mit den Todesquoten in den Lagern der Westalliierten. Aber auch unter den Westalliierten gab es deutliche Unterschiede. Die Todesquoten der deutschen Kriegsgefangenen im Gewahrsam der Frei-Franzosen, vor allem in Nordafrika, waren deutlich höher als den Lagern der USA oder Großbritanniens.

Land der Gefangenschaft Kriegsgefangene
der Wehrmacht und der SS
Verluste
absolut
Verluste
in Prozent
Frankreich 937.000 24.178 2,6
UdSSR 3.150.000 1.094.250 34,7
Ost- und Südosteuropa 289.000 93.028 32,2
Großbritannien 3.635.000 1.254 0,03
USA 3.097.000 5.802 0,2
sonstige 76.000 675 0,9
Summe 11.094.000 1.219.187 11,0

Laut den Angaben des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes ist das Schicksal von weiteren 1.300.000 deutschen Militärangehörigen ungeklärt, sie gelten als vermisst.

In amerikanischen Lagern in Frankreich und in Deutschland (zum Beispiel in den Rheinwiesenlagern) gab es aufgrund mangelhafter Versorgung und Unterbringung eine Todesquote von 0,5 bis 1 Prozent,[24] allerdings wurden diese Lager recht schnell aufgelöst. In Gefangenenlagern in den USA war die Sterblichkeit weitaus geringer.

Deutsche Soldaten in sowjetischem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deckblatt der Personalakte Utschetnoje Djelo / Учетное Дело – mit dem Abschlussvermerk (Entlassung) vom 23. Mai 1949, Vordruck des Innenministeriums der UdSSR (MWD) zur Befragung von Kriegsgefangenen

Zwischen 1941 und 1945 gerieten 3,15 Millionen[25] Soldaten der Wehrmacht in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1,11 Millionen deutsche Kriegsgefangene kamen dabei um.[26]

Kriegsgefangene der Sowjetunion wurden nach Einlieferung ins Lager registriert und es wurde über sie eine Personalakte nach nebenstehendem Muster angelegt. Die mit der Heimkehr der Gefangenen abgeschlossenen Personalakten befinden sich in Verwahrung des Föderalen Archivdienstes Russlands – Reichsstiftung – Russisches Reichskriegsarchiv (RGWA) in Moskau.

Die letzte größere Entlassung von Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion („Heimkehr der Zehntausend“) fand 1955 statt. Vorangegangen war ein Staatsbesuch des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer vom 8. bis 14. September 1955 zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen und der Freilassung deutscher Kriegsgefangener.[27] Ebenso kam in Österreich der letzte Heimkehrerzug erst nach Abschluss des Staatsvertrages von 1955 an.

Deutsche Soldaten in jugoslawischem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Analyse von Böhme[28] starben etwa 80.000 deutsche und österreichische Soldaten in jugoslawischer Gefangenschaft. Wegen der unübersichtlichen Lage der letzten Kriegstage lässt sich die Zahl der bei der Kapitulation der Wehrmachteinheiten in Jugoslawien in Gefangenschaft geratenen Soldaten nicht genau bestimmen. Schmider, der sich auf das Zahlenmaterial von Böhme stützt, schätzt, dass es zwischen 175.000 und 200.000 waren. Berücksichtigt man, dass in den Jahren 1948/1949 vom Roten Kreuz nur etwa 85.000 Rückkehrer gezählt wurden, überlebten weniger als die Hälfte der Kriegsgefangenen die Gefangenschaft.[29]

Japanische Soldaten in alliiertem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste japanische Kriegsgefangene im Pazifikkrieg war Sakamaki Kazuo.

Fred Fedorowich nennt zwischen 19.500 und 50.000 japanische Kriegsgefangene, die Australien und die USA zwischen 1942 und 1945 im Südwestpazifik gemacht haben.[30]

Yamamoto Taketoshi zählt etwa 208.000 japanische Kriegsgefangene insgesamt,[31] inklusive der Gefangenen der kommunistischen und nationalistischen Armeen Chinas und der Sowjetunion.[32]

Etwa 600.000 Japaner gerieten am Ende des Zweiten Weltkrieges im Rahmen der Operation Auguststurm in sowjetische Gefangenschaft; von diesen kamen viele beim Arbeitsdienst in sibirischen Bergwerken um.[33]

Alliierte Soldaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowjetische Soldaten in deutschem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem „Judenstern“ gekennzeichneter sowjetischer Kriegsgefangener, 1941
Vorderer Teil der getarnten Genickschussanlage, Buchenwald (Nachbau)

Zwischen 1941 und 1945 gerieten weit über 5 Millionen sowjetische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft. 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene kamen dabei um.[34] Annähernd 80.000 jüdische kriegsgefangene Angehörige der Roten Armee wurden ermordet.[35]

Arbeitseinsätze sowjetischer Gefangener fanden schon vor dem Führerbefehl vom 31. Oktober 1941 statt.[36] Obwohl das Oberkommando der Wehrmacht schon im März 1941 für die Wochen nach dem Überfall, den Sommer und Herbst 1941, mit zwei bis drei Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen gerechnet hatte, waren keine wenigstens einigermaßen ausreichenden Vorbereitungen für deren existenzsichernde Unterkunft und Versorgung getroffen worden.[37] Die Gefangenen kampierten überwiegend unter desaströsesten Bedingungen im Freien. Hinzu kam eine absolut unzureichende Ernährung, schlechte Hygiene und kaum medizinische Versorgung, so dass viele an Krankheiten wie Ruhr- und Fleckfieberepidemien umkamen. Schon vor Kriegsbeginn hatte man im sogenannten Hungerplan den Hungertod so vieler sowjetischer Soldaten einkalkuliert.[38] Das Lager Zeithain z. B. wird auch Sterbelager genannt, da die nicht mehr arbeitsfähigen Verwundeten oder Kranken in Lazaretten weiter unterversorgt waren.[39] Sowjetische Kriegsgefangene wurden auch in deutschen Konzentrationslagern inhaftiert, etwa im KZ Sachsenhausen.[40] Sie wurden auf zahlreiche Arten ermordet, wie z. B. mittels Genickschussanlage, Hängen, tödlicher Injektionen verschiedener Substanzen und Massenerschießungen (KZ Dachau, KZ Buchenwald). Menschenversuche mit sowjetischen Kriegsgefangenen sind für das KZ Neuengamme (Tuberkulose) und für das KZ Auschwitz (Vergiftungsversuch an 600 Gefangenen mit Zyklon B) belegt.[41]

Hunderttausende von ihnen liegen heute – ebenso wie gefallene Soldaten der Roten Armee und sowjetische Zwangsarbeiter der NS-Zeit – auf sowjetischen Kriegsgräberstätten in Deutschland, unzählige wurden in Massengräbern verscharrt. Ihre Leichname kommen teilweise nach und nach zum Vorschein.[42]

Die Zahl der sowjetischen Kriegsgefangenen, die von der Wehrmacht nach Juli 1941 als „politisch Untragbare“ zur Ermordung an die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD übergeben wurden, wird auf weit über 140.000 geschätzt (siehe auch Kommissarbefehl).[43]

1.836.000 sowjetische Kriegsgefangene kehrten in die Sowjetunion zurück. Da von Stalin die Gefangennahme als Verrat angesehen wurde, war ein Teil dieser Rückkehrer Repressionen ausgesetzt. So wurden 16–17 Prozent von ihnen in Strafbataillone eingegliedert und weitere 16–17 Prozent in den Lagern des GULag inhaftiert. Etwa zwei Drittel der ehemaligen Kriegsgefangenen wurden demnach nicht bestraft. Ein Teil von diesen hatte jedoch Schwierigkeiten bei der Arbeitsplatzsuche oder wurde aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen.[44]

Im Mai 2015 beschloss der Deutsche Bundestag, die noch lebenden früheren sowjetischen Kriegsgefangenen, die erst nach dem Ende der UdSSR in ihren Heimatländern vollständig rehabilitiert wurden, finanziell zu entschädigen. Man geht von ca. 4000 früheren Soldaten aus. In dem entsprechenden Beschluss heißt es: „Ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen soll ohne Anerkennung einer Rechtspflicht/eines Rechtsgrundes ein symbolischer finanzieller Anerkennungsbetrag gewährt werden.“[45][46][47][48]

Westalliierte Soldaten in deutschem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Britische und griechische Kriegsgefangene 1941 in Griechenland.
Alliierte Kriegsgefangene 1942 nach der Operation Jubilee

Diese Soldaten stammten insbesondere aus Belgien, Frankreich, Holland, Norwegen, Polen, Großbritannien, den USA, Serbien und nach dem Bruch des Bündnisses auch aus Italien.

Im Gegensatz zur Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen, war die Behandlung west-alliierter Kriegsgefangener in der Regel gut und man hielt sich dabei an die Genfer Konvention. Von den 232.000 US-amerikanischen, britischen, kanadischen und weiteren Soldaten überlebten 8.348 den Krieg nicht, was 3,5 % entspricht.[49]

Man kannte als Bezeichnungen „Stalag“ (Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager, im Wesentlichen der Wehrmacht unterstellt), „Stalag Luft“ (Luftwaffen-Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager, der Luftwaffe unterstellt) und „Marlag“ (Kriegsmarine-Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager, unterstellt dem Allgemeinen Marinehauptamt), ferner „Oflag“ (Kriegsgefangenen-Offizierslager), „Dulag“ (Kriegsgefangenen-Durchgangslager), „Heilag“ (Kriegsgefangenen-Heimkehrerlager) und „Ilag“ (Internierungslager).

Zum Teil wurden einige alliierte Soldaten, nachdem sie pro forma aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurden, unter völkerrechtswidrigen Voraussetzungen und Bestimmungen erschossen oder in Konzentrationslager verbracht.

Der Arbeitseinsatz in Industriezweigen, im Bergbau oder bei Aufräumarbeiten war üblich. Gegen das Völkerrecht verstieß ihr Arbeitseinsatz in der Rüstungsindustrie.

Angehörige von Kommandoeinheiten sollten nach dem Kommandobefehl Hitlers vom 18. Oktober 1942 völkerrechtswidrig bis auf den letzten Mann niedergemacht werden und falls in Ausnahmefällen doch Gefangene gemacht würden, wären sie zur späteren Exekution an den Sicherheitsdienst des Reichsführers SS zu übergeben.

Siehe auch: Militärinternierter

Alliierte in japanischem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Pazifikkriegs gerieten britische, niederländische, australische, neuseeländische und amerikanische Soldaten in japanische Kriegsgefangenschaft. Da die Japaner die zweite Genfer Konvention von 1929 und auch die Haager Landkriegsordnung nicht anerkannten, behandelten sie ihre Kriegsgefangenen nach ihrer eigenen Ordnung. Kriegsgefangene galten als Menschen ohne Ehre, da sie nicht in Ehre für ihr Land gefallen waren, das heißt, dass sie nicht bis in den Tod gekämpft hatten. In aller Regel waren sie daher mit „minderwertiger Arbeit“ zu betrauen, die zwar für die Japaner von Wichtigkeit war, in deren Augen aber nur von ehrlosen Menschen ausgeführt werden konnte. In den japanischen Gefangenenlagern verstarben auf Grund von Wasser- und Nahrungsmangel, sowie der unmenschlichen Behandlung eine große Anzahl alliierter Soldaten.

Kriegsverbrechen der Japaner an alliierten Gefangenen:

Weitere Soldaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polnische Soldaten in sowjetischem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Angriff der UdSSR auf Polen am 17. September 1939 wurden mehr als 240.000 polnische Soldaten gefangen genommen. Etwa 42.400 einfache Soldaten und Unteroffiziere wurden innerhalb der ersten drei Wochen wieder entlassen, weitere 43.000 der deutschen Wehrmacht überstellt, weil ihr Wohnort im Westteil Polens lag, der vom Deutschen Reich im Polenfeldzug erobert worden war.[50]

Hauptartikel: Massaker von Katyn

Im April 1940 wurden 22.000 bis 25.000 Berufs- und Reserveoffiziere, Polizisten und andere Staatsbürger Polens erschossen.

Polnische Soldaten in deutschem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 400.000 polnische Soldaten (darunter etwa 16.000 Offiziere) gerieten in deutsche Gefangenschaft. Ferner wurden 200.000 polnische Zivilisten wegen angeblicher Verdachtsmomente inhaftiert. Ungefähr 10.000 polnische Kriegsgefangene starben.[51] Das Deutsche Reich stellte sich auf den Standpunkt, der polnische Staat sei untergegangen, stelle also kein Völkerrechtssubjekt mehr dar, und folglich wären die Genfer Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen von 1929 auf sie nicht anzuwenden. Die polnischen Kriegsgefangenen verloren dadurch den Schutz dieser Konvention und waren aus NS-Sicht nur noch Zivilisten. 200.000 wurden anschließend als Zwangsarbeiter eingesetzt, die nach den rassistischen Polen-Erlassen diskriminiert wurden.[52]

Italienische Soldaten in deutschem Gewahrsam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Militärinternierte

600.000 italienische Soldaten wurden in der Zeit zwischen September 1943 und Mai 1945 interniert. Bei den Massakern auf Kefalonia und auf Kos wurden gefangen genommene italienische Soldaten ermordet. Das deutsche Reich verweigerte den Soldaten des ehemaligen Verbündeten Italien den Status von Kriegsgefangenen, verlieh ihnen den Status von Militärinternierten und setzte sie als Zwangsarbeiter ein.[53] Etwa 45.000 italienische Kriegsgefangene verloren ihr Leben.[54]

Dokumentation und Gedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel für die deutschen Kriegsgefangenen im „Wiesenlager Wickrathberg“

Wissenschaftliche Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1957 wurde von dem damaligen Bundesministerium für Vertriebene die Wissenschaftliche Kommission für die Dokumentation des Schicksals der deutschen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg unter dem Vorsitz von Erich Maschke gegründet.[55] Zwischen 1962 und 1974 erschienen 22 Bände der sog. Maschke-Kommission, von denen sich 10 allein mit der Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion befassen.[56]

Bis in die Gegenwart ist die Kriegsgefangenenthematik aus deutscher, westalliierter und sowjetischer Sicht Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen,[57][58] da sich seit dem Zerfall der Sowjetunion insbesondere in osteuropäischen Archiven neue Forschungsmöglichkeiten ergeben haben.[59][60]

Die Gemeinsame Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen befasst sich auch mit dem Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener in deutscher Hand.[61]

Ausstellungen zu den Haftbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlafraum für französische Kriegsgefangene im „Haus Molz“, Rekonstruktion des Zustandes während des Zweiten Weltkriegs im Freilichtmuseum Roscheider Hof

Im Gegensatz zu vielen literarischen Zeugnissen hat sich von den Lagern, in denen die Kriegsgefangenen untergebracht waren, relativ wenig erhalten. Eher ein Zufallsfund waren die Funde im „Haus Molz“ im Zuge dessen Translozierung in das Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof Anfang der 1990er-Jahre. Im Zuge weiterer Forschungsarbeiten konnte auch anhand erhaltener Bilder nachgewiesen werden, dass dieses Haus während des Zweiten Weltkrieges eine Außenstelle des Trierer Kriegsgefangenenlagers – hauptsächlich für französische Kriegsgefangene – gewesen ist. Als Folge dessen wurde 2008 im Flur des Hauses eine thematische Ausstellung eingerichtet. Im Obergeschoss wurde nach alten Fotografien die Vergitterung der Fenster und die Ausstattung des Schlafraums mit aus rohem Holz zusammen gezimmerten Betten für die Kriegsgefangenen rekonstruiert.

Suche nach ehemaligen Kriegsgefangenen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Dienststelle (WASt) und der DRK-Suchdienst geben Auskunft über das Schicksal von deutschen Wehrmachtangehörigen und Kriegsgefangenen. Seit dem Jahr 2000 gibt die Dokumentationsstelle Dresden (Stiftung Sächsische Gedenkstätten) Auskünfte zu sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Gefangenschaft. Im November 2009 veröffentlichte die Dokumentationsstelle auf ihrer Internetseite eine Datenbank,[62] in der nach sowjetischen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs recherchiert werden kann.[63][64][65]

Künstlerische Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kriegsgefangenschaft deutscher Soldaten und deren Heimkehr wurde vielfach literarisch aufgearbeitet. Am bedeutendsten hiervon ist das Drama Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert.

Eine bekannte Autobiographie stammt von Helmut Gollwitzer, die auf seinen Tagebuchaufzeichnungen der Jahre 1945–1950 basiert.[66] Auch der Verband der Heimkehrer (VdH) veröffentlichte eine Reihe von Selbstzeugnissen.[67]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In folgenden Spielfilmen wurde die Situation in Kriegsgefangenenlagern des Zweiten Weltkriegs dargestellt (Auswahl):

Die amerikanische Sitcom Ein Käfig voller Helden befasst sich – ohne Anspruch auf historische Genauigkeit – mit alliierten Kriegsgefangenen in einem deutschen Lager.

Es entstanden außerdem verschiedene Dokumentarfilme wie

  • Liebe unerwünscht, dreiteiliger Dokumentationsfilm (Thema: heimliche Liebesbeziehungen zwischen deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich und Französinnen).
  • Kriegsgefangenschaft (1/4): Verschleppt und ausgebeutet. Produktion Österreich 2011. Gezeigt in 3sat am 20. Januar 2013, von 20:15–21:05 Uhr. (Französische und sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter in der Kriegsproduktion, Kinder schwangerer Zwangsarbeiterinnen bewusst benachteiligt mit hoher Sterberate, sowjetische Kriegsgefangene nach der Befreiung weiter in sowjetische Lager).
  • Kriegsgefangenschaft (2/4): Der goldene Westen? Produktion Österreich 2011. Gezeigt in 3sat am 20. Januar 2013, von 21:05–22:00 Uhr. (Deutsche Kriegsgefangene in USA nach Genfer Konvention behandelt. Nach Kriegsende in UK, F, Sowjetunion zur Beseitigung der Kriegsschäden eingesetzt).
  • Kriegsgefangenschaft (3/4): Endstation Sibirien? Produktion ORF und preTV 2012. Gezeigt in 3sat am 21. Januar 2013, von 20:15–21:05 Uhr. (Deutsche/österreichische Kriegsgefangene nach Sowjetunion zur Zwangsarbeit).
  • Kriegsgefangenschaft (4/4): Heimkehr. Produktion ORF und preTV 2012. Gezeigt in 3sat am 21. Januar 2013, von 21:05–22:00 Uhr. (Sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter nach Kriegsende in UdSSR wieder in Zwangsarbeit und Ächtung. Französische Kriegsgefangene nach Kriegsende in Frankreich der Kollaboration verdächtigt. Deutsche/österreichische Heimkehrer aus der Sowjetunion finden in der Heimat keine Arbeit mehr).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt W. Böhme, Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der Deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Wissenschaftliche Kommission für deutsche Kriegsgefangenengeschichte. 15 Bände. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962 bis 1974.
  • Hans Coppi: Sowjetische Kriegsgefangene im Konzentrationslager Sachsenhausen. In: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Heft I/2003.
  • Alexander Haritonow, Klaus-Dieter Müller: Die Gesamtzahl sowjetischer Kriegsgefangener – Eine weiterhin ungelöste Frage. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Jg. 58, Heft 3, S. 393–401. R. Oldenbourg Verlag, München 2010, ISSN 0042-5702 (PDF).
  • Andreas Hilger, Ute Schmidt, Mike Schmeitzner (Hrsg.): Sowjetische Militärtribunale (= Schriften des Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung. Band 17). Band 1: Die Verurteilung deutscher Kriegsgefangener 1941–1953. Böhlau, Köln u. a. 2001, ISBN 3-412-06701-6.
  • Sophie Jackson: Churchill’s Unexpected Guests: Prisoners of War in Britain in World War II. The History Press, Stroud 2010, ISBN 978-0-7524-5565-5.
  • Rolf Keller: Sowjetische Kriegsgefangene im Deutschen Reich 1941/42: Behandlung und Arbeitseinsatz zwischen Vernichtungspolitik und kriegswirtschaftlichen Zwängen. Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0989-0.
  • Rolf Keller, Silke Petry (Hrsg.): Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz 1941–1945: Dokumente zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen in Norddeutschland. Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1227-2.
  • Kontakte-Kontakty e. V. (Hrsg.): Ich werde es nie vergessen. Briefe sowjetischer Kriegsgefangener 2004–2006. Berlin 2007. (erster Sammelband in deutscher Sprache).
  • Klaus-Dieter Müller, Konstantin Nikischkin, Günther Wagenlehner (Hrsg.): Die Tragödie der Gefangenschaft in Deutschland und in der Sowjetunion 1941–1956 (= Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung. Band 5). Böhlau, Köln u. a. 1998, ISBN 3-412-04298-6.
  • Reinhard Otto: Wehrmacht, Gestapo und sowjetische Kriegsgefangene im deutschen Reichsgebiet 1941/42. (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Band 77). R. Oldenbourg Verlag, München 1998, ISBN 3-486-64577-3 – Otto beschreibt, unter Benutzung auch von Dokumenten aus ehemals sowjetischen Archiven, detailliert die Selektionen sowjetischer Kriegsgefangener aus den Lagern der Wehrmacht durch Einsatzkommandos der Gestapo und die von der Polizei begangenen Massenmorde im Reichsgebiet.
  • Rüdiger Overmans: Die Kriegsgefangenenpolitik des Deutschen Reiches 1939 bis 1945. In: Die Deutsche Kriegsgesellschaft 1939–1945. Band 9, Zweiter Halbband: Ausbeutung, Deutungen, Ausgrenzung.(= Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 9/1–2). Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes herausgegeben von Jörg Echternkamp. DVA, München 2005, ISBN 3-421-06528-4, S. 729–875.
  • Rüdiger Overmans, Andreas Hilger, Pavel Polian (Hrsg.): Rotarmisten in deutscher Hand. Dokumente zu Gefangenschaft, Repatriierung und Rehabilitierung sowjetischer Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Schöningh, Paderborn u. a. 2012, ISBN 978-3-506-76545-1.
  • Robin Quinn: Hitler’s Last Army: German POWs in Britain. The History Press, Stroud 2015, ISBN 978-0-7524-8275-0.
  • Matthias Reiß: „Die Schwarzen waren unsere Freunde.“ Deutsche Kriegsgefangene in amerikanischem Gewahrsam 1942–1946. Schöningh, Paderborn/ München/ Wien/ Zürich 2001, ISBN 3-506-74479-8.
  • Dmitri Stratievski: Sowjetische Kriegsgefangene in Deutschland 1941–1945 und ihre Rückkehr in die Sowjetunion. Osteuropa-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-940452-51-1.
  • Alfred Streim: Die Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener im „Fall Barbarossa“. Eine Dokumentation. C.F. Müller Juristischer Verlag, Heidelberg/ Karlsruhe 1981, ISBN 3-8114-2281-2 – Ergänzung zu Streit wegen der starken Einbeziehung deutscher Strafverfahren.
  • Christian Streit: Keine Kameraden. Die Wehrmacht und die sowjetischen Kriegsgefangenen 1941–1945. Verlag J.H.W. Dietz. Nachf., Bonn 1997, ISBN 3-8012-5023-7. Aktualisierte Neuausgabe des Standardwerks von 1978.
  • Gabriele Hammermann (Hrsg.): Zeugnisse der Gefangenschaft : aus Tagebüchern und Erinnerungen italienischer Militärinternierter in Deutschland 1943–1945. De Gruyter Oldenbourg, 2014, ISBN 978-3-11-036373-9.
  • Dmitri Stratievski: Sowjetische Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft. Menschenschicksale in Selbstzeugnissen. Anthea-Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-943583-64-9.
  • Jon Sutherland, Diane Sutherland: Prisoner of War Camps in Britain During the Second World War. War in Britain Series. Golden Guides Press, Newhaven 2012, ISBN 978-1-78095-013-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rüdiger Overmans, Andreas Hilger, Pavel Polian: Rotarmisten in deutscher Hand. Dokumente zu Gefangenschaft, Repatriierung und Rehabilitierung sowjetischer Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Schöningh, Paderborn 2012, S. 15; siehe weiterhin Rüdiger Overmans: Die Kriegsgefangenenpolitik des Deutschen Reiches 1939 bis 1945. In: Die Deutsche Kriegsgesellschaft 1939–1945. Zweiter Halbband: Ausbeutung, Deutungen, Ausgrenzung. (= Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 9/2). Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes herausgegeben von Jörg Echternkamp. Deutsche Verlagsanstalt, München 2005, S. 729–875, hier S. 799–804.
  2. Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen vom 27. Juli 1929, RIS, abgerufen am 6. Oktober 2016
  3. Arthur L Smith jr.: Die deutschen Kriegsgefangenen und Frankreich 1945–1949 Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 1984, S. 103–121
  4. Kontrollratsproklamation Nr. 2. Zusätzliche an Deutschland gestellte Forderungen vom 20. September 1945, Abschnitt VI, Nr. 19a. verfassungen.de, abgerufen am 6. Oktober 2016
  5. Kriegsgefangene als Sklaven Die Zeit, 24. März 1949
  6. Reinhart Maurach: Die Kriegsverbrecherprozesse gegen deutsche Gefangene in der Sowjetunion, Hamburg 1950
  7. Reiß, S. 48.
  8. Reiß 48.
  9. Reiß 316
  10. Reiß 119
  11. Reiß 322
  12. Reiß 321
  13. Reiß 155
  14. Reiß 144
  15. Reiß 165.
  16. Reiß 321
  17. Reiß 282
  18. Reiß 99
  19. Georg Bönisch: Zwangsarbeit als Minenräumer: Rudi war total durchlöchert. In: Der Spiegel 35/2008. Online auf bei einestages auf Spiegel Online, 27. August 2008.
  20. George Smith Patton, Martin Blumenson: The Patton Papers: 1940–1945. S. 750.
  21. Staff, ICRC in WW II: German prisoners of war in Allied hands, 2. Februar 2005.
  22. Liebe unerwünscht. dreiteiliger Dokumentationsfilm: 1. Kriegsgefangener in Frankreich. Gezeigt in: Phoenix am 20. Februar 2010, von 20:15–21:00 Uhr.
  23. alle Zahlen nach Rüdiger Overmans, Die Rheinwiesenlager 1945. In: Hans-Erich Volkmann (Hrsg.): Ende des Dritten Reiches – Ende des Zweiten Weltkrieges. Eine perspektivische Rückschau. Herausgegeben im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, München 1995, ISBN 3-492-12056-3, S. 278.
  24. Rüdiger Overmans: Die Rheinwiesenlager 1945. In: Hans-Erich Volkmann (Hrsg.): Ende des Dritten Reiches – Ende des Zweiten Weltkrieges. Eine perspektivische Rückschau. Herausgegeben im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, München 1995, ISBN 3-492-12056-3, S. 277.
  25. Sowjetunion ließ deutsche Kriegsgefangene frei. auf: einestages.spiegel.de
  26. Albrecht Lehmann: Gefangenschaft und Heimkehr. Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion. C.H. Beck, München 1986, ISBN 3-406-31518-6, S. 29.
    Sowjet-Union: Nichts vergessen. In: Der Spiegel. 27/1983, 4. Juli 1983, S. 90–92.
  27. Hanns Jürgen Küsters: Moskaureise 1955. Konrad-Adenauer-Stiftung, abgerufen am 17. November 2015.
    Eliese Berresheim: Diplomatie 1955: Adenauers Moskau-Reise war ein guter Schachzug. Welt Online, 8. September 2009.
  28. Kurt W.Böhme: Die deutschen Kriegsgefangenen in Jugoslawien.Band I/1 der Reihe: Kurt W. Böhme, Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Bielefeld 1976, ISBN 3-7694-0003-8, S. 42–136, 254.
  29. Klaus Schmider: Der jugoslawische Kriegsschauplatz (Januar 1943 bis Mai 1945). In: Karl-Heinz Frieser (Hrsg.): Die Ostfront 1943/44 – Der Krieg im Osten und an den Nebenfronten. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-421-06235-2, S. 1069.
  30. Fred Fedorowich: Understanding the Enemy: Military Intelligence, Political Warfare and Japanese Prisoners of War in Australia, 1942–45. In: Philip Towle, Margaret Kosuge, Yōichi Kibata: Japanese prisoners of war. London 2000, Continuum International Publishing Group. ISBN 1-85285-192-9, S. 61
  31. Brian Victoria: Zen War Stories. Routledge 2012, ISBN 1-136-12762-3, S. 106
  32. Sean Brawley, Chris Dixon, Beatrice Trefalt: Competing Voices from the Pacific War. Greenwood Press/ABC-CLIO 2009, ISBN 1-84645-010-1, S.196
  33. Fumiko Halloran: Rezension des Buches „Japanese POWs in Siberia, Unfinished Tragedy“ von Toshio Kurihara und Iwanami Shinsho. 2009, ISBN 4-00-431207-8.
  34. Christian Streit: Keine Kameraden. Die Wehrmacht und die sowjetischen Kriegsgefangenen 1941–1945. Verlag J.H.W. Dietz. Nachf., Bonn 1997, S. 10.
  35. Yad Vashem: Widerstand und Kampf – Jüdische Soldaten in den Armeen der Alliierten. abgerufen 29. Januar 2015.
  36. Reinhard Otto: Wehrmacht, Gestapo und sowjetische Kriegsgefangene im deutschen Reichsgebiet 1941/42. München 1998.
  37. Rüdiger Overmans: Die Kriegsgefangenenpolitik des Deutschen Reiches 1939 bis 1945. In: Die Deutsche Kriegsgesellschaft 1939–1945. Zweiter Halbband: Ausbeutung, Deutungen, Ausgrenzung. (= Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 9/2). Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes herausgegeben von Jörg Echternkamp. Deutsche Verlagsanstalt, München 2005, S. 729–875, hier S. 804 f.
  38. Timothy Snyder: Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin. C.H. Beck, ISBN 978-3-406-62184-0, S. 188–198.
  39. V. Selemenov, Ju. Zverev, K.-D. Müller, A. Haritonow (Hrsg.): Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene in den Jahren des Zweiten Weltkriegs. 2004, ISBN 3-934382-12-6.
  40. Hans Coppi: Sowjetische Kriegsgefangene im Konzentrationslager Sachsenhausen. In: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Heft I/2003.
  41. WDR: Befreiung des KZ Auschwitz: Systematischer Massenmord, abgerufen 29. Januar 2015.
  42. Mario Bandi: deutschlandfunk.de: Das Metall des Krieges oder: 100 Briefe aus Pleskau. Deutschlandfunk, Feature, 12. September 2014.
  43. Christian Streit: Keine Kameraden. Die Wehrmacht und die sowjetischen Kriegsgefangenen, auf: kontakte-kontakty.de, abgerufen am 21. Juni 2010.
  44. Miriam Dobson: Prisoners of War and Purge Victims: Attitudes Towards Party Rehabilitation, 1956–1957. In: The Slavonic and East European Review. Band 86, Nr. 2, April 2008, S. 328–345, hier S. 331.
  45. Sowjetische Kriegsgefangene erhalten Entschädigung. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 16. August 2015.
  46. Deutschland entschädigt sowjetische Kriegsgefangene. In: zeit.de. Abgerufen am 16. August 2015.
  47. Deutschland entschädigt sowjetische Kriegsgefangene. In: handelsblatt.com. Abgerufen am 16. August 2015.
  48. Deutschland will überlebende sowjetische Kriegsgefangene entschädigen. In: humanistenteam.de. Abgerufen am 16. August 2015.
  49. Michael Burleigh: The Third Reich—A New History. Hill and Wang, New York 2000, ISBN 0-8090-9325-1, S. 512–513.
  50. Natalia Sergeevna Lebedeva: The Deportation of the Polish Population to the USSR, 1939–41. In: Alfred J. Rieber (Hrsg.): Forced Migration in Central and Eastern Europe, 1939–1950. London/ New York 2000, ISBN 0-7146-5132-X.
  51. Rüdiger Overmans: Die Kriegsgefangenenpolitik des Deutschen Reiches 1939 bis 1945. In: Die Deutsche Kriegsgesellschaft 1939–1945. (= Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 9/2). DVA, München 2005, S. 729–875, hier S. 755.
  52. Herkunft und Anzahl ausländischer Zivilarbeiter/innen und Zwangsarbeiter/innen. Wollheim Memorial, abgerufen 29. Januar 2016.
  53. Urteile in Italien zu NS-Opfer-Entschädigungen unwirksam. AFP, 2. Februar 2012.
  54. Rüdiger Overmans: Die Kriegsgefangenenpolitik des Deutschen Reiches 1939 bis 1945. S. 836.
  55. Birgit Schwelling: Zeitgeschichte zwischen Erinnerung und Politik. Die Wissenschaftliche Kommission für deutsche Kriegsgefangenengeschichte, der Verband der Heimkehrer und die Bundesregierung 1957 bis 1975 Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 2008, S. 227–263
  56. K.-D. Müller: Deutsche Kriegsgefangene. Anmerkungen zum Stand der Forschung und den zukünftigen Perspektiven in: Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene in den Jahren des Zweiten Weltkriegs, S. 293–360, Webseite der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Dokumentationsstelle Dresden, abgerufen am 7. Oktober 2016
  57. Michael Borchard: Die deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion. Zur politischen Bedeutung der Kriegsgefangenenfrage 1949–1955. Univ.-Diss., Düsseldorf, 2000
  58. Andreas Hilger: Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion 1941–1956. Kriegsgefangenenalltag, Lagerpolitik und Erinnerung. Univ.-Diss., Essen 2000
  59. Alexander Epifanow, Hein Mayr: Die Tragödie der deutschen Kriegsgefangenen in Stalingrad von 1942 bis 1956 nach russischen Archivunterlagen. Osnabrück, 1996
  60. Alexander Epifanow, Erwin Peter: Stalins Kriegsgefangene. Ihr Schicksal in Erinnerungen und in russischen Archiven. Graz, 1997
  61. Norbert Haase, Alexandr Haritonov, Klaus-Dieter Müller, Jens Nagel (Hrsg.): Gedenkbuch sowjetischer Kriegsgefangener, in 2 Bänden, Dresden 2005
  62. Information zur Datenbank sowjetische Kriegsgefangene. auf: dokst.de
  63. Datenbank zu sowjetischen Kriegsgefangenen öffentlich. auf: sz-online.de, 16. November 2009.
  64. Schicksalsklärung von Kriegsgefangenen. auf: goerlitzer-anzeiger.de
  65. Eine Liste wider das Vergessen: Die Dresdener Stiftung Sächsische Gedenkstätten gibt Rehabilitierten einen Namen. auf: mdz-moskau.eu, 4. Dezember 2009.
  66. Helmut Gollwitzer: und führen, wohin du nicht willst Frankfurt am Main, 1954. Mit einem Vorwort von Theodor Heuss.
  67. Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen Deutschlands (Hrsg.): Zeugnisse einer Gefangenschaft, Bad Godesberg, 1962