Kriegsgräberstätten im Hürtgenwald

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Kriegsgräberstätte Vossenack
Kriegsgräberstätte Hürtgen

Es gibt zwei Kriegsgräberstätten im Hürtgenwald,[1] je eine in Vossenack und in Hürtgen.

In dem Bereich der Nordeifel, in dem die beiden Kriegsgräberstätten liegen, tobte im Zweiten Weltkrieg die Allerseelenschlacht, bei der sowohl auf deutscher wie auch auf amerikanischer Seite viele Kriegstote zu beklagen waren.

Auf beiden Friedhöfen wurden nicht nur die bei den Kämpfen im Hürtgenwald gefallenen Soldaten, sondern auch die Gefallenen aus der Umgebung beigesetzt. Sie waren von vielen Freiwilligen, unter ihnen der ehemalige Pionierhauptmann Julius Erasmus, geborgen worden.

Kriegsgräberstätte Vossenack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friedhof liegt etwa 500 m außerhalb der Ortslage unweit der Bundesstraße 399 an der Simonskaller Straße in der Nähe des Franziskaner-Gymnasiums (Lage).

Bis 1971 gehörte Vossenack zum Kreis Monschau. Dieser Kreis begann schon 1948 mit der Planung einer Kriegsgräberstätte auf der im Zweiten Weltkrieg heiß umkämpften Höhe 470. Der Kreis Düren hatte im benachbarten Hürtgen auch schon eine Kriegsgräberstätte geplant. In Vossenack wurde im Sommer 1949 mit den Bauarbeiten begonnen. Bauherr war der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Aus dem Kreis Monschau, auch vom Dorffriedhof Vossenack, wurden insgesamt 2221 gefallene Soldaten, darunter 930 unbekannte Tote, auf dem Friedhof beerdigt. Auch befindet sich hier das Grab von Generalfeldmarschall Walter Model, dessen Grabplatte aber mittlerweile nicht mehr vorhanden ist.

Kriegsgräberstätte Hürtgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friedhof liegt etwa 0,5 km außerhalb von Hürtgen direkt an der Bundesstraße 399 (Lage).

Der Soldatenfriedhof Hürtgen wurde zwischen 1950 und 1952 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge errichtet. Auf den Gräbern wurden die sogenannten „Kameradenkreuze“ errichtet. Hierbei handelt es sich um Doppelkreuze. Die Doppelreihen der Gräber richten sich alle auf das Hochkreuz aus.

Auf der Kriegsgräberstätte Hürtgen sind 2997 Tote begraben, wovon 524 nicht identifiziert werden konnten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kriegsgräberstätte Hürtgen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Umstrittene Infotafeln: Schüler erarbeiten neues Konzept Aachener Zeitung 11. November 2013