Kriegsveteranenministerium der Vereinigten Staaten
| Kriegsveteranenministerium der Vereinigten Staaten | |
|---|---|
| Eingerichtet: | 21. Juli 1930 |
| Sitz: | 810 Vermont Avenue NW, Washington, D.C. |
| Aufsichtsbehörde: | |
| Minister | Robert A. McDonald |
| Stellvertreter | Sloan D. Gibson |
| Haushalt: | 93,4 Mrd. (2009) $ |
| Angestellte: | 278.565 (2008) |
| Homepage: | va.gov |
Das Kriegsveteranenministerium (engl. United States Department of Veterans Affairs – VA) der US-Regierung ist zuständig für Leistungen an Veteranen und deren Familien und Hinterbliebene. Es wurde am 21. Juli 1930 als Bundesamt gegründet. Sitz ist Washington, D.C. (810 Vermont Ave NW).
Es wird vom Minister, dem United States Secretary of Veterans Affairs, geleitet. Seit dem 30. Juli 2014 ist dies Robert A. McDonald.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte[Bearbeiten]
Die Aufgabenstellung des Ministeriums wird aus der Antrittsrede von US-Präsident Abraham Lincoln im Jahr 1861 hergeleitet: „...to care for him who shall have borne the battle, and for his widow and his orphan...“
1930, zu Beginn der Great Depression (deutsch „Große Depression“), wurde durch Zusammenlegung mehrerer Regierungsorganisationen die Veterans Administration für alle die Kriegsveteranen betreffenden Aktivitäten der US-Regierung gegründet. 1932 marschierten etwa 43.000 Demonstranten des Ersten Weltkrieges mit ihren Frauen und Kindern auf die Hauptstadt Washington D.C. zu, um die sofortige Barauszahlung der Bonusgelder zu fordern, die ihnen der Kongress zum Teil schon Jahrzehnte zuvor versprochen hatte. Viele waren seit Beginn der Depression arbeitslos. Die Polizei konnte die "Bonus Army", wie sie genannt wurde, nicht stoppen. Auf Anweisung des Präsidenten Herbert Hoover wurde die "Bonus Army" von der US Army brutal niedergeschlagen und aufgelöst. Bei den Schießereien, starben drei Veteranen.
1988 wurde dieses Amt unter Präsident Ronald Reagan zum Bundesministerium aufgewertet.
Organisation[Bearbeiten]
Das Veteranenministerium ist mit 278.565 Mitarbeitern (2008) nach dem Verteidigungsministerium das zweitgrößte US-Bundesministerium. Die Mitarbeiter sind in medizinischen Einrichtungen, Krankenhäusern, Behörden und auf Nationalfriedhöfen beschäftigt. Das Budget beträgt rund 93,4 Milliarden Dollar (2009). Damit liegt es deutlich hinter den finanzstarken Ministerien für Verteidigung bzw. Gesundheit, deren Budgets 6- bis 7-mal größer sind.
Im Gesundheitsbereich ist es einer der größten Arbeitgeber in den Vereinigten Staaten. Aufgrund der zahlreichen Kooperationen mit medizinischen Ausbildungsstätten hat ein Viertel aller US-amerikanischen Ärzte während ihrer Ausbildung in einer Einrichtung des Ministeriums gearbeitet.
Das Ministerium hat drei von Unterstaatssekretären geleitete Hauptabteilungen:
- Veterans Health Administration: Gesundheit
- Veterans Benefits Administration: Sozialleistungen: Ausbildung und beruflicher Wiedereinstieg, Versicherung, Entschädigung und Pension
- National Cemetery Administration: Sie betreut 123 der 139 Nationalfriedhöfe in den Vereinigten Staaten.
Das Ministerium verfügt über eine eigene Polizei, die United States Department of Veterans Affairs Police.
Missständen bei der Gesundheitsversorgung von Veteranen[Bearbeiten]
Aufgrund der jüngsten militärischen Konflikte sind die Behandlungskosten vor allem durch Pflegeheime und psychische Erkrankungen stark gestiegen.
Das Ministerium unterscheidet acht Hauptgruppen von Anspruchsberechtigten und zahlreiche Unterkategorien. Durch den Dienst verursachte Behinderungen, sowie Einkommen und Vermögen werden berücksichtigt. Ab einer Behinderung von 50 % (Verlust von Extremitäten, Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD)) werden Behandlung und Medikamente kostenlos zur Verfügung gestellt.
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche ambulante Einrichtungen erbaut, um die stationäre Pflege zu ersetzen. Es wurden Patientendaten elektronisch gespeichert, Forschung im Bereich von Prothesen und PTSD betrieben und die Auswirkungen von Agent Orange untersucht.
Liste der Behördenleiter[Bearbeiten]
| Nr. | Name | Amtszeit | unter Präsident |
|---|---|---|---|
| 1 | Frank T. Hines | 1930–1945 | Herbert Hoover, Franklin D. Roosevelt |
| 2 | Omar N. Bradley | 1945–1948 | Harry S. Truman |
| 3 | Carl R. Gray | 1948–1953 | Harry S. Truman |
| 4 | Harvey V. Higley | 1953–1957 | Dwight D. Eisenhower |
| 5 | Sumner G. Whittier | 1957–1964 | Dwight D. Eisenhower, John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson |
| 6 | John S. Gleason | 1964–1965 | Lyndon B. Johnson |
| 7 | William J. Driver | 1965–1969 | Lyndon B. Johnson |
| 8 | Donald E. Johnson | 1969–1974 | Richard Nixon |
| 9 | Richard L. Roudebush | 1974–1977 | Gerald Ford |
| 10 | Max Cleland | 1977–1981 | Jimmy Carter |
| 11 | Bob Nimmo | 1981–1982 | Ronald Reagan |
| 12 | Harry N. Walters | 1982–1986 | Ronald Reagan |
| 13 | Thomas K. Turnage | 1986–1989 | Ronald Reagan |
| 14 | Ed Derwinski | 1989 | George Bush |
| Nr. | Bild | Name | Amtszeit | im Kabinett von Präsident |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Edward Joseph Derwinski | 15. März 1989–26. September 1992 | George Bush | |
| Anthony Joseph Principi (amtierend) | 26. September–1992–20. Januar 1993 | |||
| 2 | Jesse Brown | 22. Januar 1993–3. Juli 1997 | Bill Clinton | |
| Hershel Wayne Gober (amtierend) | 3. Juli 1997–2. Januar 1998 | |||
| Togo Dennis West Jr. (amtierend) | 2. Januar 1998–5. Mai 1998 | |||
| 3 | Togo Dennis West Jr. | 5. Mai 1998–10. Juli 2000 | ||
| Hershel Wayne Gober (amtierend) | 10. Juli 2000–20. Januar 2001 | |||
| 4 | Anthony Joseph Principi | 23. Januar 2001–26. Januar 2005 | George W. Bush | |
| 5 | Robert James Nicholson | 26. Januar 2005–1. Oktober 2007 | ||
| Gordon H. Mansfield (amtierend) | 1. Oktober 2007–20. Dezember 2007 | |||
| 6 | James Benjamin Peake | 20. Dezember 2007–20. Januar 2009 | ||
| 7 | Eric Ken Shinseki | 20. Januar 2009–30. Mai 2014 | Barack Obama | |
| Sloan D. Gibson (kommissarisch) | 30. Mai 2014–30. Juli 2014 | |||
| 8 | Robert A. McDonald | 30. Juli 2014– |
Weblinks[Bearbeiten]
- Website des Kriegsveteranenministeriums (englisch)
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