Kristina Edlinger-Ploder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristina Edlinger-Ploder (2006)

Kristina Edlinger-Ploder (* 4. Juli 1971 in Linz) ist seit 2003 Mitglied der steirischen Landesregierung (ÖVP). In der Landesregierung Voves II ist sie seit dem 21. Oktober 2010 als Landesrätin für die Bereiche Gesundheit, Pflege, Wissenschaft und Forschung sowie Fachhochschulen zuständig. Sie wird, wie von ihr am 26. Februar 2014 in einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, ihre Funktion als Landesrätin mit 10. März 2014 zurücklegen.[1] Ihr Nachfolger wird der bisherige ÖVP-Landtagsklubobmann Christopher Drexler.[2]

Werdegang[Bearbeiten]

Als Tochter einer Volksschuldirektorin und eines Journalisten wuchs sie mit ihrem älteren Bruder in Graz auf und maturierte dort 1989 am Akademischen Gymnasium. Nach der Sponsion zur Magistra iuris an der Karl-Franzens-Universität arbeitete sie am Aufbau eines Handelsunternehmens in Graz mit. 1998 begann sie ihre Tätigkeit im politischen Büro von Waltraud Klasnic, damals Landeshauptmann der Steiermark. Im April 2003 wurde sie – als jüngste Landesrätin Österreichs – in die Steiermärkische Landesregierung berufen. Von April 2004 bis Oktober 2005 war sie zusätzlich Leiterin des Finanzressorts des Landes.

2010 wurde sie Spitallandesrätin und startete ein Sparprogramm mit Bettenabbau und Spitalszusammenlegungen bei den Landeskrankenhäusern.

2012-2013 plante die Landesrätin die Zusammenlegung des LKH Graz-West mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz-Eggenberg, wobei die Führung des neuen Hauses und die Mitarbeiter von der KAGes zum Orden wechseln sollten. Dieser bereits ausverhandelte Plan konnte nicht umgesetzt werden, da sie von ihrer eigenen Parteispitze in aller Öffentlichkeit zurückgepfiffen wurde.[3] Edlinger-Ploder ließ sich aber auch dadurch nicht beirren, suchte nach anderen Alternativen und präsentierte schlussendlich eine Kooperation mit den Ordenshäusern in Graz zur besseren Patientenversorgung.

Am 26. Februar 2014 gab sie überraschend ihren Rückzug aus der Politik bekannt. Vorausgegangen war Kritik an ihrem Sparkurs im Bereich der KAGes.[4]

Privat[Bearbeiten]

Kristina Edlinger-Ploder hat zwei Kinder.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edlinger-Ploder geht, Drexler folgt, Kleine Zeitung, abgerufen am 26. Februar 2014.
  2. Christopher Drexler folgt auf Edlinger-Ploder, Kleine Zeitung, abgerufen am 26. Februar 2014.
  3. Betreiberwechsel am LKH West geplatzt, Kleine Zeitung, abgerufen am 22. März 2013.
  4. Edlinger-Ploder zieht sich aus Politik zurück, ORF, abgerufen am 26. Februar 2014.

Weblink[Bearbeiten]