Kritzow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kritzow führt kein Wappen
Kritzow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kritzow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 27′ N, 12° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Eldenburg Lübz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 25,09 km2
Einwohner: 449 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19386
Vorwahl: 038731
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 077
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 22
19386 Lübz
Webpräsenz: www.amt-eldenburg-luebz.de
Bürgermeister: Eberhard Korf
Lage der Gemeinde Kritzow im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Kritzow ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz verwaltet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südlich der Bundesstraße 191, etwa sechs Kilometer östlich von Lübz und zirka neun Kilometer westlich von Plau am See. Die Gemeinde liegt zwischen zwei Endmoränenzügen im Osten bei Schlemmin und im Westen bei Benzin. Höchste Punkte im Gemeindegebiet sind der Pavilljönkenberg mit 101 m ü. NHN und zwei unbenannte Erhebungen, zum einen ein 107,8 m hoher Hügel im Waldgebiet Schlemminer Tannen im Südwesten und weiterhin eine 103 m messende Anhöhe nördlich von Benzin. Östlich des Ortes Kritzow liegt der gleichnamige Kritzower See. Östlich des Sees liegt das Waldgebiet Blockkoppel.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Benzin
  • Kritzow
  • Schlemmin[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritzow wurde 1300 als Critsow und Lehen der Familie Redickesdorf erwähnt. Der Name Kritzow stammt vom altslawischen krikŭ für Schrei ab und deutet auf den Lokator Krič hin, also Ort des Krič.[3] Die Gegend um Kritzow wurde schon seit Urzeiten bewohnt. In der Nähe des Ortes wurde ein bronzezeitliches Messer gefunden. Kritzow wurde ab 1438 herzoglicher Besitz. Das Pächterhaus wurde 1757 erbaut und 1873 erheblich umgebaut und zu DDR-Zeiten als Gemeindesitz und Kindergarten benutzt. Der Ort bestand bis zum Ersten Weltkrieg nur aus zwei parallelen Katenreihen.

Am 1. Januar 1951 wurden die bisher eigenständigen Gemeinden Benzin und Schlemmin eingegliedert.

Benzin wurde als Bentcin 1300 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Benzin stammt vom altslawischen bąk für Schrei ab und deutet auf den Lokator Bęka hin, also Ort des Bęka.[4] Die kleine Fachwerkkirche stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Schlemmin übernahm den Namen eines verschwundenen Ortes und ist 1570 als landesherrlicher Bauhof und 1700 als Staatsdomäne erwähnt. 1931 erfolgte die Aufsiedelung der 541 ha großen Domäne. Das Pächterhaus stammt von 1870. Bei Schlemmin stieß am 3. Mai 1945 eine Aufklärungskompanie der US-Armee unter Oberleutnant William A. Knowlton auf die Rote Armee.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche in Benzin
  • Dorfkirche Benzin als kleine Fachwerkkirche aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts; Westturm mit Zeltdach; Innen: Schnitzaltar (16. Jh.), Predella (Sockel) mit dreiteiligem Aufsatz (17. Jh.), spätgotisches Kruzifix (gem. Dehio).
  • Industriedenkmal Ziegelei Benzin, Teil der Lehm- und Backsteinstraße
  • Historisches Kopfsteinpflaster
  • Kritzower See mit Badestränden in Barkow, Broock, Kritzow und Schlemmin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kritzow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 19 kB) der Gemeinde
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 76.
  4. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 25.