Kroatien

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Republika Hrvatska
Republik Kroatien
Flagge Kroatiens
Wappen Kroatiens
Flagge Wappen
Amtssprache Kroatisch (regional auch Minderheitensprachen)
Hauptstadt Zagreb
Staatsform Parlamentarische Republik
Regierungssystem Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Präsidentin
Kolinda Grabar-Kitarović
Regierungschef Premierminister
seit 16. Juni 2016 vakant
Fläche 56.594[1][2] km²
Einwohnerzahl 4.225.316 (Stand 2015)[3]
Bevölkerungsdichte 75 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung −0,144 %[4] pro Jahr
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2013[5]
  • 57,371 Mrd. USD (67.)
  • 86,570 Mrd. USD (76.)
  • 13.401 USD (46.)
  • 20.221 USD (50.)
Human Development Index 0,812 (47.)[6]
Währung Kuna (HRK)
Unabhängigkeit 8. Oktober 1991
(Tag der Unabhängigkeit)
Nationalhymne Lijepa naša domovino
Nationalfeiertag 25. Juni
(Tag der Staatswerdung)
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen HR
ISO 3166 HR, HRV, 191
Internet-TLD .hr
Telefonvorwahl +385
Österreich Belgien Bulgarien Republik Zypern Tschechien Deutschland Dänemark Dänemark Estland Spanien Finnland Frankreich Frankreich Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Griechenland Griechenland Ungarn Irland Italien Italien Italien Litauen Luxemburg Lettland Niederlande Polen Portugal Rumänien Schweden Slowenien Slowakei Island Montenegro Mazedonien Kroatien Türkei Türkei Malta Serbien Grönland Färöer Norwegen Norwegen Isle of Man Guernsey Jersey Andorra Monaco Schweiz Liechtenstein Vatikanstadt San Marino Albanien Kosovo Bosnien und Herzegowina Moldawien Weißrussland Russland Ukraine Autonome Republik Krim Kasachstan Abchasien Südossetien Georgien Aserbaidschan Aserbaidschan Armenien Iran Libanon Syrien Israel Jordanien Saudi-Arabien Irak Russland Tunesien Algerien MarokkoCroatia in European Union.svg
Über dieses Bild
Un-croatia.png

Kroatien (kroatisch Hrvatska anhören?/i), amtlich Republik Kroatien (kroatisch Republika Hrvatska anhören?/i), ist ein Staat in Südosteuropa. Kroatien ist Mitglied der Europäischen Union, der NATO, der Welthandelsorganisation, der OSZE und der Vereinten Nationen. Entsprechend dem Index für menschliche Entwicklung zählt Kroatien zu den sehr hoch entwickelten Staaten.

Das Staatsgebiet liegt östlich des Adriatischen Meeres und zum Teil im Südwesten der Pannonischen Tiefebene. Im Nordwesten bildet Slowenien, im Norden Ungarn, im Nordosten Serbien, im Osten Bosnien und Herzegowina und im Südosten Montenegro die Grenze. Das Gebiet der einstigen Republik Ragusa (Dubrovačka Republika), das heute den südlichsten Teil des Staates ausmacht, verfügt über keine direkte Landverbindung zum übrigen Staatsgebiet, da der wenige Kilometer breite Meereszugang von Bosnien und Herzegowina dazwischen liegt; das Gebiet um Dubrovnik bildet damit die einzige Exklave des Landes.

Satellitenaufnahme

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatiens Landfläche entspricht mit ca. 56.500 Quadratkilometern etwa der doppelten Größe von Brandenburg. Zur Landfläche gehört ein Teil der Dinariden und der Pannonischen Tiefebene.

Das Land liegt in der Übergangszone von Mittel- bzw. Ostmitteleuropa und Südosteuropa. Der größere Teil Kroatiens (außer Slawonien und dem Gebiet um Zagreb nördlich der Save) wird geographisch im Allgemeinen der Balkanhalbinsel oder Südosteuropa zugeordnet. Der Ständige Ausschuss für geographische Namen empfahl 2005 die Zuordnung Kroatiens zu Mitteleuropa auf Grund eines kulturräumlichen Mitteleuropabegriffs. Für einige Kroaten ist die Zuordnung zu Mitteleuropa ein Mittel der Abgrenzung von der negativ konnotierten „Krisenregion“ Balkan.[7] Die kroatischen Gebiete entlang der Adriaküste werden teilweise auch Südeuropa zugeordnet.

Die geringste Entfernung zwischen Italien und Kroatien beträgt 20 Kilometer (durch einen kleinen Landstreifen Sloweniens getrennt), während die südlichste kroatische Halbinsel Prevlaka 69 Kilometer von Albanien entfernt liegt.

Grenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kroatische Staatsgebiet umfasst ca. 87.700 Quadratkilometer, wovon 56.542 auf Land- und 31.067 auf Seeterritorium entfallen. Das Staatsgebiet Kroatiens erstreckt sich auf einen kontinentalen Nordteil und einen langen Küstenstreifen, an deren schmaler Nahtstelle südwestlich von Zagreb sich das Territorium extrem verjüngt. Der südlichste Teil des Küstengebietes (die Region um Dubrovnik bis zur Grenze zu Montenegro) wird auf einer Breite von etwa drei Kilometern durch die zu Bosnien und Herzegowina gehörende Gemeinde Neum vom übrigen Kroatien getrennt.

Die Gesamtlänge der Landgrenzen Kroatiens beträgt 2197 Kilometer. Davon entfallen auf die Grenze zu Slowenien 670, auf die Grenze zu Ungarn 329, auf die Grenze zu Bosnien und Herzegowina 932, auf die Grenze zu Serbien 241 und auf die Grenze zu Montenegro 25 Kilometer. In der Nordadria ist die Seegrenze zu Slowenien umstritten (siehe: Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens). Die Länge der adriatischen Küstenlinie (Festland) beträgt 1778 Kilometer (mit Inseln 6176).

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm

Im Landesinneren bzw. Nordosten Kroatiens herrscht vor allem kontinentales Klima vor. Die mittlere Tageshöchsttemperatur im Sommer beträgt im Tiefland um 28 °C, im Winter um 5 °C. Die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen liegen im Winter unter 0 °C. Der Jahresniederschlag beträgt etwa 750 Millimeter.[8]

Das Klima an der adriatischen Küste hingegen ist wesentlich feuchter und es herrscht mediterranes Klima vor. Die Sommer sind also meist sonnig und trocken mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 30 °C, während die Winter regenreich und mild sind (durchschnittliche Tageshöchstwerte um 10 °C). Im nördlichen Küstenabschnitt kommen Nachtfröste im Winter gehäuft vor, während dies im Südteil nur an wenigen Tagen der Fall ist. Der Jahresniederschlag direkt an der Küste ist mit rund 1000 Millimetern etwas höher als im Landesinneren. Die jährlichen Niederschlagssummen im kroatischen Teil des dinarischen Gebirges belaufen sich auf Werte zwischen 1000 und 2000 Millimetern.[9][10]

Ein besonderes Wetterphänomen sind die gelegentlich in der Küstenregion auftretenden kalten Fallwinde Bora, die zu den stärksten der Welt zählen.

Landschaftszonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Reliefformen und Klimazonen lässt sich Kroatien in drei Landschaftszonen einteilen. Diese Einteilung spiegelt sich teilweise in der Kultur und Lebensweise der Menschen wider.

Die pannonische Tiefebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die pannonische Tiefebene besteht überwiegend aus Flachland, unterbrochen von einigen Mittelgebirgen, und wird über die Save und Drau und deren Nebenflüsse zur Donau hin entwässert. In diesem Teil des Landes herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Diese Landschaftszone lässt sich untergliedern in Nordkroatien und Slawonien. Nordkroatien umfasst das ostmitteleuropäisch geprägte Gebiet von der Kupa bis zur ungarischen Grenze: das Flachland längs der Save und Kupa um die Städte Zagreb, Karlovac und Sisak, das heute demografisch und wirtschaftlich das Zentrum des Landes bildet, das Gebirgsland des Zagorje (auf Deutsch auch: Zagorien) nördlich der Hauptstadt Zagreb und das Međimurje im nördlichsten Zipfel des Landes zwischen Drau und Mur. Slawonien ist das Flachland entlang der Flüsse Save (Sava) und Drau (Drava) bis zur Donau (Dunav) im Osten. Zu diesem werden oft auch die Baranja (nördlich des Unterlaufes der Drau) und West-Syrmien (Zapadni Srijem) (der Ostzipfel Kroatiens zwischen Donau und unterer Save) gezählt.

Die dinarische Gebirgsregion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mandarinenplantagen an der Mündung der Neretva

Die dinarische Gebirgsregion (auch Mittleres Kroatien oder Kroatisches Hügelland genannt) wird von Mittel- und einzelnen Hochgebirgen geprägt, die die Wasserscheide zwischen Donau und Adria bilden, wobei einzelne Täler auch vollständig abflusslos sind. Hier herrscht Gebirgsklima. Zu dieser Landschaftszone gehören das Gebirgsland des Gorski kotar zwischen Rijeka und Karlovac, die Hochtäler Lika und Krbava zwischen dem entlang der Küste verlaufenden Gebirgszug des Velebit und dem Grenzgebiet zu Westbosnien sowie ein Teil des Hinterlandes Dalmatiens (Dalmatinska Zagora, Biokovo-Gebirge).

Die adriatische Küstenregion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die adriatische Küstenregion besteht zu großen Teilen aus verkarsteten Flächen. Sie ist von mediterranen Einflüssen geprägt. Die Breite des Küstenstreifens variiert stark. Während er an einigen Stellen (unterhalb des Velebit und des Biokovo-Gebirges) nur wenige Kilometer breit ist, reicht er an anderen Stellen weiter ins Landesinnere. Die Mehrzahl der in Kroatien in die Adria mündenden Flüsse ist jedoch relativ kurz; lediglich der Einzugsbereich der aus Bosnien und Herzegowina kommenden Neretva erstreckt sich weiter ins Landesinnere. Die adriatische Küstenregion lässt sich von Norden nach Süden untergliedern in die historischen Regionen:

  • Istrien – die Halbinsel im Nordwesten der kroatischen Küste.
  • Hrvatsko Primorje (Kroatisches Küstenland) um Rijeka und Senj mit den Inseln der Kvarner-Bucht
  • Dalmatien – die zerklüftete Adria-Küste südwärts ab etwa Zadar einschließlich der vorgelagerten Inseln und des gebirgigen Hinterlandes mit historisch bedeutsamen Städten wie Dubrovnik (Ragusa) und Split

Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inselarchipel der Pakleni Otoci an der Westküste von Hvar
Hauptartikel: Kroatische Inseln

Zu Kroatien gehören insgesamt 1246 Inseln, von denen 47 dauerhaft bewohnt sind.

Die größten Inseln Kroatiens
Nr. Insel Fläche [km²]
1. Cres 405,78
1. Krk 405,78
3. Brač 395,44
4. Hvar 299,66
5. Pag 284,56
6. Korčula 276,03
7. Dugi Otok 114,44
8. Mljet 100,41
9. Rab 90,84
10. Vis 90,26
11. Lošinj 74,68

Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biokovo oberhalb von Tučepi
Der Risnjak bildet zugleich einen kroatischen Nationalpark
Die höchsten Berge Kroatiens
Nr. Bergspitze Höhe [m] Gebirge
1. Dinara (Sinjal) 1831 im Dinara-Gebirge
2. Sveti Jure (St. Georg) 1761 im Biokovo-Massiv
3. Vaganski vrh 1751 im Velebit-Gebirge
4. Ozeblin 1657 im Plješevica-Gebirge
5. Bjelolasica-Kula 1533 im Velika-Kapela-Gebirge
6. Risnjak 1528 im Risnjak-Gebirge
7. Svilaja 1508 im Svilaja-Gebirge
8. Snježnik 1506 im Snježnik-Gebirge

Insgesamt gibt es in Kroatien 96 Gipfel, die oberhalb 1500 Meter liegen.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

97 Strände und 20 Marinas sind in Kroatien 2014 mit einer Blauen Flagge gekennzeichnet[11]

Umwelt und Wasserreichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien gehört laut Analyse der FAO zu den 30 wasserreichsten Staaten der Welt und nimmt europaweit den dritten Platz ein mit insgesamt 32.818 Kubikmetern an erneuerbaren Wasserreserven pro Kopf und Jahr.[12] Der Weltwasserentwicklungsbericht 2005 (World Water Development Report) der Vereinten Nationen spricht von 23.890 Kubikmetern an jährlich erneuerbaren Wasserreserven pro Kopf und Jahr.[13] Kroatien liegt im Blauen Herz Europas.[14]

Kroatien gehört zu den wenigen Staaten mit organisierter Wasserordnungspolitik. Schon 1891 verabschiedete der Sabor ein Wasserrechtsgesetz des Königreiches von Kroatien und Slawonien, das gesetzliche Regelungen für Gewässer, Flussbetten, die Küste, die Wassernutzung, die Regulierung von Wasserflüssen, wie auch den Flutschutz, Wasserschutz, Wasserschutzvereinigungen und vieles weiteres vorsieht. Die kroatische Adria ist nach einer ADAC-Untersuchung aus dem Jahr 2006 der sauberste Teil des Mittelmeeres. Im Environmental Sustainability Index[15] der Yale University, der die Lage des Umweltschutzes in einem Staat in seiner Gesamtheit betrachtet, belegte Kroatien 2005 weltweit den 19. Platz.[16]

Seen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten Seen in Kroatien
1. Vransko jezero 30,7 km²
2. Dubravsko jezero 17,1 km²
3. Peruća-See 13,0 km² am Cetina-Fluss, kroat. Peručko jezero
4. Prokljansko jezero 11,1 km²

Die bekanntesten Seen sind die Plitvicer Seen.

Flüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mehrzahl der Flüsse entwässert in das Schwarze Meer (Donau, Save, Drau, Mur, Kupa und Una), die restlichen in die Adria (Zrmanja, Krka, Cetina und Neretva). Die Flüsse im Norden sind sehr verschmutzt, am stärksten davon die Save zwischen Zagreb und Sisak.

Die längsten Flüsse, die durch Kroatien fließen, sind die Save (kroat.: Sava, 562 Kilometer) sowie die Drau (kroat.: Drava, 505 Kilometer). Diese Flüsse bilden zu großen Teilen die Grenzen zu Bosnien-Herzegowina bzw. zu Ungarn. Beide Flüsse fließen zur Donau, dabei ist die Save der wasserreichste, die Drau der viertwasserreichste Nebenfluss der Donau. Die Donau trennt Kroatien von der serbischen Provinz Vojvodina. Der kroatische Anteil an der Donau ist 188 Kilometer lang, zudem grenzt Kroatien fast ausschließlich an die rechte Donauseite.

Die Kupa (slowenisch: Kolpa, 269 Kilometer) bildet einen Großteil der Grenze zu Slowenien. Sie mündet in Sisak in die Save, die ab dort schiffbar ist. Weitere Flüsse sind die Korana, Krapina, Lonja, Mur sowie die Vuka.

Die Flüsse aus den Dinariden zur Adria sind relativ kurz, einzig die in der Herzegovina entspringende Neretva stellt einen bedeutenden Fluss in die Adria dar.

National- und Naturparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien verfügt über acht Nationalparks und elf geschützte Naturparks. Insgesamt stehen 450 Gebiete, davon 79 Sonderreservate (botanische, geomorphologische, ornithologische, Meeres- und Waldreservate) unter Naturschutz. Insgesamt sind 5846 Quadratkilometer bzw. zehn Prozent der Festlandsfläche Kroatiens geschützt, bei Zuzählung der geschützten Gewässer ergeben sich 6129 Quadratkilometer. Kroatien hat Anteile am Grünen Band Europas.[17]

Nationalparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalparks
1. Nationalpark Plitvicer Seen kroatisch Plitvička jezera (Wasserfälle), Nationalpark seit 1949, UNESCO-Weltnaturerbe seit 1979, u. a. Schauplatz der Winnetou-Filme
2. Nationalpark Paklenica Klettermöglichkeiten, Karsthöhlen, Nationalpark seit 1949
3. Nationalpark Risnjak in der Gebirgsgegend des Gorski kotar nahe Rijeka, Nationalpark seit 1953
4. Nationalpark Mljet Insel in Süddalmatien, Nationalpark seit 1960
5. Nationalpark Kornaten kroatisch Kornati (Inselarchipel), geschützt seit 1964
6. Nationalpark Krka bei Šibenik (Wasserfälle), Nationalpark seit 1985, u. a. Schauplatz der Winnetou-Filme
7. Nationalpark nördlicher Velebit Vielfältige Karstphänomene, Reichtum an Flora und Fauna auf kleinstem Platz, Nationalpark seit 1999
8. Nationalpark Brijuni auch Brioni genannt, vor Istrien, vormalige Tito-Sommerresidenz, kleiner Safaripark

Naturparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturparks
1. Naturpark Kopački rit Feuchtbiotop an der Donau
2. Naturpark Papuk in Mittelslawonien
3. Naturpark Lonjsko polje Feuchtbiotop an der Save
4. Naturpark Medvednica der „Hausberg“ von Zagreb
5. Naturpark Žumberak-Samoborsko gorje westlich von Zagreb
6. Naturpark Učka Gebirge nahe Rijeka, trennt Istrien vom übrigen Festland
7. Naturpark Velebit umfasst den gesamten Gebirgszug (nördlicher Velebit und Paklenica besonders geschützt)
8. Naturpark Vransko jezero im dalmatinischen Hinterland
9. Naturpark Telašćica bei den Kornaten
10. Naturpark Biokovo Gebirgszug in Süddalmatien
11. Naturpark Lastovo Insel in Süddalmatien

Geomorphologische Phänomene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phänomene
1. Crveno jezero „Roter See“ nahe Imotski
2. Modra špilja die „Blaue Grotte“ auf der Insel Biševo in der Nähe von Vis
3. Vransko Jezero der „Vrana-See“ zwischen Zadar und Šibenik
4. Vela Draga ein Canyon im Naturpark Učka
5. Bijele und Samarske stijene ein Naturreservat im Kapela-Gebirgsmassiv
6. Rožanski kuk und Hajdučki kuk ein Naturreservat im Velebit-Gebirgsmassiv
7. Zmajevo oko der „Drachenaugensee“ bei Rogoznica in Dalmatien

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2004 erklärte die kroatische Regierung das gesamte kroatische Meeresgebiet zu einem ökologischen Schutzgebiet und einer kontrollierten Fischfangzone (kroat.: „ekološki i ribolovni pojas“), um die vorhandene und empfindliche Meeresfauna und Vegetation zu schützen. Die Vorgehensweise wurde von Italien, Slowenien und auch der restlichen EU kritisiert, da mit dem Gesetz auch die Fischereirechte berührt werden. Slowenien erachtet dabei die kroatische ausschließliche Wirtschaftszone, im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen, als einseitige Vorherbestimmung (Präjudiz) der Grenzen zu diesem Staat.[18][19]

Siehe auch: Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens

Es gibt etwa 4000 Pflanzenarten und mehrere Tausend Tierarten in Kroatien, davon stehen 380 Spezies der Fauna und 44 der Flora unter Naturschutz.[20]

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt 36,83 Prozent Kroatiens (2.082.702 Hektar) sind von Wäldern bedeckt.[21] Etwa 95 Prozent des Waldbestandes sind weitgehend naturbelassene Mischwälder. Etwa 81 Prozent sind Staatswälder, 19 Prozent befinden sich in privatem Besitz. 85 Prozent der Waldfläche bilden Laubwälder, 15 Prozent entfallen auf Nadelwälder.

In den Gebirgsregionen des Gorski Kotar, der Lika, wachsen vorwiegend Nadelwälder, in der pannonischen Tiefebene vorwiegend Laubwälder.

Entlang der kroatischen Küste wachsen vor allem mediterrane Hartlaubgehölze, Macchien, Pinien und Kiefernwälder. In den Feuchtgebieten wachsen zahlreiche, auch seltene Arten der Wasserrosen und die Feucht-Segge.

In den trockenen und heißen Sommermonaten kommt es durch unvorsichtiges Verhalten von Einheimischen und Touristen wiederholt zu Großbränden. So wütete vor wenigen Jahren auf der Insel Brač ein verheerendes Feuer. Die kroatische Regierung investiert daher jährlich zunehmend in Brandschutzmaßnahmen.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Raubtiere wie Braunbären, Wölfe, Goldschakale und Luchse sind vor allem in den gebirgigen Regionen Kroatiens anzutreffen. Zu den vorkommenden Greifvögeln gehören Gänsegeier sowie Stein- und Schlangenadler. Große Vögel, die in den Auen und Sumpfgebieten nisten, sind der Sichler und verschiedene Reiherarten. In den Nationalparks des Nordens sind zahlreiche Tierarten zu finden, die in Mitteleuropa selten anzutreffen oder gar ausgestorben sind: der Weißschwanzseeadler, Kormorane, Eisvögel, Schwarzstörche, die Zwergseeschwalbe oder der Bienenfresser.

In der Küstenregion leben zahlreiche Reptilien wie Schildkröten (Land-, Sumpf- und Meeresschildkröten), Eidechsen, Geckos und Schlangen (Nattern, Ottern). Auch einige Meeressäuger sind im kroatischen Teil der Adria beheimatet. Der adriatische Delfin und insbesondere die Mittelmeer-Mönchsrobbe gehören dabei zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Auch die Bestände des Roten Thuns sind durch die industrielle Überfischung im gesamten Mittelmeerraum stark bedroht. Nach politischem Druck seitens der EU wurde dennoch die von Kroatien deklarierte ökologische Zone zum Schutz des Fischbestands wieder abgeschafft. In Kroatien gibt es einige endemische Arten. Ein Beispiel hierfür ist der in unterirdischen Höhlen der Karstregion vorkommende Grottenolm.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Kroatien (1992–2003) ×1000

Kroatien hatte laut einer im Jahr 2001 durchgeführten Volkszählung 4.437.460 Einwohner. Die Lebenserwartung in Kroatien beträgt etwa 78 Jahre.[22] Seit einigen Jahren verzeichnet das Land wegen niedriger Geburtenraten eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung.

Von den Einwohnern zum Zeitpunkt der Volkszählung von 2001 besaßen 4.399.364 (99,14 %) die kroatische Staatsangehörigkeit, 44.340 (1,00 %) davon auch eine zweite Staatsangehörigkeit. 17.902 (0,40 %) besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit, 9.811 (0,22 %) waren Staatenlose. Von 10.383 Einwohnern (0,23 %) war die Staatsangehörigkeit unbekannt.

Die kroatische Diaspora ist überdurchschnittlich groß. Es gibt zahlreiche kroatische Minderheitenverbände im Ausland. Als größter Verband gilt die Hrvatska bratska zajednica in den USA. Im kroatischen Parlament gibt es eigene Abgeordnete der kroatischen Diaspora, die auch von diesen gewählt werden.

Ethnien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 betrachten sich fast 90 % aller Bewohner als Kroaten. Laut Volkszählung 1991 sahen sich damals noch 78,1 % der Bevölkerung als Kroaten, 12,1 % als Serben,[23] von denen viele im Zuge der Konsolidierung des kroatischen Staates flohen oder vertrieben wurden.

Ethnien laut Volkszählung 2001[24]
Kroaten 3.977.171 (89,63 %) Slowenen 13.173 (0,30 %)
Serben 201.631 (4,54 %) Tschechen 10.510 (0,24 %)
Bosniaken 20.755 (0,49 %) Roma 9.463 (0,21 %)
Italiener 19.636 (0,44 %) Montenegriner 4.926 (0,11 %)
Ungarn 16.595 (0,37 %) Slowaken 4.712 (0,11 %)
Albaner 15.082 (0,34 %) Mazedonier 4.270 (0,10 %)


Ethnien laut Volkszählung 2011[25]
Kroaten 3.874.321 90,42 % Serben 186.633 4,36 %
Bosniaken 31.479 0,73 % Italiener 17.807 0,42 %
Albaner 17.513 0,41 % Roma 16.975 0,40 %
Ungarn 14.048 0,33 % Slowenen 10.517 0,25 %
Tschechen 9.641 0,22 % Slowaken 4.753 0,11 %
Montenegriner 4.517 0,11 % Mazedonier 4.138 0,10 %
Deutsche 2.965 0,07 % Sonstige 89.582 2,09 %
Gesamt 4.284.889 100 %

Im Laufe der letzten Jahre ist ein Teil der im Zuge der Militäroperation Oluja geflohenen oder vertriebenen Serben zurückgekehrt (118.000 bis Januar 2005), so dass der serbische Bevölkerungsanteil heute wieder höher ist als zur Zeit der Volkszählung von 2001, jedoch noch immer weniger als halb so groß wie vor dem Kroatienkrieg.

Von Regierungsseite wurde 2005 eine Kampagne zur Zurückführung serbischer Flüchtlinge eingeführt. An zentraler Stelle können potentielle Rückkehrer Informationen zur Rückkehr einholen.[26]

Das Hauptsiedlungsgebiet der italienischen Minderheit ist die Westküste Istriens, daneben gibt es kleine italienische Sprachgruppen in Ost- und Mittelistrien, Rijeka, Dalmatien (z. B. Zadar) und Westslawonien. Magyaren (Ungarn) und Slowaken leben vor allem im Osten, Tschechen im Westen Slawoniens. Die Bosniaken, Albaner und Mazedonier leben über das gesamte Land verstreut, vor allem in den größeren Städten.

Im Umgang mit der Minderheit der Sinti und Roma wurden in den letzten Jahren von Amnesty International Fortschritte festgestellt;[27] insbesondere im Schulbereich und der Schaffung von Wohnräumen.

Das Simon Wiesenthal Center stufte Kroatien Mitte 2006 in die höchste Beurteilungskategorie hinsichtlich der Bemühungen zur Verfolgung von nationalsozialistischen Verbrechen und deren erfolgreicher Prozessierung ein.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Amtssprache in Kroatien ist die kroatische Standardsprache. Kroatisch beziehungsweise Kroatoserbisch wird fast überall im Land verstanden und gesprochen.

In Istrien, sowie in geringerem Maße auch in Rijeka und auf einigen der Kvarner-Inseln, wird auch Italienisch bzw. ein italienischer Dialekt, das Venezianische, gesprochen. In Grenznähe zu Ungarn, insbesondere in Nordost-Slawonien, gibt es kleine ungarische Sprachinseln. Im westlichen Slawonien befinden sich tschechische und in Ostslawonien slowakische Sprachinseln. Das Istrorumänische im Nordosten und das Istriotische im Südwesten Istriens sind vom Aussterben bedroht. Albanische und slowenische Muttersprachler leben über das gesamte Staatsgebiet verteilt.

Muttersprachen laut Volkszählung von 2011.[28]
1. Kroatisch 4.096.305 (95,6 %) 9. Serbokroatisch 7.822 (0,18 %)
2. Serbisch 52.879 (1,23 %) 10. Tschechisch 6.292 (0,15 %)
3. Italienisch 18.573 (0,43 %) 11. Slowakisch 3.792 (0,09 %)
4. Albanisch 17.069 (0,4 %) 12. Mazedonisch 3.519 (0,08 %)
5. Bosnisch 16.856 (0,39 %) 13. Deutsch 2.986 (0,07 %)
6. Romanes 14.369 (0,36 %) 14. Russinisch 1.472 (0,03 %)
7. Ungarisch 10.231 (0,24 %) 15. Sonstige 5.367 (0,16 %)
8. Slowenisch 9.220 (0,22 %)

Religiöse Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der überwiegende Teil der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an. Laut Volkszählung von 2001,[29] in der „katholisch“ als Standardantwort vorgegeben war,[30] sind die wichtigsten in Kroatien vertretenen Religionen:[31]

Religionen in Kroatien
1. Römische Katholiken 3.897.332 (87,8 %) 6. Zeugen Jehovas 6.094 (0,1 %)
2. Agnostiker und Atheisten 230.908 (5,2 %) 7. Calvinisten 4.053 (0,1 %)
3. Orthodoxe 195.969 (4,4 %) 8. Lutheraner (Augsburger Bekenntnis) 3.339 (0,1 %)
4. Muslime 56.777 (1,3 %) 9. Adventisten 3.001 (0,1 %)
5. Katholiken des griechischen Ritus[32] 15.566 (0,3 %) 10. Baptisten 1.981 (< 0,1 %)

Zahlen, inwiefern die Menschen, die sich der jeweiligen Religion zurechnen, diese tatsächlich in Form von Gottesdiensten o. ä. praktizieren, liegen nicht vor.

Städte in Kroatien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Orte in Kroatien, Liste deutscher Bezeichnungen kroatischer Orte
Die größten Städte Kroatiens (über 30.000 Einwohner) per 31. März 2011
1. Zagreb 790.017 11. Varaždin 46.946
inkl. Agglomeration 1.107.623 12. Šibenik 46.332
2. Split 178.102 13. Dubrovnik 42.615
3. Rijeka 128.624 14. Bjelovar 40.276
4. Osijek 108.048 15. Kaštela 38.667
5. Zadar 75.062 16. Samobor 37.633
6. Velika Gorica 63.517 17. Vinkovci 35.312
7. Slavonski Brod 59.141 18. Koprivnica 30.854
8. Pula 57.460
9. Karlovac 55.705
10. Sisak 47.768

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Kroatiens
Rekonstruktion einer Neandertalerfamilie an der Neandertaler-Fundstätte in Krapina.

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Siedlungsbelege auf dem Gebiet des heutigen Kroatien sind etwa 130.000 Jahre alt. Es existieren bedeutende paläoanthropologische Fundstätten: bei Krapina befinden sich die von Dragutin Gorjanović-Kramberger im Jahr 1899 entdeckte Neandertaler-Fundstätte Hušnjakovo brdo (mit Neandertalermuseum) sowie die Vindija-Höhle. Nahe der Stadt Vukovar befindet sich in Vučedol-Gradac die namensgebende Fundstätte der spät-äneolithischen Vučedol-Kultur.

Altertum und frühes Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Kaiser Augustus erbautes römisches Amphitheater in Pula

Die ersten Siedlungen an der Ostküste des Adriatischen Meeres entstanden im 12. und 11. Jahrhundert v. Chr. im Zuge der Ionischen bzw. auch später der großen griechischen Kolonisation. So geht die Gründung der Siedlung Split auf diese Zeit zurück (Split von gr. Aspalatos oder Spalatos = Höhle).[33] Im 4. Jahrhundert v. Chr. erwähnte der griechische Historiker Herodot außerdem die im Werk beschriebenen Illyrer (ein indogermanisches Volk) als zusätzlich ansässig gewordenes Volk. Ab der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. wuchs der politische Einfluss der Römer auf die illyrischen Stämme zwischen der Küste und der pannonischen Ebene. Im Jahr 34 v. Chr. verleibte Oktavian, der spätere Kaiser Augustus, nach einem 20 Jahre andauernden Krieg in der Schlacht von Zerek dieses Gebiet Rom ein. Zu Beginn des 1. Jahrhunderts wurde die römische Provinz Dalmatia, benannt nach dem Stamm der Delmatae, gebildet. Im Jahr 293 wurde unter der Herrschaft des Kaisers Diokletian die Provinz entlang des Flusses Drina geteilt. Nach Teilung des Römischen Reiches in West- und Ostrom im Jahre 395 kam das Gebiet Kroatiens zu Westrom.

Oströmisches bzw. Byzantinisches Reich (550–1270)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Auflösung des Römischen Reiches gehörte das Gebiet des heutigen Kroatiens größtenteils (Dalmatien, Istrien und Slawonien) von 550 bis 1270 mit mehrfachen Unterbrechungen (zeitweilige kroatische Unabhängigkeit – siehe unten) dem Oströmischen bzw. Byzantinischen Reich an. Im 6. Jahrhundert wanderte das zentralasiatische Reitervolk der Awaren in das von den Langobarden zusätzlich besiedelte Pannonien ein. Die Kroaten wurden im 7. Jahrhundert vom byzantinischen Kaiser Herakleios in ihr heutiges Siedlungsgebiet gerufen, um ihm beim Kampf gegen die Awaren zu helfen. Nach dem Bericht des byzantinischen Kaisers Konstantin VII. Porphyrogennetos stammten die Kroaten aus dem Gebiet des heutigen Galiziens. Während dieser Zeit der Zugehörigkeit zu Konstantinopel wurden die südslawischen Stämme größtenteils von den Byzantinern im 7. Jahrhundert bis 9. Jahrhundert im Zuge der Slawenmission christianisiert, nördliche Teile Kroatiens und auch Slowenien wurden von Salzburg aus missioniert. Der Machtverlust der Byzantiner nach den Frankenkriegen, das zeitweilig autonome kroatische Königreich und die darauffolgende Zugehörigkeit eines Großteils des heutigen Kroatien zu westeuropäischen Herrschaften wie dem Frankenreich und dem Königreich Ungarn markieren die allmähliche Entfernung von der byzantinisch-orthodoxen Kultur. Kroatien geriet in die Einflusssphäre der römisch-katholischen Kirche und somit in den westeuropäischen Kulturraum.

König-Tomislav-Platz in Zagreb – Tomislav war der erste kroatische König (910)

Der Name der Kroaten ist erstmals in einer Quelle aus dem 9. Jahrhundert belegt. Der Name selbst hat keine slawischen Wurzeln, sondern stammt mit größter Wahrscheinlichkeit aus dem persischen Raum.

Im Jahr 879 wird Fürst Branimir von Papst Johannes VIII. mit „dux Croatorum“ angeschrieben und angesprochen, was seinerzeit einer Anerkennung des mittelalterlichen Kroatien gleichkommt.

Kroatisches Königreich (925–1102)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 925 wurde Tomislav der erste König Kroatiens. Gleichzeitig war dies auch der erste Königstitel in der Geschichte der Südslawen. Papst Johannes X. erkannte diesen Titel sofort an. Im Jahr 925 sprach ihn Johannes X. in einem Brief mit dem Titel rex croatorum (König der Kroaten) an.Während seiner Herrschaft fielen die Magyaren im pannonischen Becken ein. Tomislav verteidigte sein Königreich, das aus Zentralkroatien, Slawonien und Teilen Dalmatiens und Bosniens bestand, erfolgreich gegen die Ungarn.

Nikola Šubić Zrinski – ein kroatischer Feldherr im 16. Jahrhundert

Seine Blütezeit erreichte das Königreich unter der Regentschaft von König Petar Krešimir IV. Unter seiner Herrschaft wurde im Jahr 1059 die Kirche in Anlehnung an den Römischen Ritus reformiert. Dies war hinsichtlich des Schismas von 1054 und der Treue zu Rom von Bedeutung. Das Königreich existierte bis ins Jahr 1102 weiter.

Kroatien in Personalunion mit Ungarn (1102–1526)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1102 erfolgte die Krönung des ungarischen Königs Koloman zum kroatischen König in Biograd bei Zadar und Kroatien kam in Personalunion zu Ungarn. Kroatien behielt dabei eine eigene Verwaltung unter einem kroatischen Ban (Vizekönig bzw. dessen Stellvertreter). Die Pacta conventa, die die Beziehungen des kroatischen Adels zum König regelt, wurde traditionell ebenfalls ins Jahr 1102 datiert, hierfür gibt es aber keine Belege.

Die Personalunion mit dem Königreich Ungarn blieb, mit Ausnahme der Türkenkriege im 16., 17. und frühen 18. Jahrhundert, und einiger anderer Unterbrechungen, in unterschiedlicher Form bis 1918 bestehen.

Osmanisches Reich (1451–1699) und Habsburger (1527–1918)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts waren Ungarn und Kroatien Angriffen des Osmanischen Reiches ausgesetzt. Nach der Niederlage der Ungarn und Kroaten gegen die Osmanen in der Schlacht bei Mohács (1526) wurde vom kroatischen Adel bei der Versammlung von Cetingrad Ferdinand I. von Habsburg zum kroatischen König gewählt.

Die historischen kroatischen Landschaften Dalmatien und Teile Istriens standen seit dem Spätmittelalter unter der Herrschaft der Republik Venedig. Die Republik Dubrovnik konnte als einziges der Gebiete des heutigen Kroatien vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1808 ihre staatliche Unabhängigkeit bewahren.

Kroatien war jahrhundertelang Kampfzone gegen das Osmanische Reich. Als Abwehr wurde die so genannte Militärgrenze errichtet, in der sich auch in bedeutender Zahl Orthodoxe Christen ansiedelten. Zeitweilig erhielten die Bewohner der Militärgrenze Privilegien in Form des Statuta Wallachorum.[34]

Nach den napoleonischen Kriegen kamen 1815 ganz Dalmatien und Istrien unter österreichische Herrschaft, wurden jedoch aus politischen Gründen („divide et impera“) nicht verwaltungsmäßig mit dem übrigen Kroatien vereinigt, sondern zu separaten Kronländern. Ab 1867 waren Dalmatien und Istrien Teil der österreichischen Reichshälfte, während das Königreich Kroatien und Slawonien zur ungarischen Reichshälfte gehörte.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs unter der kroatischen Bevölkerung das Verlangen nach mehr Selbstbestimmungsrechten und einem Ende der Magyarisierungspolitik Ungarns. In den Revolutionsjahren um 1848 verkörperte insbesondere Ban Josip Jelačić die Symbolfigur kroatischer Interessen, die nach Eigenverwaltung strebten. Den nationalen Bestrebungen wurde jedoch durch den Österreichisch-Ungarischen Ausgleich und den Ungarisch-Kroatischen Ausgleich 1867 ein Ende gesetzt. Das 19. Jahrhundert war auch geprägt vom so genannten Illyrismus, einer Bewegung, die zahlreiche kulturelle Veränderungen durchsetzte. Es kam zu einer Standardisierung der kroatischen Sprache und gleichzeitig wurde die Idee geboren, alle Südslawen in einem Staat zu vereinen.

Entstehung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (1918–1941)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien löste sich im Jahre 1918 am Ende des Ersten Weltkrieges aus der österreichisch-ungarischen Monarchie. Italienische Truppen begannen daraufhin mit der Besetzung von kroatischen Gebieten längs der Ostküste der Adria, da Italien im Londoner Vertrag von 1915 deren Annexion zugesagt worden war. Angesichts dessen beschloss der Nationalrat der Slowenen, Kroaten und Serben Ende November 1918 die sofortige Vereinigung Kroatiens mit dem Königreich Serbien, woraus dann das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen entstand. Viele Kroaten lehnten aber die monarchistische Staatsform ab, fühlten sich benachteiligt und verlangten für Kroatien die Gründung einer Republik. Dazu kam, dass die Verfassung eine zentralistische Staatsorganisation und die Auflösung der historischen Provinzen vorsah, was den Serben als zahlenmäßig größtem Volk de facto die Vorherrschaft sicherte.

1928 wurden im jugoslawischen Parlament mehrere kroatische Politiker erschossen, darunter Stjepan Radić, der Anführer der kroatischen Fraktion. Nach einer Staatskrise löste 1929 König Aleksandar I. das Parlament auf, führte eine Königsdiktatur ein und benannte den Staat in Königreich Jugoslawien um. Seine Macht stützte sich auf das Militär.

Gleichzeitig floh ein Teil der kroatischen politischen Elite ins Ausland. Teile davon bildeten die von Ante Pavelić angeführte und von Mussolini unterstützte faschistische Ustascha-Bewegung, die mit Gewalt gegen das Königreich Jugoslawien kämpfte. 1934 wurde von ihnen bei einem Attentat in Marseille König Alexander erschossen.

1939 wurde am Vorabend des Zweiten Weltkrieges eine Aussöhnung versucht und mit dem Vertrag Cvetković-Maček die Banovina Hrvatska innerhalb Jugoslawiens geschaffen.

Kroatien im Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers Jasenovac

Vier Tage nach dem Beginn des Balkanfeldzuges marschierte am 10. April 1941 die Wehrmacht in Zagreb ein. Am 17. April 1941 kapitulierte das Königreich Jugoslawien vor den Achsenmächten. Kroatien wurde zum deutschen Vasallenstaat. Mit Unterstützung der Achsenmächte hatte die Ustascha unter Ante Pavelić bereits am 10. April den Unabhängigen Staat Kroatien (NDH) ausgerufen. Faktisch war der Ustascha-Führer Ante Pavelić unter dem Titel Poglavnik Staatschef des Unabhängigen Staates Kroatien. Er errichtete eine faschistische Diktatur, die hunderttausende Juden, Serben, Roma, kroatische Antifaschisten u. a. systematisch verfolgte und ermordete.[35][36] Bekanntheit erlangte dabei vor allem das Konzentrationslager Jasenovac, das auch als „Auschwitz des Balkans“ in die Geschichte einging, sowie andere Lager wie z.B. in Stara Gradiška oder Jadovno. Vom Sommer 1941 an begann ein bewaffneter Aufstand der kroatischen Kommunisten gegen das Ustascha-Regime, die als Teil der jugoslawischen Partisanenbewegung im Laufe der Jahre 1942 und 1943 einen großen Teil des Landes unter ihre Kontrolle bringen konnten. Neben Tito war Andrija Hebrang eine der Führungspersönlichkeiten. Nach der Niederlage der Achsenmächte und ihrer Verbündeten kam es 1945 seitens der jugoslawischen Volksbefreiungsarmee zu Verbrechen an den Kriegsverlierern, vor allem beim Massaker von Bleiburg.

Kroatien als Teilrepublik Jugoslawiens (1945–1991)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsende wurde Kroatien eine von sechs Teilrepubliken (Sozialistische Republik Kroatien) der neu gegründeten Föderativen Volksrepublik Jugoslawien, ab 1963 Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ), unter der Regierung Titos.

Flagge der Sozialistischen Republik Kroatien (1945–1990)

Im Jahre 1971 wurde die Protest- und Reformbewegung Kroatischer Frühling niedergeschlagen. Nach dem Tod Titos 1980 nahmen die Spannungen zwischen Kroatien und der von Serben dominierten jugoslawischen Regierung zu. Ende der achtziger Jahre hatten sich aus den Bestrebungen nach mehr Autonomie die Forderungen nach der Unabhängigkeit von Jugoslawien entwickelt. Der Kroate Franjo Tuđman, der an der Seite Titos gegen das Ustascha-Regime gekämpft hatte, erlangte bei der kroatischen Bevölkerung großen Zuspruch. Nachdem die geschwächte jugoslawische Regierung ein Mehrparteiensystem zugelassen hatte, gründete Tuđman 1990 die Kroatische Demokratische Gemeinschaft (HDZ), die bald den Charakter einer Volkspartei annahm. Seine Forderung nach einem unabhängigen Kroatien löste bei den Serbischstämmigen, die laut damaliger Verfassung das zweite Staatsvolk darstellten, Proteste aus, doch die HDZ gewann bei den Wahlen am 22./23. April bzw. 6./7. Mai 1990 mit 40 Prozent der abgegebenen Stimmen 67,5 Prozent der Parlamentssitze.[37] Tuđman wurde anschließend zum Präsidenten gewählt.

Kroatien als unabhängiger Staat (seit 1991)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unabhängigkeitskrieg (1991–1995)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kroatienkrieg

Nachdem sich am 19. Mai 1991 in einem Referendum über die Unabhängigkeit Kroatiens 93,2 % der Wahlbeteiligten für die Souveränität ausgesprochen hatten, erklärte Kroatien im Juni 1991 unter Franjo Tuđman seine Unabhängigkeit. Die erste Anerkennung erfolgte am 26. Juni 1991 durch Slowenien, das sich ebenfalls gerade für unabhängig erklärt hatte.[38] Die de facto von Serbien dominierte Jugoslawische Volksarmee (JNA) versuchte die Unabhängigkeitsbestrebungen militärisch niederzuwerfen. Der militärische Versuch, kroatische Gebiete sowohl mit großem als auch geringem Anteil an serbischer Bevölkerung von Kroatien abzuspalten und mittelfristig an Serbien anzugliedern, mündete in den fast vier Jahre andauernden Kroatienkrieg, der erst nach militärischen Erfolgen der Kroaten 1995 in der Militäroperation „Sturm“ mit dem Abkommen von Erdut vom 12. November 1995 endete. Ihren Abzug aus Kroatien vollzog die JNA unter Zerstörung vieler militärischer Objekte und Verminung strategisch wichtiger Zonen, so auf der am weitesten vom Festland entfernten Insel Vis oder in den Donausümpfen an der kroatisch-serbischen Grenze.

Nach Wiederherstellung des Friedens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2001 unterzeichnete Kroatien ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union.[39] Es sichert Kroatien den freien Zugang zum Europäischen Binnenmarkt, verlangt aber auch umfangreiche Wirtschafts- und Sozialreformen. Die Änderung des Wirtschaftssystems vom Sozialismus in eine soziale Marktwirtschaft zog zahlreiche wirtschaftspolitische Maßnahmen nach sich. Ein Schwerpunkt ist die weitere Privatisierung von Unternehmen und die Schaffung von Investitionsanreizen.[40] Seit dem 18. Juni 2004 war Kroatien offizieller EU-Beitrittskandidat. Allerdings begannen die Beitrittsverhandlungen erst nach einem Beschluss der EU-Außenminister vom 3. Oktober 2005, da Kroatien bis dahin nach Auffassung der EU-Kommission nur mangelhaft mit dem Haager Kriegsverbrechertribunal kooperiert hatte.[41] Weitere Reformen waren im Bereich Justiz und Soziales notwendig. Ferner wurde der Kampf gegen Korruption als eine Grundvoraussetzung für eine EU-Vollmitgliedschaft angesehen. Im November 2008 wurden Kroatien gute Fortschritte bescheinigt und ein Abschluss der Beitrittsverhandlungen für 2009 in Aussicht gestellt.[42]

Die Beitrittsverhandlungen wurden allerdings im Jahr 2009 für mehrere Monate wegen eines Streits mit Slowenien über den Grenzverlauf in der Bucht von Piran unterbrochen. Erst im September 2009 konnte dabei eine Einigung erzielt werden, so dass die Beitrittsverhandlungen fortgesetzt werden konnten. Der für die Erweiterung zuständige EU-Kommissar erklärte im Juni 2011 die Verhandlungen für „erfolgreich beendet“. Seither prüften Experten der Mitgliedsländer die von der EU-Kommission mit Kroatien verhandelten Ergebnisse, vor allem in den Bereichen Justiz, Wettbewerb und Haushalt.

Das Europäische Parlament genehmigte den Beitritt im Dezember 2011, woraufhin die scheidende kroatische Regierungschefin Jadranka Kosor und der kroatische Präsident Ivo Josipovic in feierlicher Zeremonie gemeinsam mit allen Staats- und Regierungschefs der EU den EU-Beitrittsvertrag für Kroatien am 9. Dezember 2011 auf dem EU-Gipfel in Brüssel unterzeichneten. In einem Referendum am 22. Januar 2012 stimmten 67,27 Prozent der Abstimmenden für einen Beitritt zur EU.[43] Die Beteiligung am Referendum betrug nur 43,51 Prozent, aber auch damit ist das Ergebnis des Referendums entsprechend der kroatischen Verfassung gültig.

Am 1. Juli 2013 wurde Kroatien der 28. Mitgliedstaat der EU. Bereits am 14. April 2013 wurden die zwölf kroatischen Vertreter für das EU-Parlament gewählt.[44]

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verfassung vom Dezember 1990 (Ustav Republike Hrvatske) definiert die Republik Kroatien (Republika Hrvatska) als Staat des kroatischen Volkes und der nationalen Minderheiten. Als Strukturprinzipien gibt sie die Grundsätze der Demokratie sowie der Rechts-, Sozial- und Einheitsstaatlichkeit vor. Das ursprünglich präsidial-demokratisch geprägte Regierungssystem wurde im Jahr 2000 zu einer parlamentarischen Demokratie umgeformt. Grundlegender Maßstab für die Ausübung von Hoheitsgewalt sind die in der Verfassung vorgesehenen Menschenrechte. Für hoheitliche Institutionen ist eine personelle Vertretung der nationalen Minderheiten vorgesehen; ihre Sprachen und Schriftzeichen sind in einzelnen Gebieten auch im amtlichen Gebrauch. Staat und Kirche sind voneinander getrennt; es gibt keine Staatsreligion.

Am 16. Oktober 2007 wurde Kroatien für zwei Jahre als nichtständiges Mitglied in den UN-Sicherheitsrat gewählt. Der Staat ist seit April 2009 Mitglied der NATO und hat am 9. Dezember 2011 die Beitrittsurkunde zur EU in Brüssel unterzeichnet. Nach den Beschlüssen auf EU-Ebene und des kroatischen Parlaments sowie dem erfolgreichen Referendum im Januar 2012 wurde Kroatien am 1. Juli 2013 EU-Mitglied.

Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatisches Parlament

Das kroatische Ein-Kammer-Parlament (Sabor) hat 151 Abgeordnete. Die zweite Kammer, das Haus der Gespanschaften (kroatisch: Županijski dom), ist im März 2000 abgeschafft worden. Die Abgeordneten werden durch Verhältniswahl bestimmt, bei der eine Fünf-Prozent-Klausel, bezogen auf einzelne Wahlkreise, gilt. Es gibt einen besonderen Wahlkreis für Auslandskroaten, für die im Sabor drei Sitze reserviert sind; zudem sind acht Abgeordnetensitze für nationale Minderheiten reserviert. Alle Bürger ab dem 18. Lebensjahr sind wahlberechtigt. Die letzten Parlamentswahl fanden im Dezember 2011 und im November 2015 statt. 2011 errang die sozialliberale „Kukuriku-Koalition“ aus SDP, HNS, IDS und HSU die Mehrheit im Parlament. Einschließlich der Mandate der Auslandskroaten kam die zuvor regierende konservative HDZ mit ihren Koalitionsparteien HGS und Demokratische Mitte auf 47 Sitze. Am 20. Juni 2016 löste der Sabor sich auf. Damit ist eine Neuwahl erforderlich.[45][46]

Präsident / Präsidentin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Präsident (Predsjednik Republike Hrvatske) wird für fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Er ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Während seiner Amtszeit darf er keiner politischen Partei angehören. Nach abgehaltenen Parlamentswahlen vergibt er den Auftrag zur Regierungsbildung und ernennt nach Zustimmung des Parlaments den Premierminister. Unter besonderen Voraussetzungen kann er das Parlament auflösen und Neuwahlen ausschreiben. Die Ausfertigung der vom Parlament beschlossenen Gesetzesvorlagen darf er nicht ablehnen; hält er eine Norm für verfassungswidrig, so kann er sie dem Verfassungsgericht zur Prüfung vorlegen.[47] Außenpolitisch ist er in Zusammenarbeit mit der Regierung auch gestaltend tätig. Ivo Josipović, Amtsinhaber seit Februar 2010, verlor am 11. Januar 2015 die Stichwahl gegen Kolinda Grabar-Kitarović (HDZ),[48] die ihr Amt als erste Frau in dieser Position in Kroatien am 15. Februar 2015 antrat.[49]

Regierung und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regierung (Vlada Republike Hrvatske) ist das ausführende Staatsorgan und die oberste gesetzgebende Behörde. Sie besteht aus dem Premierminister (predsjednik Vlade) sowie den Vizepremiers und Ministern. Vor Amtsantritt muss der Regierung vom Parlament das Vertrauen ausgesprochen werden. Sie kann auch Gesetzesvorlagen einbringen und bei gesetzlicher Ermächtigung Rechtsverordnungen erlassen. In ihrer Amtsausübung ist sie dem Parlament gegenüber verantwortlich. Durch Misstrauensvotum kann sie vom Parlament zum Rücktritt gezwungen werden. An der zuletzt amtierenden Regierungskoalition waren die Parteien HDZ und MOST beteiligt, sie wurde von unabhängigen Abgeordneten unterstützt. Premierminister Tihomir Orešković wurde am 16. Juni 2016 per Misstrauensvotum abgewählt.

Die innere Staatsverwaltung erfolgt unter Aufsicht der Regierung. Den Ministerien kommt dabei die Stellung von mittleren Verwaltungsbehörden zu. Daneben gibt es für jede Gespanschaft eine untere Verwaltungsbehörde. Für besondere Aufgabenbereiche können Sonderbehörden geschaffen werden.

Den Bürgern steht ein einklagbares Recht auf kommunale Selbstverwaltung zu. Aufgaben, deren Bedeutung nicht über ein bestimmtes Gebiet hinausgeht, werden von den kommunalen Selbstverwaltungskörperschaften eigenverantwortlich erfüllt. Das Recht auf Selbstverwaltung wird lokal in 426 Gemeinden (općine) und 124 Städten (gradovi) sowie regional in 20 Gespanschaften (županije) sowie der Stadt Zagreb unter staatlicher Aufsicht ausgeübt. Darüber hinaus können den Kommunen auch staatliche Aufgaben übertragen werden.

Rechtsprechung und Gerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausübung der rechtsprechenden Gewalt ist formell unabhängig. Die Gerichtsprozesse verlaufen jedoch äußerst langwierig. Zivilrechtsverfahren ziehen sich im Durchschnitt bis zu zehn Jahre hin. In den kroatischen Medien und seitens der EU wird immer wieder auf die fehlende Rechtssicherheit und auf Fälle von Korruption hingewiesen.[50] Höchstes Fachgericht ist der Oberste Gerichtshof (Vrhovni sud Republike Hrvatske). Die unteren Instanzen sind in einen allgemeinen, straf-, handels- und verwaltungsgerichtlichen Rechtsweg unterteilt.

Das Verfassungsgericht (Ustavni sud Republike Hrvatske) übt die rechtsprechende Gewalt auf dem Gebiet des Verfassungsrechts aus. Die Verfassungsrichter werden durch das Parlament für acht Jahre gewählt. Bei Verfassungswidrigkeit kann es Gesetze, behördliche Akte und Urteile aufheben; außerdem entscheidet es bei Streitigkeiten zwischen den anderen Verfassungsorganen. Mit der Verfassungsbeschwerde kann sich der Bürger selbst gegen Rechtsakte der Behörden und Gerichte an das Verfassungsgericht wenden, wenn der fachgerichtliche Rechtsweg erschöpft ist. In anderen Fällen kann nur ein besonderer Bürgeranwalt (pučki pravobranitelj) das Verfahren betreiben. Amtierende Präsidentin des Verfassungsgerichts ist Miroslav Šeparović.

Politische Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten Parteien Kroatiens sind die christdemokratische Hrvatska demokratska zajednica (HDZ) und die sozialdemokratische Socijaldemokratska Partija Hrvatske (SDP). Kleinere Parteien sind die Sozial-liberale Partei (HSLS), die Bauernpartei (HSS), die Volkspartei (HNS), die Istrische Demokratische Versammlung (IDS), die Christlich-Demokratische Union (HKDU), die slawonische Regionalpartei, die Partei des Rechts (HSP) sowie die Unabhängigen Demokraten.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien ist in 20 Gespanschaften (kroatisch: županija, Mehrzahl: županije) und die Hauptstadt Zagreb, die selbst die Kompetenzen einer Gespanschaft hat, gegliedert. Die Gespanschaften haben Flächen zwischen etwa 1.000 und 5.000 km². Jede Gespanschaft verfügt über eine gewählte Gespanschaftsversammlung (kroatisch: županijska skupština). An der Spitze der Verwaltung einer Gespanschaft steht der Gespan (kroatisch: župan), der von der Gespanschaftsversammlung gewählt und vom Staatspräsidenten bestätigt wird.

Die Gespanschaften gliedern sich ihrerseits in Općine (deutsch „Gemeinden“), von denen ein Teil den Status einer Stadt (kroatisch: grad) hat. Insgesamt ist die Verwaltung in 124 Städte und 426 Gemeinden unterteilt. 58 % der Bevölkerung lebt in Städten.

Nr. Übersetzung Kroatische Bezeichnung Verwaltungssitz
1 Gespanschaft Zagreb Zagrebačka županija Zagreb
2 Gespanschaft Krapina-Zagorje Krapinsko-zagorska županija Krapina
3 Gespanschaft Sisak-Moslavina Sisačko-moslavačka županija Sisak
4 Gespanschaft Karlovac Karlovačka županija Karlovac
5 Gespanschaft Varaždin Varaždinska županija Varaždin
6 Gespanschaft Koprivnica-Križevci Koprivničko-križevačka županija Koprivnica
7 Gespanschaft Bjelovar-Bilogora Bjelovarsko-bilogorska županija Bjelovar
8 Gespanschaft Primorje-Gorski kotar Primorsko-goranska županija Rijeka
9 Gespanschaft Lika-Senj Ličko-senjska županija Gospić
10 Gespanschaft Virovitica-Podravina Virovitičko-podravska županija Virovitica
11 Gespanschaft Požega-Slawonien Požeško-slavonska županija Požega
12 Gespanschaft Brod-Posavina Brodsko-posavska županija Slavonski Brod
13 Gespanschaft Zadar Zadarska županija Zadar
14 Gespanschaft Osijek-Baranja Osječko-baranjska županija Osijek
15 Gespanschaft Šibenik-Knin Šibensko-kninska županija Šibenik
16 Gespanschaft Vukovar-Srijem Vukovarsko-srijemska županija Vukovar
17 Gespanschaft Split-Dalmatien Splitsko-dalmatinska županija Split
18 Gespanschaft Istrien Istarska županija Pazin
19 Gespanschaft Dubrovnik-Neretva Dubrovačko-neretvanska županija Dubrovnik
20 Gespanschaft Međimurje Međimurska županija Čakovec
21 Stadt Zagreb Grad Zagreb

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kroatische Streitkräfte

Die Kroatische Armee umfasst in ihrer Friedensstärke etwa 15.000 Soldaten. Die Anzahl der Reservisten beträgt 111.000 Soldaten, von denen sich etwa 32.360 in Bereitschaft befinden. Insgesamt stehen 856.946 Bürger Kroatiens bereit für den Verteidigungsfall.

Der Wehretat der Republik Kroatien betrug 1997 etwa 1,1 Milliarden USD (1997), etwas über 5 % des Bruttosozialproduktes; 2006 lag er bei etwa 0,701 Milliarden USD (1,65 % des BIP).[51]

Der Oberbefehlshaber der Armee Kroatiens ist der Staatspräsident der Republik Kroatien. Der Sabor, das kroatische Parlament, verfügt über die Kontrolle der Streitkräfte, den Wehretat und die strategische Entwicklung.

Beitritt zur NATO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knin, August 2011

Seit den 1990er Jahren strebte Kroatien eine Mitgliedschaft in der NATO an. Insbesondere die Flüchtigkeit des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ante Gotovina war dabei lange Zeit ein Hindernis. Am 1. April 2009 trat die Mitgliedschaft in Kraft.

Auslandseinsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatische Truppen waren ab November 2003 Teil der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (ISAF) unter Leitung der NATO (Bildung eines regionalen Aufbauteams für den Handel der Stadt Kunduz und Demilitarisierungsprogramme); ISAF wurde am 1. Januar 2015 abgelöst durch die Mission RS. Im Juni 2015 betrug die Stärke der dort stationierten kroatischen Truppen 107 Mann.[52]

Die kroatischen Streitkräfte werden auch zu friedenserhaltenden und -sichernden Maßnahmen im Rahmen der Vereinten Nationen eingesetzt:

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wirtschaft Kroatiens

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kroatiens betrug im Jahr 2015 43,7 Mrd. Euro. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im selben Jahr 10.318 Euro.[53] Nach dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 steckte das Land über Jahre in der Krise. Kroatien verlor bis 2014 ca. ein Sechstel seiner Wirtschaftskraft. Seit 2015 mehren sich jedoch die Anzeichen wirtschaftlicher Erholung. Die Wirtschaft wuchs 2015 um 1,6 Prozent. Dennoch hat Kroatien immer noch eine sehr hohe Arbeitslosenquote zu verzeichnen, die Jugendarbeitslosigkeit ist mit ca. 44 Prozent die derzeit dritthöchsten in der EU.[54]

Kroatien war bis zum EU-Beitritt im Juli 2013 Mitglied des mitteleuropäischen Freihandelsabkommens (CEFTA); die Europäische Union ist der wichtigste Handelspartner des Landes.[55]

Im „Global Gender Gap Report 2015“ des Weltwirtschaftsforums belegte Kroatien im weltweiten Ranking Platz 59.[56] In diesem Bericht werden etwa Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern, die Beteiligung von Frauen in der Politik sowie in entscheidenden Wirtschaftspositionen eines Staates untersucht.

Geostrategische Position[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien befindet sich am Schnittpunkt der beiden paneuropäischen Verkehrskorridore MitteleuropaTürkei (Korridor X) und AdriaUkraine bzw. –Baltikum (Korridor V).

Durch Kroatien verlaufen zudem wichtige Erdölpipelines, z. B. die Adria-Anbindung der Erdölleitung Freundschaft.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hälfte (53,16 %) der Landfläche wird als Agrarfläche genutzt. 2007 wurden 7,2 % des Wirtschaftseinkommens durch die Landwirtschaft erzielt, wobei etwa 2,7 % der Bevölkerung in diesem Sektor tätig waren.[2] 2004 wurde 9 % sowohl des Exports als auch des Imports durch den Sektor erreicht.[57] Zu der bewirtschafteten Landflächen gehören vor allem die fruchtbaren Böden im Save-Drau-Zwischenstromland, die intensiv genutzt werden. Die wichtigsten angebauten Früchte sind Zuckerrüben, Kartoffeln, Weizen und Mais. In klimatisch begünstigten Lagen werden auch einige Sonderkulturen angebaut, vor allem Wein und Obst. In Süddalmatien werden mit Tabak und Zitrusfrüchten hohe Ernteerträge erzielt. In der Viehhaltung dominieren die Rinder-, Schaf- und Schweinezucht. In Dalmatien ist der Fischfang eine wichtige Einkommensquelle.

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien ist relativ reich an Bodenschätzen. Vor Ausbruch der Jugoslawienkriege 1991 war die Bergbauindustrie einer der bedeutendsten Arbeitgeber. Erdgas, Erdöl, Steinkohle, Braunkohle, Bauxit, Eisenerz und Porzellanerde (Kaolin) gehören zu den wichtigsten Rohstoffen Kroatiens. In manchen Regionen gibt es auch kleine Vorkommen von Calcium, Naturasphalt, Kieselerde, Glimmer und Salz. Darüber hinaus werden Graphit und Baumaterialien (vor allem Betongrundstoffe) abgebaut.

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mineralöl- und Gas-Konzern INA ist mit rund 17.000 Angestellten das zweitgrößte Unternehmen in Kroatien

Die vorherrschenden Industriebetriebe in Kroatien sind Erdölraffinerien, Eisen- und Stahlwerke, Schiffswerften, Chemieunternehmen und Produktionsstätten für Nahrungsmittel, Maschinen, Zement und Beton, Metallwaren und Textilien. Die ehemals bedeutende Bergbauindustrie verzeichnet seit einigen Jahren Rückgänge in der Produktion. Viele der Industriebetriebe Kroatiens wurden im Kroatienkrieg zerstört oder beschädigt. Der Wiederaufbau der Anlagen bindet viele finanzielle Mittel und verhindert eine weitere Entwicklung in einigen anderen Produktionsbereichen. Als Folge des Krieges im eigenen Lande fiel 1991 die Industrieproduktion um 42,5 %.[58] Ab 1993 verzeichnete die kroatische Wirtschaft Zuwachsraten, und bis 1996 konnten wieder in den meisten Branchen erhebliche Produktivitätssteigerungen verzeichnet werden. Wichtige Industrieunternehmen sind der Mineralöl- und Gas-Konzern Industrija nafte (INA) (etwa 17.000 Beschäftigte), der Elektrotechnik-Hersteller Končar Group sowie die Lebensmittelkonzerne Agrokor (etwa 36.000 Beschäftigte), Podravka und Kraš.

Bankwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bankwesen ist konsolidiert und die größten Banken des Landes haben mit italienischen und österreichischen Großbanken fusioniert bzw. wurden von diesen übernommen. Zu den größten Banken in Kroatien zählen die Zagrebačka banka, Privredna banka, Splitska banka, Raiffeisenbank Austria, HVB Croatia banka, OTP banka und Karlovačka banka. Die einzige größere Bank, die nicht von ausländischen Banken aufgekauft wurde, ist die Hrvatska Poštanska Banka – die kroatische Postbank.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Tourismus in Kroatien

Kroatien ist für seine Küste mit hunderten vorgelagerten Inseln bekannt. Auf dem „World Tourism Barometer“, das u.a. den Bekanntheitsgrad von Touristenzielen misst, nimmt das Land weltweit den 18. Platz ein. Jährlich reisen etwa 10 Mio. Menschen nach Kroatien. Im Rekordjahr 2008 sorgten sie für einen Umsatz von rund 7,5 Mrd. Euro. Die Einnahmen aus dem Tourismus beliefen sich 2011 auf 6,6 Mrd. und 2012 auf 7 Mrd. Euro.[59] Damit trägt die Fremdenverkehrsbranche etwa ein Fünftel zum BIP des Landes und stellt ein wichtiges Standbein der Wirtschaft im tertiären Sektor dar.

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Erzeugung von elektrischer und Wärmeenergie werden in Kroatien vorrangig Erdöl, Kohle und Wasser genutzt. Daneben versorgt das Kernkraftwerk Krško in Slowenien, das in einem gemeinsamen Projekt zwischen Kroatien und Slowenien errichtet wurde, den Norden Kroatiens, vor allem Zagreb, mit Strom. Wasserkraftwerke sind meist in der Küstenregion Kroatiens vorzufinden. Das größte Wasserkraftwerk in Kroatien liegt am Perućko jezero (Peruća-See) nahe Sinj. Seit einem Beschluss vom März 2007 werden in Kroatien auch Erneuerbare Energien subventioniert.

Strom wird zu 24,5 % aus Wasserkraft, 15,8 % Kernenergie und 27,5 % aus fossilen Brennstoffen gewonnen, 30,9 % werden auf dem Strommarkt dazugekauft (Stand 2011).[60] Windenergie machte einen Anteil von 1,3 % aus, 2010 waren es 0,8 % gewesen.

Staatshaushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Schätzungen der CIA umfasste der Staatshaushalt 2012 Ausgaben von umgerechnet 23,42 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 21,56 Mrd US-Dollar gegenüber. Das Defizit wird mit 3,2 % des BIP angegeben.[61]
Laut CIA wird die Staatsverschuldung für 2012 auf 68,2 % des BIP geschätzt.[61]

Infrastruktur, Verkehr und Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das stetig wachsende Autobahnnetz Kroatiens

Der Verkehrs- und Infrastruktursektor ist derzeit einer der sich am schnellsten entwickelnden Bereiche der kroatischen Wirtschaft. Mehrere Autobahnabschnitte werden über das Land verteilt gleichzeitig errichtet. Damit erhofft man sich unter anderem eine Entlastung der kurvenreichen Küstenstraße Jadranska Magistrala. Auch andere wichtige Infrastrukturprojekte, wie Tunnel, Brücken, städtische Kommunalprojekte, Umweltprojekte oder der Ausbau von Häfen befinden sich derzeit in einer Projektierungs- oder Bauphase. Insbesondere für den Tourismus erhofft Kroatien sich nachhaltige Auswirkungen durch bessere Infrastrukturlösungen. Eine bereits in Kraft getretene, transparentere und härtere Gesetzgebung soll hier unkontrolliertes Bauen verhindern.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 fertiggestellte Autobahn A1 Zagreb-Split, südlich des Tunnels Sveti Rok

Das kroatische Autobahnnetz gehört zu den jüngsten in Europa. Viele Autobahnkilometer wurden erst kürzlich fertiggestellt und ein Ende der regen Bautätigkeit ist noch nicht abzusehen. Das Hauptprojekt stellte hierbei die Autobahn A1 ZagrebSplit dar, die im Frühling 2005 fertiggestellt wurde und eine durchgehende Autobahnverbindung zwischen den beiden größten kroatischen Städten bietet. Bis 2008 sollten einige wichtige Bauprojekte verwirklicht sein. Dazu zählen die Verlängerung der Autobahn bis Ploče in Süddalmatien, bessere Verkehrslösungen für Rijeka (weitere Umgehung), die Autobahnverbindung nach Osijek, der Autobahnausbau nach Sisak und die Autobahnanbindungen in Richtung Serbien, Slowenien sowie Österreich. Zurzeit wird der Ausbau zahlreicher Raststätten entlang aller kroatischen Autobahnen vorangetrieben. Ebenso sollten mittels modernster Videoüberwachungstechnik Unfälle vermieden werden. Die kroatischen Autobahntunnel zählen zu den sichersten in Europa.[62]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der von der staatlichen Gesellschaft Hrvatske željeznice betriebene Bahnverkehr in Kroatien ist mit einem Streckennetz von 2974 Kilometern[63] unterentwickelt und wenig konkurrenzfähig zum Busnetz, das in der Regel Strecken preiswerter und in kürzeren Intervallen bedient. Seit 2005 verkehren auf der Bahnstrecke Zagreb–Rijeka sowie weiter nach Knin und nach Split die Neigezüge der Baureihe 7123, die eine viel komfortablere und kürzere Reisezeit ermöglichen als zuvor. Im Gegensatz dazu stehen die veralteten Triebwagen auf anderen Strecken insbesondere in den Osten nach Slawonien. Die 2006 privatisierte kroatische Bahn ist bestrebt, die Reisequalität auf einzelnen Strecken zu erhöhen und die Reisezeiten zu verringern. Neben der abgeschlossenen Modernisierung der Strecke Zagreb–Split soll eine neue Bahnstrecke von Botovo an der Grenze zu Ungarn über Zagreb bis nach Rijeka gebaut werden. Dazu gehören auch Überlegungen für eine Neubaustrecke Zagreb–Rijeka. Mit einer Fertigstellung ist jedoch vor 2025 nicht zu rechnen.[64]

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendsten kroatischen Flughäfen sind Zagreb, Rijeka, Split, Dubrovnik, Pula, Zadar und Osijek. Die kroatische Regierung investiert u. a. in den Ausbau der Flughäfen von Zagreb und Brač.

Seeverkehr und Binnenschifffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fähre im Hafen von Rijeka, dem Handels- und Wirtschaftszentrum Kroatiens an der Adria

In Kroatien gibt es mehrere wichtige Adriahäfen. Der größte Hafen an der östlichen Adriaseite ist Rijeka, gefolgt vom Industriehafen Ploče und dem Passagierhafen Split. Als bedeutender Binnenhafen gilt Vukovar an der Donau.

Telekommunikation und Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Telekommunikationssektor ist in Kroatien bereits weit entwickelt, insbesondere was die Mobilfunknetze betrifft und hat in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbranchen in Kroatien die größten Fortschritte gemacht. Dies ist auch daran ersichtlich, dass der Telekommunikationssektor in diesem Land einen höheren Anteil am BIP trägt, als dies in den alten EU-Ländern der Fall ist (über 5 %). Auch die Gesetzgebung in diesem Bereich befindet sich bereits auf europäischem Niveau. Als Folge der Liberalisierung des Marktes im Jahr 2005 kommen immer mehr alternative Telekommunikations-Betreiber auf den kroatischen Markt.

In Kroatien gibt es derzeit (Stand: Frühjahr 2006) drei Mobilfunknetzbetreiber, wobei eine vierte Lizenz noch im Laufe des Jahres 2006 ausgeschrieben werden sollte. Die beiden größten Netze garantieren eine flächenmäßige Abdeckung von über 98 %. Auch die Einführung neuer Technologien, wie WAP, GPRS oder MMS wurde rasch durchgeführt. Ebenso UMTS und mobile Videotelefonie sind bereits verfügbar. Dem kroatischen Telekommunikationssektor wird immer noch recht gutes Wachstumspotential zugeschrieben, da noch keine vollständige Marktsättigung erreicht wurde.

Breitbandinternetzugänge sind nicht im ganzen Land verfügbar. Durch gezielte Wachstumsanreize soll der Ausbau beschleunigt werden. 2005 wurden in Kroatien bereits Frequenzlizenzen für Internet-Funknetzwerke vergeben. Insbesondere durch neue WiMAX-Funknetzwerke soll die Internet-Infrastruktur in ganz Kroatien ausgebaut werden. Die flächenmäßige Abdeckung ganzer Städte und Regionen mit dieser Technik wurde hierbei beschlossen.

Kultur und Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität Zadar gehört zu den ältesten Universitäten in Europa. Sie wurde 1396 als Universitas Jadertina gegründet
Siehe auch: Bedeutende kulturelle Veranstaltungen

In kultureller und architektonischer Hinsicht wurde der Norden und Nordosten Kroatiens durch seine lange gemeinsame Geschichte mit Ungarn bzw. Österreich im Baustil des Barock geprägt. Der Süden des Landes, das Küstenland von Istrien, der Kvarner-Bucht, des Hrvatsko primorje und Dalmatiens hingegen wurden architektonisch vorwiegend im Stil der Renaissance durch die frühere Seemacht Venedig (1409 bis etwa 1815) beeinflusst.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Musik Kroatiens

In Kroatien ist sowohl moderne Rock- und Popmusik, als auch traditionelle Tamburica- (gitarrenartiges Musikinstrument) und Klapa- (Männerchor) Musik weit verbreitet. Viele kroatische Künstler feiern auch international Erfolge wie z. B. 2Cellos, Tomislav Miličević (30 Seconds to Mars), Krist Novoselić (ehemaliges Bandmitglied von Nirvana), Sandra Nasić (Guano Apes) uvm.

Kulturhistorisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung des Kleidungsstückes „Krawatte“ geht auf den Namen eines Volkes der Kroaten zurück. Die kroatischen Soldaten trugen im 17. Jahrhundert ein ähnliches Kleidungsstück um den Hals, ein Halsband mit Fransen, durch das sie recht einfach zu unterscheiden waren. Das Wort „cravate“ wird zum ersten Mal in der französischen Enzyklopädie im 17. Jahrhundert erwähnt, als kroatische Soldaten am Hof Ludwigs XIV. in Paris weilten. Das französische Wort für die Kroaten lautet Croates, was leicht auf das Wort cravate oder im Deutschen „Krawatte“ schließen lässt. (Näheres, siehe: Geschichte der Krawatte).

Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien besitzt mehrere Hochschulen (kroatisch sveučilište), darunter fünf polytechnische und 14 öffentliche und private Fachhochschulen (kroatisch veleučilište). Die sieben Universitäten des Landes befinden sich in Dubrovnik, Osijek, Pula, Rijeka, Split, Zadar sowie in der Hauptstadt Zagreb. Daneben unterhalten die einzelnen Universitäten zahlreiche Institute in anderen Städten Kroatiens, wie z. B. in Varaždin. Weitere etwa 40 Forschungsinstitute bzw. wissenschaftliche Großprojekte werden in einer offiziellen Website zusammengefasst.

Die älteste genuin-kroatische Wissenschaftsinstitution ist Matica hrvatska, die in der Donaumonarchie zur Kultur- und Sprachpflege ins Leben gerufen wurde.

Siehe auch:Liste der Universitäten und Hochschulen in Kroatien

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schulpflicht gilt nach der Regelung von 2007 für Kinder im Alter von 7 bis 18 Jahren. Die Schulpflicht wird acht Jahre auf der Grundschule abgeleistet, danach wird der Schulbesuch drei Jahre bis zur 11. Klasse auf einer Fachschule bzw. vier Jahre bis zur 12. Klasse auf einem Gymnasium fortgesetzt.

In Kroatien wird muttersprachlicher Unterricht für ethnische Minderheiten sowohl an Grundschulen als auch an weiterführenden Schulen (Gymnasien) in folgenden Sprachen angeboten: Tschechisch, Ungarisch, Italienisch, Serbisch und Deutsch. Für den Unterricht der insgesamt 3207 serbischen Schüler in serbischer Sprache waren 2008/09 landesweit 459 Lehrer eingesetzt. An zweiter Stelle folgte der Muttersprachenunterricht für 2139 italienische Schüler durch 374 Lehrkräfte. Deutschsprachiger Unterricht wird nur noch an einer Grundschule angeboten.[65]

Etwa jeder vierte Kroate spricht Englisch, jeder siebte deutsch.[66]

Die Analphabetenrate bei den über 15-Jährigen lag laut CIA 2010 bei 1,2 % der Gesamtbevölkerung.[67]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Medien in Kroatien

Druckerzeugnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Presse in Kroatien ist überwiegend auf die Hauptstadt Zagreb konzentriert. Zu den bedeutendsten Tageszeitungen gehören Večernji list, Jutarnji list, Slobodna Dalmacija und Novi list. Die meistgelesenen Wochenmagazine sind Globus, Nacional und Hrvatski list. Seit 2005 etablieren sich immer mehr Zeitungen im Kleinformat. Dazu zählen 24 sata sowie die Gratiszeitungen Metropola und Metro.

Fernsehen-/Sender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroatien verfügt über ein duales Fernseh- und Rundfunksystem. Aus dem staatlichen Radio Televizija Zagreb ging 1991 Hrvatska Radiotelevizija (HRT) hervor, das derzeit vier Kanäle ausstrahlt. Bereits seit den 1980er Jahren gibt es in Kroatien lokale Privatfernsehsender. Am kroatischen Fernsehmarkt etablierten sich im Zuge der Liberalisierung in den letzten Jahren auch national-sendende Privatsender. Die Privatsender RTL Televizija und Nova TV können in ganz Kroatien empfangen werden. Der Testbetrieb des ehemals landesweit digital empfangbaren Privatsenders Kapital Network endete laut dem Netzbetreiber OIV per Beschluss am 31. August 2012. HRT 1 (nur Nachrichten, Reportagen und Filme sowie Serien aus Kroatien) und HRT 4 sowie Z1 aus Zagreb sind per Satellit auch europaweit unverschlüsselt empfangbar.

Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den staatlichen Radiosendern der HRT und den national-ausgestrahlten Privatsendern Otvoreni radio, Narodni radio und Radio Marija gibt es in Kroatien bereits seit den frühen 1990er Jahren dutzende lokale Privatradiosender.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzige große kroatische Filmproduktionsfirma ist Jadran Film, die u. a in den 1960er Jahren an den Karl-May-Filmen beteiligt war. Zahlreiche kroatische Schauspieler sind auch dem internationalen Publikum bekannt darunter Goran Visnjic, Ivana Miličević, Mira Furlan, Miroslav Nemec (dt.Tatort), Dunja Rajter, oder Antonija Šola. Der bekannteste Kroate im Filmgeschäft dürfte allerdings Oscarpreisträger Branko Lustig sein. Lustig produzierte u.a. Schindlers Liste, Gladiator und Hannibal. Zudem spielte er in zahlreichen nationalen und internationalen Filmproduktionen mit.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kroatischer Sport

Eine spezifisch kroatische Sportart ist Picigin, ein beliebtes Strandballspiel in seichtem Wasser, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Split entwickelt wurde.

siehe auch: Fußball in Kroatien, Handball in Kroatien sowie Basketball in Kroatien

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportliche Großveranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 2005 ist Zagreb-Sljeme eine der FIS World Cup Austragungsorte für die jährliche Tournee des Ski-Slaloms der Damen und Herren. Sljeme gehört mit seiner Besucherzahl (bis zu 15.000 Menschen) zu den größten Ski-Slalom-Austragungsorten in Europa.

UNESCO Weltkultur- und Naturerbe der Menschheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altstadt von Dubrovnik


Die kroatischen Weltkultur- oder Naturerbestätten geordnet nach den Eintragungsjahren[68]
1. 1979 Historischer Komplex der Stadt Split mit dem Palast Kaiser Diokletians
2. 1979, 1994 Altstadt von Dubrovnik
3. 1979, 2000 Nationalpark Plitvicer Seen
4. 1997 Bischöflicher Komplex der Euphrasius-Basilika im historischen Stadtkern von Poreč
5. 1997 Historische Stadt Trogir
6. 2000 Kathedrale des Heiligen Jakob (Katedrala svetog Jakova) in Šibenik
7. 2008 Ebene von Stari Grad auf der Insel Hvar

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgewählte Museen:

Kroatischer Apoksiomen (Apoxymenos), im Muzej Apoksiomen auf Lošinj ausgestellt
Museen
1. Čakovec Museum der Region Međimurje
2. Dubrovnik

Heimatmuseum, Ethnographisches Museum, Schatzkammer der Kathedrale, Archäologisches Museum, Museum für moderne Geschichte sowie das Geburtshaus von Marin Držić.
3. Gospić Museum Lika; im nahegelegenen Smiljan befindet sich im Geburtshaus von Nikola Tesla dessen biografische Sammlung
4. Hlebine Galerie naiver Kunst, Museumssammlung von Ivan Generalić
5. Karlovac Stadtmuseum Karlovac
6. Klanjec Galerie des Bildhauers Antun Augustinčić
7. Krapina Evolutionsmuseum und Fundort des Urmenschen Hušnjakovo, Museum Ljudevit Gaj
8. Kumrovec Ethno-Museum Staro Selo (Altes Dorf) mit alten originalen Häusern; das Geburtshaus von Josip Broz Tito
9. Makarska Malakologisches Museum (Muschelsammlung), Stadtmuseum Makarska
10. Osijek Museum Slawoniens, Galerie der bildenden Künste
11. Pazin Stadtmuseum Pazin, Ethnografisches Museum Istriens
12. Pula Archäologisches Museum Istriens
13. Split Museum kroatischer archäologischer Denkmäler, Archäologisches Museum Split, Galerie des Bildhauers Ivan Meštrović
14. Trakošćan Schlossmuseum Trakošćan mit einer großen Sammlung alter Waffen
15. Varaždin Stadtmuseum Varaždin in der Alten Burg – Historische Abteilung und Entomologische Abteilung (Insektensammlung)
16. Zadar Archäologisches Museum Zadar, Volksmuseum Zadar, Seefahrtsmuseum, Ständige Ausstellung sakraler Kunst
17. Zagreb Archäologisches Museum, Ethnografisches Museum, Kroatisches Museum für naive Kunst, Moderne Galerie Zagreb, Museum der Stadt Zagreb, Mimara-Museum mit Kunstwerken aus allen Epochen, Museum für Kunst und Handwerk, Naturwissenschaftliches Museum, Museum für moderne Kunst, Strossmayer-Galerie alter Meister, Technisches Museum

Feiertage in Kroatien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Deutsche Bezeichnung Kroatische Bezeichnung Anmerkungen
1. Januar Neujahr Nova godina
6. Januar Heilige Drei Könige Sveta tri kralja
Ostermontag Ostermontag Uskrsni ponedjeljak bewegliches Datum
1. Mai Tag der Arbeit Praznik rada
60 Tage nach Ostern Fronleichnam Tijelovo bewegliches Datum
22. Juni Tag des antifaschistischen Kampfes Dan antifašističke borbe
25. Juni Staatsfeiertag Dan državnosti
5. August Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit Dan pobjede i domovinske zahvalnosti
15. August Maria Himmelfahrt Velika Gospa
8. Oktober Unabhängigkeitstag Dan neovisnosti
1. November Allerheiligen Svi sveti
25. Dezember Weihnachten, 1. Weihnachtsfeiertag Božić
26. Dezember Stephanitag, 2. Weihnachtsfeiertag Blagdan svetog Stjepana
Hauptartikel: Feiertage in Kroatien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dubravko Horvatić: Kroatien. Zagreb 1992, ISBN 86-7133-186-3.
  • Norbert Mappes-Niediek: Kroatien – Das Land hinter der Adria-Kulisse. Ch. Links Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86153-509-6.
  • Agičić et al.: Povijest i zemljopis Hrvatske (Die Geschichte und Geographie Kroatiens), priručnik za hrvatske manjinske škole (Handbuch für kroatische Ergänzungsschulen), Biblioteka Geographica Croatica, Zagreb 2000, ISBN 953-6235-40-4 (kroatisch).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Kroatien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kroatien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Kroatien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Kroatien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Kroatien – Reiseführer
 Wikisource: Kroatien – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Europäische Union (Eurostat): Kroatien – Länderinfo, Stand 2014.
  2. a b CIA – The World Factbook
  3. Europäische Union (Eurostat): Kroatien – Länderinfo, Stand 2015.
  4. http://www.wolframalpha.com/input/?i=Kroatien
  5. Daten des International Monetary Fund: World Economic Outlook Database, Stand: Oktober 2014. Abgerufen am 26. November 2014.
  6. Human Development Report Office: Croatia – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 26. Oktober 2014
  7. Peter Jordan: Großgliederung Europas nach kulturräumlichen Kriterien. In: Europa Regional Bd. 13.4, 2005, S. 162–173. (PDF; 463 kB)
  8. Walter, G.: Kroatien. München, 2001
  9. http://de.climate-data.org/country/82/
  10. http://en.tutiempo.net/climate/croatia.html
  11. blueflag.org
  12. Geografija.hr, „Voda: resurs 21. stoljeća“ (kroatisch)
  13. Weltwasserentwicklungsbericht der Vereinten Nationen, März 2006
  14. Schwarz, U.: Balkan Rivers – The Blue Heart of Europe, Hydromorphological Status and Dam Projects, Report, 2012, 151 pp. (PDF; 6,4 MB)
  15. Environmental Sustainability Index, in der engl. Wikipedia
  16. Environmental Sustainability Index 2005 (PDF; 18,6 MB)
  17. Bureau of Ecological Studies (2007): Karte 8 zum Grünen Band Europas (PDF)
  18. Delo.si Pahor prejel odgovor komisije glede ERC (5. März 2008)
  19. Delo.si Rupel: Hrvaška pogajalska izhodišča prejudicirajo mejo (13. Oktober 2008)
  20. Matthias Koeffler, Matthias Jacob: Kroatien, Trescher Verlag, 2014, ISBN 9783897942400, S. 25
  21. Republik Kroatien. Archiviert vom Original am 2. Februar 2008, abgerufen am 28. Februar 2015.
  22. WHO Life Expectancy at birth (English) Weltgesundheitsorganisation. 2012. Abgerufen am 6. Dezember 2014.
  23. Vjesnik on-line – Teme dana. Archiviert vom Original am 30. August 2002, abgerufen am 28. Februar 2015.
  24. http://www.dzs.hr/Hrv/censuses/Census2001/Popis/H01_02_02/H01_02_02.html
  25. http://www.dzs.hr/Eng/censuses/census2011/results/htm/E01_01_04/e01_01_04_RH.html
  26. www.povratak.hr (kroatisch)
  27. Croatia: The Roma and the right to education, Amnesty International, November 2006 (englisch)
  28. Stanovništvo prema materinskom jeziku po gradovima/općinama, popis 2011.. In: Popis stanovništva 2011.. Državni zavod za statistiku RH. Abgerufen am 19. prosinca 2012..
  29. außer Zahlen für griechisch-katholische Mitglieder
  30. http://www.dzs.hr/Hrv/censuses/Census2001/popisnice/Template%20P1_page2/Template%20P1_page2.GIF
  31. SAS Output. In: dzs.hr. Abgerufen am 28. Februar 2015.
  32. Vlado Čutura: Uskočki vapaj za spasom, Glas Koncila 1670 (2006) (Memento vom 16. Februar 2008 im Internet Archive)
  33. Liste antiker Stätten#Kroatien
  34. Srpsko Kulturno Drustvo
  35. Operation: Last Chance. Abgerufen am 29. März 2011.
  36. United States Holocaust Museum: Holocaust Era in Croatia 1941–1945. Abgerufen am 29. März 2011.
  37. Dunja Melčić: Der Jugoslawien-Krieg. Westdeutscher Verlag, Opladen/Wiesbaden 1999, ISBN 3-531-13219-9, S. 544.
  38. Kroatisches Außenministerium
  39. EU Bulletin 10-2001
  40. Kroatien Innenpolitik
  41. Mitteilung der deutschen Bundesregierung zur Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen
  42. http://www.euronews.net/de/article/05/11/2008/ec-report-card-shows-enlargement-candidates-are-a-mixed-bag/
  43. Offizielles Endergebnis des Referendums über den Beitritt der Republik Kroatien zur Europäischen Union. Staatliche Wahlkommission der Republik Kroatien, 27. Januar 2012 (PDF; 2,0 MB)
  44. Kroatien hält schon vor EU-Beitritt Europawahl ab, Zeit online
  45. spiegel.de 20. Juni 2016: Kroatien: Parlament in Zagreb löst sich selbst auf
  46. Der Standard, 20. Juni 2016: Kroatisches Parlament aufgelöst, Neuwahl im September
  47. vgl. Artikel 88 der kroatischen Verfassung
  48. Kroatien wählt erstmals Frau zur Präsidentin, sz.de
  49. Inauguracija prve predsjednice, jutarnji.hr, 27. Januar 2015 (kroatisch)
  50. tagesschau.de
  51. Center for strategic & International Studies; „Trends in European Defense Spending, 2001–2006“. Abgerufen am 6. April 2012 (PDF; 342 kB). Seite 13 ff.
  52. [1] Key Facts and Figures. Juni, 2015 (PDF), aufgerufen am 11. November 2015
  53. Auswärtiges Amt – Kroatien- Übersicht, zuletzt gesehen am 27. August 2016.
  54. Auswärtiges Amt – Kroatien- Wirtschaft, zuletzt gesehen am 27. August 2016.
  55. MEPs to vote on accession of Croatia to EU Thursday, European Parliament/News
  56. World Economic Forum, „The Global Gender Gap Report 2015“ (englisch)
  57. Croatia Country Report, Study on the state of agriculture in five applicant countries, 2006
  58. Djekovic-Sachs, Ljiljana: Die Nachfolgestaaten Jugoslawiens zwischen Stabilisierung und Zusammenbruch, in: Südosteuropa-Mitteilungen, Band 33 (Jahr 1993), S. 28
  59. Kroatien verzeichnet in 2012 Rekordwachstum im Tourismus zuletzt gesehen am 27. März 2016
  60. Übersicht Stromquellen Kroatien (2011) (englisch)
  61. a b The World Factbook. Abgerufen am 28. August 2013.
  62. ADAC- Kroatische Tunnel
  63. Eigendarstellung der HŽ
  64. Kroatien sucht PPP-Partner für Bahnausbau. Germany Trade&Invest, 19. Januar 2012
  65. Das Statistische Jahrbuch für die Republik Kroatien, 2010 Absatz 26/10 Seite 482. Abgerufen am 7. März 2012 (PDF; 14,2 MB).
  66. http://www.hill-international.com/Kroatien_Arbeitsmarkt.11037.0.html Zugriff 29. August 2012
  67. CIA The World Fact Book
  68. Weltkultur- oder Naturerbestätten der UNESCO

Koordinaten: 45° N, 15° O