Krosigk (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Krosigk
Burg Krosigk, Bergfried
Schloss Hohenerxleben (1466–1945 im Besitz der Familie)
Merbitz (1594–1945 im Besitz der Familie, nach 1990 zurückerworben)
Schloss Poplitz (von 1671) um 1860, 1522–1945 im Besitz der Familie
Herrenhaus Beesenlaublingen
Schloss Eichenbarleben (um 1750), von 1858 bis 1945 im Besitz der Familie

Krosigk ist ein ursprünglich edelfreies obersächsisches Uradelsgeschlecht mit gleichnamigem Stammhaus Krosigk bei Halle (Saale). Die Familie, deren Zweige bis heute bestehen, kam später auch in Anhalt und Sachsen zu Besitz und Ansehen und brachte zahlreiche Politiker und hochrangige Offiziere hervor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1103 erscheint der Name Krosigk erstmals mit Dedo von Krosigk (Teto de Crozuc) in einer Urkunde des Bischofs Walram von Naumburg.[1] Die Stammreihe beginnt mit Guncelinus de Crozuc, der im Jahr 1143 urkundlich erwähnt wird.[2] Die Krosigk sind eines Stammes und Wappens mit den aus dem Winckel und den 1727 abgestorbenen von Köler. Die Schreibweise des Namens wechselte häufig und festigte sich erst im 18. Jahrhundert zu Krosigk.

Auf Konrad von Krosigk, 1201–1209 Bischof von Halberstadt, geht der Grundbestand des Halberstädter Domschatzes zurück. 1451 verkauften die Krosigk ihr Stammhaus Burg Krosigk an die Familie von Trotha. Güter besaß das Geschlecht in Alsleben (Saale), Oberhof Ballenstedt, Beesen, Beesedau, Eichenbarleben, Freckleben, Gattersleben, Gröna, Laublingen, Merbitz, Most (Tschechien), Mukrena, Ostramondra, Poplitz, Staßfurt, Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Tüngeda und im 17. Jahrhundert in Marienthal bei Eckartsberga.

Den Reichsfreiherrenstand erhielt Adolph Wilhelm von Krosigk, hessen-kasseler Präsident des Geheimen Rates und Gesandter am Kaiserhof in Wien, am 11. März 1656.

Dedo von Krosigk auf Poplitz (Ortsteil von Könnern) war Anfang des 19. Jahrhunderts Landrat a. D. und Domkapitular zu Naumburg (Saale), ebenso Herr auf Laublingen, Mukrena und Besedau im Saalkreis; ihm wurde am 15. Oktober 1840 die Würde eines Erbtruchsessen des Herzogtums Magdeburg von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen verliehen.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Silber drei rote Pflugscharen, balkenweise gestellt und pfahlweise gelegt. Auf dem Helm zwei aus rot-silbernem Helmwulst wachsende, mit dem Rücken gegeneinander gekehrte rote Pflugscharen. Decken rot-silber.

Bekannte Familienmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krosigk family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Original im Hauptstaatsarchiv Weimar
  2. Original im Staatsarchiv Dresden
  3. Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon, Band VII, Seite 37, C.A. Starke-Verlag, Limburg, 1989.