Kruchten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kruchten
Kruchten
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kruchten hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 6° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 323 m ü. NHN
Fläche: 5,38 km2
Einwohner: 400 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54675
Vorwahlen: 06566, 06526
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 069
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Hermann Jakobi
Lage der Ortsgemeinde Kruchten im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Kruchten ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Naturpark Südeifel. Zu Kruchten gehören auch die Weiler Neuafrika und Schwarzenbruch.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Funde von Steinbeilen und anderen Gegenständen aus der Steinzeit ist belegt, dass Kruchten schon in der Frühgeschichte besiedelt war. Auch die Römer haben Spuren hinterlassen was Münzfunde und Mauerreste bezeugen. Ab etwa 400 n. Chr. wurden die Römer von den Franken verdrängt, was durch Grabstellen belegt ist.

Die Franken teilten das Gebiet in Gaue ein. Um 850 wird der Sitz des Gaugrafen von Trier nach Bitburg verlegt. Der Gau hieß fortan Bed-Gowe (Beda-Gau). Der heute noch im Volksmund gebräuchliche Ausdruck „Bekow“ bezieht sich auf den alten Gau, entspricht aber nicht mehr dem gleichen Gebiet. Aus dieser Zeit datieren erste Urkunden über Kruchten und zwar als „Cruten“ aus den Jahren 751 und 763. Ob diese Urkunden allerdings Kruchten (Eifel) oder Cruchten (Luxemburg) meinen ist nicht mit endgültiger Sicherheit feststellbar. Erste sich definitiv auf Kruchten (Cruten uff dem Ebent) beziehende Urkunde stammt aus dem Jahre 907, in der Graf Reginar Langhals das „Gut Cruten“ zurückgab an das Hospital in Echternach, dem es vor dem Jahre 849 unrechtmäßig entzogen worden war.

In den folgenden Jahrhunderten wird Kruchten immer wieder unter unterschiedlichen Namen urkundlich erwähnt: 1161 Crufta – 1346 Cruchten – 1547 Crochten – 1570 Cruichten – 1623 Cruchten – 1933 Kruchten

Der südwestliche Eifelraum und damit auch Kruchten hat seine territoriale Zugehörigkeit zwar mehrfach gewechselt, blieb aber über Jahrhunderte luxemburgisch. Im Jahre 1443 kam das ganze Gebiet an das Haus Burgund, von 1482 bis 1555 gehörte es zum Hause Habsburg, danach fiel es an Frankreich. Von 1698 bis 1715 war es Teil der spanischen Niederlande, von 1715 bis 1795 zählte es im Herzogtum Luxemburg zur Grafschaft Vianden und damit zu den österreichischen Niederlanden. Von 1795 bis 1814 war es wieder Teil Frankreichs (Departement der Wälder), danach vorübergehend Teil des Generalgouvernements Niederrhein und schließlich wurde es im Jahre 1815 Teil des Königreichs Preußen und von diesem 1822 der Rheinprovinz zugeordnet, bei der es bis 1945 blieb. 1946 kam es dann zum damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kruchten, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][3]

Jahr Einwohner
1815 215
1835 387
1871 385
1905 422
1939 519
1950 448
Jahr Einwohner
1961 414
1970 433
1987 431
1997 407
2005 398
2015 400

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kruchten besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Schräglinks geteilt in Weiß und Rot mit einem Lilienendenkreuz in verwechselten Farben.“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Soldatenfriedhof in Kruchten-Schwarzenbruch haben 88 Soldaten des Zweiten Weltkrieges ihre letzte Ruhe gefunden. Der Friedhof wird betreut durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kruchten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kruchten – Sammlung von Bildern
  • Einträge zu allen Kulturgütern der Ortsgemeinde Kruchten in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 64 (PDF; 2,4 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen