Krynica Morska

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Krynica Morska
Wappen von Krynica Morska
Krynica Morska (Polen)
Krynica Morska
Krynica Morska
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Nowy Dwór Gdański
Fläche: 102,04 km²
Geographische Lage: 54° 23′ N, 19° 27′ OKoordinaten: 54° 23′ 0″ N, 19° 27′ 0″ O
Einwohner: 1326
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 82-120
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: GND
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Danzig – Piaski (Neukrug)
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Einwohner: 1326
(30. Jun. 2015)[1]
Gemeindenummer (GUS): 2210011
Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Adam Ostrowski
Adresse: ul. Górników 15
82-120 Krynica Morska
Webpräsenz: www.krynicamorska.pl



Krynica Morska [krɨˈɲiʦa ˈmɔrska] (1945–1947 Łysa Góra, 1947–1958 Łysica, deutsch Kahlberg) ist eine Stadt mit ca. 1300 Einwohnern auf der Frischen Nehrung und ein Seebad in der polnischen Woiwodschaft Pommern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krynica Morska liegt auf der Frischen Nehrung, direkt nördlich des Ortsteils Piaski befindet sich die Grenze zur russischen Oblast Kaliningrad.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Krynica Morska gehören seit 1991 folgende Stadtteile:

  • Krynica Morska (Kahlberg)
  • Krynica Morska-Lipa (Kahlberg-Liep)
  • Młyniska, auch Siekierki (Schellmühl)
  • Nowa Karczma, auch Piaski (Neukrug)
  • Przebrno (Pröbbernau)
  • Przebrno-Borowo, auch Sosnowo (Schottland)

Ebenfalls zum Stadtgebiet gehört die Wüstung Alt-Neukrug, der Ort wurde 1825 vom Dünensand vernichtet. Er lag zwischen Neukrug und Narmeln und war der gemeinsame Schulort für beide Orte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pröbbernau, Liep und Kahlberg auf der südlichen Frischen Nehrung (nördlich der Stadt Elbing), auf einer Landkarte von 1910
Hafen von Krynica Morska

Die Ortschaft entstand aus einer Gaststätte entlang einer Handelsroute von Danzig nach Königsberg. Vermutlich wurde der Ort von kaschubischen Siedlern gegründet, erstmals erwähnt wurde Kahlberg im Jahr 1424. Ab 1457 wurde Kahlberg von der Stadt Danzig verwaltet.

Im Jahr 1841 wurde eine regelmäßige Fährverbindung nach Elbing eingerichtet und der Ort begann zu wachsen. 1904/05 wurde ein Leuchtturm errichtet, der im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1951 wiederaufgebaut wurde. Zusätzlich baute man eine große Pier im Hafen von Kahlberg.[2]

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort von der Roten Armee besetzt und wie ganz Westpreußen polnischer Verwaltung unterstellt. Die deutschen Einwohner wurden vertrieben und Kahlberg erhielt die polnische Namensform Łysa Góra, die 1947 in Łysica geändert wurde. Beide Namen sind Übersetzungen des deutschen Namens. 1958 erfolgte dann die Änderung zu Krynica Morska, wie der Ort bis heute heißt. Diese Bezeichnung ist neu gebildet und hat keine Bezüge zum historischen Namen.[3]

Bis 1991 war Krynica Morska Teil der Gmina Sztutowo (Stutthof). Auf Beschluss des Ministerrates wurde der Ort aus der Gemeinde ausgegliedert und zugleich zur Stadt erhoben.[4] Seit der Auflösung der Woiwodschaft Elbląg im Jahr 1998 gehört Krynica Morska zur Woiwodschaft Pommern.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Woiwodschaftsstraße 501 (droga wojewódzka 501) von Danzig nach Piaski. Es gibt im Hafen von Krynica Morska Fährverbindungen über das Frische Haff nach Frombork (Frauenburg) und Elbląg (Elbing). Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde eine Schmalspurbahn von Stutthof aus über die Frische Nehrung nach Alt Tief errichtet, die zum Kriegsende durch die Rote Armee weitestgehend zerstört wurde. Die Strecke wurde zunächst wiederaufgebaut und bis 1953 von der polnischen Marine genutzt. Danach wurde die Strecke stillgelegt, nachdem eine Straße errichtet wurde.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Wellm (1927–2001), deutscher Schriftsteller, geboren im Ortsteil Neukrug, heute Piaski

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Krynica Morska

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krynica Morska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. HISTORIA PARAFII W KRYNICY MORSKIEJ (polnisch), abgerufen am 4. Mai 2017
  3. Krynica Morska - historia naszego miasta (polnisch), abgerufen am 4. Mai 2017
  4. Rozporządzenie Rady Ministrów: Dz.U. 1991 nr 2 poz. 8 (polnisch), abgerufen am 4. Mai 2017
  5. Żuławska Kolej Dojazdowa: Historia – Okres budowy i rozkwitu (polnisch), abgerufen am 5. Mai 2017