Książki

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Książki
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Książki (Polen)
Książki
Książki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Wąbrzeźno
Geographische Lage: 53° 19′ N, 19° 4′ OKoordinaten: 53° 19′ 0″ N, 19° 4′ 0″ O
Höhe: 101 m n.p.m
Einwohner: -
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 87-222
Telefonvorwahl: (+48) 56
Kfz-Kennzeichen: CWA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WąbrzeźnoJabłonowo Pomorskie
Schienenweg: Toruń–Olsztyn
Nächster int. Flughafen: Flughafen Bydgoszcz
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 8 Ortschaften
Fläche: 86,54 km²
Einwohner: 4234
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0417032
Verwaltung (Stand: 2007)
Gemeindevorsteher: Jerzy Polcyn
Adresse: ul. Bankowa 4
87-222 Książki
Webpräsenz: www.ksiazki.eport.zjednoczenie.com



Książki (deutsch Hohenkirch, vor 1878 Ksionsken) ist ein Dorf im Powiat Wąbrzeski (Briesner Distrikt) in der polnischen Wojewodschaft Kujawien-Pommern und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde.

literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt in der historischen Landschaft Westpreußen, südlich der Danziger Bucht im Kulmer Land, etwa 52 Kilometer nordöstlich non Thorn (Toruń).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenkirch südlich der Danziger Bucht und nordöstlich der Städte Thorn und Briesen auf einer Landkarte von 1908.
Dorfkirche (bis 1945 evangelisch).

Die erste urkundliche Erwähnung des seinerzeit Ksionsken genannten Dorfs stammt vom 24. Juli 1638. Damals siedelte die Starostin von Strasburg (Brodnica), Anna Katarzyna Konstancja, 51 Familien aus Holland, Dänemark und Norddeutschland im Dorf an. Sie gesellten sich zu den acht bereits 1635 aus Schlesien angesiedelten Familien. Die Siedler erhielten Ländereien nach dem sog. „Holländerrecht“. Dieses sicherte ihnen wirtschaftliche Vorteile, langjähriges oder zeitlich unbegrenztes Bodenrecht, Befreiung vom Frondienst, Religionsfreiheit und Befreiung vom Zehnten. Zu diesem Zeitpunkt gehörte die Region um Strasburg zum autonomen, unter der Schirmherrschaft Polen-Litauens stehenden Preußen Königlichen Anteils.

Durch die Erste Teilung Polen-Litauens 1772 wurde das westliche Preußen mit der Region um Strasburg unter Friedrich II. von Preußen mit dem östlichen Teil des Königreichs Preußen in dem Maße wiedervereinigt, wie diese Teile zur Zeit des Deutschordensstaats miteinander verbunden gewesen waren. Am 1. Oktober 1887 wurde die Gemeinde Ksionsken aus dem Kreis Strasburg in Westpreußen herausgelöst und unter dem neuen Namen Hohenkirch in den neuen Kreis Briesen eingegliedert.[2]

Bis 1920 gehörte die Gemeinde Hohenkirch zum Kreis Briesen im Regierungsbezirk Marienwerder der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Ersten Weltkriegs musste das Kreisgebiet mit Briesen aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1920 zum Zweck der Einrichtung des Polnischen Korridors an Polen abgetreten werden. Durch den Polenfeldzug 1939 kam das entnommene Territorium des Polnischen Korridors an das Reich zurück. Der Regierungsbezirk Marienwerder mit dem Kreis Briesen wurde dem Reichsgau Danzig-Westpreußen angegliedert, zu dem Hohenkirch bis 1945 gehörte.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region. Nach Kriegsende wurde Hohenkirch mit Westpreußen und der südlichen Hälfte Ostpreußens unter polnische Verwaltung gestellt. In Hohenkirch begann danach der Zuzug polnischer Zivilisten, die sich der Behausungen und Anwesen der eingesessenen deutschen Dorfbewohner bemächtigten. Hohenkirch wurde in Książki umbenannt. Soweit die deutschen Dorfbewohner nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben .

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1720 wurde eine erste evangelische Kirche aus Holz errichtet, die 1775 auf ein Fassungsvermögen von 300 Personen vergrößert wurde. 1868 bis 1869 wurde die Holzkirche durch den heutigen steinernen Bau im neoromanischen Stil ersetzt.

Die evangelische Dorfkirche wurde der katholischen Gemeinde einverleibt, die bis dahin keine eigene Kirche besaß.

1863 entstand eine steinerne Kapelle der Baptisten, die jedoch 1945 zerstört wurde.

Gmina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die folgenden Ortschaften:

Polnischer Name Peutscher Name (bis 1920 und 1939-45)
Blizienko Blysinken (1940-45 Kleinbliesen)
Blizno Bliesen
Brudzawki Klein Brudzau (1940-45 Kleinbrusau)
Książki Hohenkirch (bis 1878 Ksionken)
Łopatki Haus Lopatken (1910-45 Kieslingswalde)
Osieczek Osieczek (1895–1945 Seeheim)
Szczuplinki Czeplinken (1940-45 Schippelsdorf)
Zaskocz Zaskotsch (1940-45 Gutsassen)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat einen durchgehend landwirtschaftlichen Charakter, wobei die 650 Bauernhöfe 79,6 % der Gemeindefläche einnehmen. Es überwiegt der Anbau von Zuckerrüben, Kartoffeln und verschiedenen Weizenarten. In der Tierzucht überwiegen Schweine und Rinder.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Straße Ksiazki–Brudzawki steht heute ein Denkmal zum Gedenken an die 50 polnischen Einwohner, die am 8. September 1939 in der nahegelegenen Sandgrube durch SS-Einheiten ermordet wurden.

Gegenüber der Kirche befindet sich ein Soldatenfriedhof, auf dem die im Januar 1945 bei Kämpfen mit Deutschen gefallenen sowjetischen Soldaten begraben wurden.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. http://www.territorial.de/