Kubnja

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Kubnja
Кубня, Кӗтне, Гөбенә/Göbenä
Daten
Gewässerkennzahl RU08010400612112100002898
Lage Tschuwaschien, Tatarstan (Russland)
Flusssystem Wolga
Abfluss über Swijaga → Wolga → Kaspisches Meer
Quelle rund 8 km südlich von Buinsk
55° 6′ 4″ N, 47° 3′ 31″ O
Mündung rund 50 km südwestlich von Kasan in die SwijagaKoordinaten: 55° 32′ 25″ N, 48° 25′ 44″ O
55° 32′ 25″ N, 48° 25′ 44″ O

Länge 176 km[1][2]
Einzugsgebiet 2480 km²[1][2]
Abfluss[1]
Lage: 29 km oberhalb der Mündung
MQ
4,2 m³/s
Linke Nebenflüsse Choma, Urjum, Uta, Al

Die Kubnja (russisch Кубня, tschuwaschisch Кӗтне, tatarisch Гөбенә Göbenä) ist ein 176 km langer linker Nebenfluss der Swijaga im europäischen Teil Russlands.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kubnja entspringt in den nördlichen Wolgahöhen im südlichen Zentrum der Republik Tschuwaschien. Sie durchfließt in zunächst nordöstlicher Richtung die waldreiche Landschaft, ehe sie wenige Kilometer vor der Grenze zur Republik Tatarstan in die offene Steppe eintritt.[3]

Der Fluss verläuft nun weitestgehend entlang der Grenze zwischen Tschuwaschien und Tatarstan und markiert mit seinem Lauf diese Grenze streckenweise. In diesem Bereich münden mehrere seiner größeren Nebenflüsse wie Al, Uta und Urjum, der größte der Nebenflüsse, ein.

Etwa 30 km östlich von Kanasch überquert die Kubnja die Grenze zum letzten Mal und fließt nun bis zu ihrer Mündung nur noch auf tatarischem Gebiet. Hier wendet sie sich nach Osten und erreicht wenige Kilometer nördlich von Burunduki die Swijaga, etwa 20 km vor deren Mündung in die Wolga.

Tourismus und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kubnja wird hauptsächlich von Regen gespeist.[1] In der eisfreien Zeit, die durchschnittlich von April bis Ende November/Anfang Dezember dauert, ist der Fluss bei Bootswanderern beliebt.[1][3]

Ein Problem für die Ökologie der Kubnja ist die zunehmende Entwaldung und landwirtschaftliche Nutzung ihres Einzugsgebietes, vor allem durch die Agrarholding OAO Krasny Wostok Agro, eines der größten landwirtschaftlichen Produktionsbetriebe Europas.[4][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Artikel Kubnja in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D066981~2a%3D~2b%3DKubnja.
  2. a b Kubnja im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch).
  3. a b Beschreibung der Kubnja aus A. I Korobkow, J. S. Michejew: An den Flüssen des südlichen und südöstlichen Russland (По рекам южной и юго-восточной России). Moskau 1977 (russisch).
  4. Geographie und Ökologie (Memento des Originals vom 18. Dezember 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zelendol.ru auf der offiziellen Website von Selenodolsk (russisch).
  5. Company Info zu OAO Krasny Wostok Agro@1@2Vorlage:Toter Link/agro.tatar.ru (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf agro.tatar.ru (russisch).