Kuehn Malvezzi

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Das Architekturbüro Kuehn Malvezzi wurde 2001 von Johannes Kuehn, Wilfried Kuehn und Simona Malvezzi in Berlin gegründet. International bekannt wurde das Büro durch Wettbewerbsbeiträge und Realisierungen für Museen und öffentliche Räume. Besondere Aufmerksamkeit erlangte der Beitrag zum Wettbewerb des Humboldt-Forums in Berlin 2008. Die kritische Auseinandersetzung des Büros mit dem Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses wurde mit dem Sonderpreis der Jury[1] sowie dem Deutschen Kritikerpreis in der Kategorie Architektur ausgezeichnet. 2012 gewann Kuehn Malvezzi den internationalen Wettbewerb für das interreligiöse House of One in Berlin.[2] Auf den historischen Grundmauern der frühesten Kirche Berlins am Petriplatz sollen unter einem Dach eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee errichtet werden. 2014 folgte der Gewinn des ebenfalls internationalen Wettbewerbs für den Neubau des Insektariums im Espace pour la vie in Montreal.[3] Beide Projekte sind aktuell in Planung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben zahlreichen Museums- und Ausstellungsarchitekturen haben Kuehn Malvezzi Bauten für öffentliche und private Auftraggeber realisiert. Zu den wichtigen Museumsprojekten gehören die Räume der Documenta 11 in Kassel (2002)[4], der Erweiterungsbau des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart für die Friedrich Christian Flick Collection in Berlin (2004)[5], die Julia Stoschek Collection in Düsseldorf (2007)[6] und die Erweiterung des Museum Berggruen in Berlin (2012).[7] Kuehn Malvezzi zeichnet für die Neupräsentation zahlreicher historischer und zeitgenössischer Sammlungen verantwortlich, darunter die Österreichische Galerie Belvedere im Schloss Belvedere in Wien[8][9], die Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main[10], das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig[11] sowie das Kunstgewerbemuseum Berlin.[12]

Mit der Julia Stoschek Collection in Düsseldorf sowie dem Joseph Pschorr Haus in München wurde das Büro für den internationalen Mies van der Rohe Award nominiert.[13][14] Kuehn Malvezzi gehörten zu den Teilnehmern der 10., 13. und 14. Architekturbiennale Venedig (2006, 2012 und 2014)[15][16], der Manifesta 7 in Trient (2008)[17] sowie der 1. Architekturbiennale in Chicago 2015.[18]

Wilfried Kuehn lehrte von 2006 bis 2012 Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.[19] Johannes Kuehn lehrt seit Oktober 2016 an der Bauhaus-Universität Weimar.[20]

Projekte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürogebäude mit Dachgewächshaus, Neubau, Oberhausen 2018[21]
  • Erweiterung Moderne Galerie, Saarlandmuseum, Saarbrücken, 2017[22]
  • Villengarten am Relenberg, Wohnquartier, Stuttgart 2017
  • DAAD-Galerie, Berlin 2017[23]
  • Herzog Anton Ulrich-Museum, Neupräsentation der Sammlung, Braunschweig 2016[24]
  • Galerie Gió Marconi, Mailand 2015[25]
  • Galerie Neu, Berlin 2015[26]
  • MMK2 im Taunusturm, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main 2014
  • Torstrasse Berlin, Neubau Wohnhaus, Berlin 2014
  • Karlstrasse 47, Neubau Wohn- und Geschäftshaus, München 2014
  • Joseph Pschorr Haus, Neubau Wohn- und Geschäftshaus, München 2014
  • Erweiterung Museum Berggruen, Berlin 2013
  • Kunstgewerbemuseum Berlin, Umbau und Neupräsentation der Sammlung, Berlin 2014
  • Städel Museum, Sammlungspräsentation, Frankfurt am Main 2012
  • Chalet 7 – Gesundheitszentrum Wetzlgut, Neubau, Bad Gastein 2012
  • Skihütte Rossalm, Neubau, Bad Gastein 2010
  • Liebieghaus, Einrichtung Schaulager, Frankfurt 2009
  • Schloss Belvedere Wien, Verbindungsgang zur Orangerie, Wien 2009
  • Liebieghaus, Sammlungspräsentation, Frankfurt 2008
  • Candida Höfer Stiftung, Um- und Ausbau, Köln 2008
  • Gesundheitszentrum Wetzlgut, Neubau Hotel, Bad Gastein 2008
  • Julia Stoschek Collection, Sammlungspräsentation und Wohnnutzung, Düsseldorf 2007
  • Schloss Belvedere, Umbau Museum und denkmalgerechte Herrichtung, Wien 2007
  • Galerie Neugerriemschneider, Berlin 2007
  • Lauder Business School, Neubau und Erweiterung der Fachhochschule mit Internat, Hörsaal- und Mensapavillion, Wien 2006
  • Friedrich Christian Flick Collection, Erweiterung Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin 2004
  • Berlinische Galerie, Buchstabenfeld (Außenraum- und Foyergestaltung), Berlin 2004
  • Schirn Kunsthalle, Foyer und Leitsystem, Frankfurt 2002
  • Documenta11, Umbau Binding Brauerei, Kassel 2002

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hartenbergpark Mainz, Wohnquartier (2016, 1. Preis)
  • Mariendom Linz, Umbau Altarraum (2015, 1. Preis)
  • Parochialkirche Berlin, Umbau (2015, 1. Preis)
  • Baumwollbörse Bremen, Erweiterung und Umbau (2015, 1. Preis)
  • Am Tannenhof, Baden-Baden, Wohnquartier (2015, 1. Preis)
  • Neubau Insectarium, Museum für Insekten, Montréal (2014, 1. Preis)
  • Neubau Axel Springer Campus, Berlin (2013, Finalist)
  • Neubau Explorhino, Science Center, Aalen (2013, 2. Preis)
  • Bet- und Lehrhaus (House of One) Petriplatz, Berlin-Mitte (2012, 1. Preis)
  • Wohnbebauung Azenbergareal, Stuttgart (2012, 2.Preis)
  • Hotel- und Kongresszentrum Giessereigelände, Ingolstadt (2012, 1. Preis)
  • Lagere school en kleuterschool Sint-Andreas, Entwurf einer Grundschule, Oostende (2012, 2. Preis)
  • Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz, Berlin (2012, Ankauf)
  • Zentralbibliothek der TU Chemnitz, Umbau und Erweiterung der Alten Aktienspinnerei, (2012, 2. Preis)
  • Tuchfabrik Finsterwalde, Umbau des Industriedenkmals zur Veranstaltungshalle, Finsterwalde (2012, Anerkennung)
  • Bauhaus Dessau, Temporärer Pavillon, Dessau (2012, 1. Preis)
  • Museum Ziem, Umbau und Erweiterung des Museum, Martigues (2011, 3. Platz)
  • Besucherzentrum am Niederwalddenkmal, Rüdesheim am Rhein (2011, 1. Preis)
  • Museum der Weltkulturen, Frankfurt (2010, 1. Preis)
  • Areal Wintergartenstrasse Leipzig (2010, 1. Preis)
  • Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) (2010, Anerkennung)
  • Deutsche Botschaft Nikosia, Zypern (2009, Ankauf)
  • Hotel- und Bürogebäude Alexanderstraße Berlin (2009, 1.Preis)
  • Deutsche Botschaft Belgrad, Neubau Kanzleigebäude, Serbien (2009, 2. Preis)
  • Kunstmuseum Basel (2009, 5. Preis)
  • Deutscher Kritikerpreis (2009)
  • Museum Neuruppin (2009, 2. Preis)
  • Humboldt-Forum Berlin (2008, Sonderpreis)
  • Stadtmuseum Berlin im Marinehaus (2008, Ankauf)
  • Tore Nord und Süd Messe Frankfurt (2008, 2. Preis)
  • Museum Berggruen Berlin (2008, 1. Preis)
  • Städel Museum Frankfurt (2008, 2. Preis)
  • Heinrich-Böll-Stiftung Berlin (2005, Ankauf)
  • Kunstgewerbemuseum Berlin (2004, 1. Preis)
  • Oberstufenzentrum Bautechnik II / Holztechnik Berlin-Weißensee (2004, 4. Preis)
  • Parkquartier Friedrichsberg Hamburg (2003, 3. Preis)
  • Deutsche Schule Lissabon (2003, 2. Preis)

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kuehn Malvezzi. Mousse Publishing, Milano 2013, ISBN 978-88-6749-039-4.
  • Komuna Fundamento. Mousse Publishing, Milano 2012, ISBN 978-88-6749-027-1.
  • Typen. Ein Raumatlas. (Sonderausgabe Displayer). Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis. Karlsruhe 2012, ISBN 978-3-930194-12-4.
  • Displayer 04 HfG Karlsruhe, Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis. Karlsruhe 2012, ISBN 978-3-930194-13-1.
  • Kuehn Malvezzi - Index. Mousse Publishing, Milano 2011, ISBN 978-88-96501-80-1.
  • Konzept. Aktion. Sprache. Pop art, Fluxus, Conzept art, Nouveau Realisme and Arte Povera. from the Collections Hahn and Ludwig, Ausstellungskatalog MUMOK Vienna. Verlag Walther König, Köln 2010, ISBN 978-3-86560-885-7.
  • Displayer 03 HfG Karlsruhe, Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis. Karlsruhe 2009, ISBN 978-3-930194-09-4.
  • Candida Hoefer. Projects: Done. Ausstellungskatalog Museum Morsbroich. Verlag Walther König, Köln 2009, ISBN 978-3-86560-634-1.
  • Candida Hoefer. Kuehn Malvezzi. Verlag Walther König, Köln 2009, ISBN 978-3-86560-637-2.
  • Displayer 02 HfG Karlsruhe, Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis. Karlsruhe 2008, ISBN 978-3-930194-07-0.
  • Displayer 01 HfG Karlsruhe, Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis. Karlsruhe 2007, ISBN 978-3-930194-04-9.
  • Kuehn Malvezzi. Ausstellungskatalog Aedes West. Landesmuseum Berlinische Galerie, Berlin 2005, ISBN 3-937093-48-6.
  • Michael S. Riedel: Kuehn Malvezzi. exhib. cat. Aedes West, Landesmuseum Berlinische Galerie Berlin. Revolver-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-86588-111-4.
  • Behles & Jochimsen, Oda Paelmke, Tobias Engelschall, Jessen + Vollenweider, Kuehn Malvezzi: Berlin shrink to fit. Ausstellungskatalog, Revolver, Frankfurt 2005, ISBN 3-86588-216-1.
  • Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof. Kuehn Malvezzi a Space for Contemporary Art. Junius Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-88506-552-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://berliner-schloss.de, abgerufen am 22. Februar 2017
  2. bauwelt.de, abgerufen am 22. Februar 2017.
  3. bauwelt.de, abgerufen am 22. Februar 2017.
  4. Documenta 11: Binding-Brauerei. Rundgang von Universes in Universe. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  5. Friedrich Christian Flick Collection. Abgerufen am 18. Juli 2017 (deutsch).
  6. Julia Stoschek Collection: Architektur. Abgerufen am 18. Juli 2017 (englisch).
  7. Baunetz: Sammlung Berggruen Berlin - Museumserweiterung von Kuehn Malvezzi. 14. März 2013 (baunetz.de [abgerufen am 18. Juli 2017]).
  8. Belvedere Museum Wien. Abgerufen am 18. Juli 2017 (deutsch).
  9. Baunetz: Verbindungsbau für Wiener Belvedere. 3. Juli 2009 (baunetz.de [abgerufen am 18. Juli 2017]).
  10. Über das Museum. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  11. Baunetz: Museumsumbau in Braunschweig von Kuehn Malvezzi. 25. Oktober 2016 (baunetz.de [abgerufen am 18. Juli 2017]).
  12. Marcus Woeller: Berliner Kunstgewerbemuseum nach Umbau wieder geöffnet - WELT. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  13. miesarch.work161, abgerufen am 22. Februar 2017.
  14. miesarch.work754, abgerufen am 22. Februar 2017.
  15. Interview mit Kuehn Malvezzi, 13. Architekturbiennale 2012. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  16. La Biennale di Venezia - Partecipazioni nazionali. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  17. manifesta7. Abgerufen am 18. Juli 2017 (deutsch).
  18. Kuehn Malvezzi + Armin Linke + Marko Lulić – Chicago Architecture Biennial. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  19. hfg-karlsruhe.de, abgerufen am 28. Oktober 2013.
  20. uni-weimar.de, abgerufen am 22. Februar 2017.
  21. competitionline: Gebäudeintegriertes Dachgewächshaus und ...competitionline. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  22. Stiftung Saarländischer Kulturbesitz: Erweiterungsbau des Saarlandmuseums. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  23. Ankunft guter Geister. (tagesspiegel.de [abgerufen am 18. Juli 2017]).
  24. Baunetz: Museumsumbau in Braunschweig von Kuehn Malvezzi. In: BauNetz. 25. Oktober 2016 (baunetz.de [abgerufen am 18. Juli 2017]).
  25. Gió Marconi. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  26. Boris Pofalla: Es lebe die Galerie!: Kunstnomaden ziehen umher. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. April 2014 (faz.net [abgerufen am 18. Juli 2017]).