Kugel-Ginster

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Kugel-Ginster
Kugel-Ginster (Genista radiata)

Kugel-Ginster (Genista radiata)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Genisteae
Gattung: Ginster (Genista)
Art: Kugel-Ginster
Wissenschaftlicher Name
Genista radiata
(L.) Scop.

Der Kugel-Ginster (Genista radiata), auch Strahlen-Ginster genannt,[1] ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ginster (Genista) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kugel-Ginster ist ein dichter, sparriger Strauch mit typischem Ginster-Habitus, der Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Die wenigen, gegenständig an den Zweige angeordneten Laubblätter sind dreizählig gefiedert mit linealischen Blättchen.

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Eine ausgewachsene Pflanze trägt zahlreiche goldgelbe Blüten mit breiter, ausgerandeter Fahne. Die etwa 5 cm lange Hülsenfrucht ist außen seidig behaart.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 60 oder 96.[2]

Kugel-Ginster (Genista radiata)
Genista radiata

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kugel-Ginster kommt in den Südalpen, im nördlichen und mittleren Apennin sowie auf der Balkanhalbinsel in der montanen Stufe vor. Man findet ihn oft an trockenen, steinigen Hängen, gemeinsam mit der Waldkiefer (Pinus sylvestris).

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstbeschreibung dieser Art erfolgte 1753 durch (L.) in Species Plantarum, 2, S. 708 unter dem Basionym Spartium radiatum. Johann Anton Scopoli stellte sie 1772 in Flora Carniolica, Editio Secunda 2, S. 51 in die Gattung Genista. Homonyme für Genista radiata (L.) Scop. sind Genista radiata Friedr. ex C.Presl und Genista radiata DC.[3] Synonyme sind Cytisanthus radiatus (L.) O. Lang und Cytisus radiatus W.D.J. Koch.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Pietro Zángheri: Flora Italica. Band 1, CEDAM, Padova 1976, S. 288.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datenblatt Uni-Bochum. (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)
  2. Genista radiata bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  3. Genista radiata bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilfried R. Franz: Das Vorkommen des Kugelginsters, Genista radiata (L.) SCOP. [= Cytisanthus radiatus (L.) O. F. LANG] in Pflanzengesellschaften unterschiedlicher Höhenstufen am Weißensee (Kärnten) und in den Julischen Alpen. In: Carinthia II. Band 170, Klagenfurt 1980, S. 451–494 (PDF (8 MB) auf ZOBODAT).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kugel-Ginster (Genista radiata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien