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Kuhardt

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Wappen Deutschlandkarte
Kuhardt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kuhardt hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 9′ N, 8° 19′ OKoordinaten: 49° 9′ N, 8° 19′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Germersheim
Verbandsgemeinde: Rülzheim
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 4,88 km²
Einwohner: 1917 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 393 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76773
Vorwahl: 07272
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Deutschordensplatz 1
76761 Rülzheim
Website: www.ruelzheim.de
Ortsbürgermeister: Christian Schwab (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Kuhardt im Landkreis Germersheim
KarteWörth am RheinGermersheimZeiskamOttersheim bei LandauKnittelsheimBellheimScheibenhardtBerg (Pfalz)HagenbachNeuburg am RheinJockgrimNeupotzHatzenbühlRheinzabernSteinweilerErlenbach bei KandelKandel (Pfalz)Winden (Pfalz)VollmersweilerFreckenfeldMinfeldLeimersheimKuhardtRülzheimHördtSchwegenheimLingenfeldFreisbachWeingarten (Pfalz)Westheim (Pfalz)LustadtBaden-WürttembergFrankreichSpeyerRhein-Pfalz-KreisNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der Pfalz
Karte
Dorfplatz

Kuhardt ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rülzheim an.

Kuhardt liegt – unmittelbar bevor das Gelände vom Hochufer in die Rheinniederung abfällt – auf dem Hochgestade im Dreieck Speyer, Landau, Karlsruhe. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Ziegelei und Wasserwerk.[2] Mitten durch die Gemeinde fließt der Rottenbach. Durch den Süden der Gemeindegemarkung verläuft außerdem der Scheidbach.

Nachbargemeinden

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Nachbargemeinden von Kuhardt sind die Ortsgemeinden Leimersheim, Neupotz, Rülzheim und Hördt.

Die Gemeinde Kuhardt ist erstmals im Jahr 1103 zusammen mit der Gründung des benachbarten Klosters Hördt urkundlich erwähnt. Ein Abtstab im Gemeindewappen erinnert an die Grundherrschaft des Klosters.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Kurpfalz und unterstand dort dem Oberamt Germersheim sowie der Propstei Hördt.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Kuhardt bis 1814 in den Kanton Germersheim und danach bis 1815 in den Kanton Kandel eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen und kehrte in den Kanton Germersheim zurück. Bereits ein Jahr später wechselte Kuhardt wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Germersheim an; aus diesem ging das Bezirksamt Germersheim hervor.

Seit 1939 ist der Ort Bestandteil des Landkreises Germersheim. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hördt innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Kuhardt 1972 in die neu geschaffene Verbandsgemeinde Rülzheim eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

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Wenn nicht gesondert aufgeführt, ist die Quelle der Daten das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz.[3]

JahrEinwohner
[4] 1802382
[4] 1849727
[4] 1861594
[5] 1871671
1905698
19391.084
19501.159
JahrEinwohner
19651.396
19701.528
19751.548
19801.549
19851.596
19901.681
19951.737
JahrEinwohner
20001.783
20051.917
20101.914
20131.902
20191.857
20251.917[1]
Friedhofskapelle

Bis zum Bau der Christuskirche in Rülzheim diente die örtliche evangelische Kirche in Bellheim ebenso den Gläubigen in Kuhardt. Im Februar 2015 waren 66,5 Prozent der Einwohner katholisch und 12,7 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[6]

Ab 1. September 2012 bildeten katholischerseits die Pfarreien von Rülzheim, Kuhardt, Hördt und Leimersheim eine Pfarrgemeinschaft. Seit 2016 ist Kuhardt eine Filiale der Pfarrei Hl. Theodard in Rülzheim.

Im Jahr 1871 waren von insgesamt 671 Einwohnern 670 katholisch und eine Person evangelisch.[5]

Der Gemeinderat in Kuhardt besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlSPDCDUAktBGesamt
202419616 Sitze[7]
201928616 Sitze[8]
201439416 Sitze[9]
2009511–16 Sitze[10]
2004412–16 Sitze[11]
  • AktB = Aktive Bürger Kuhardt e. V.

Christian Schwab (CDU) wurde 2019 Ortsbürgermeister von Kuhardt.[12] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 54,81 % gewählt worden.[13] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 82,9 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[14]

Schwabs Vorgänger waren Roland Eiswirth (CDU, Amtszeit 1994–2019) und Gerhard Geiger (CDU, 1974–1994).[15]

Wappen von Kuhardt
Wappen von Kuhardt
Blasonierung: „n Grün ein silberner Angelhaken, überdeckt von einem schrägrechts gelegten goldenen Krummstab.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Katholische Kirche St. Anna

Kulturdenkmäler

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Zwei Objekte in Kuhardt stehen unter Denkmalschutz, darunter die katholische Kirche St. Anna.

Die Rosskastanien in der Hauptstraße gelten als Naturdenkmal.

Das Heimatmuseum enthält unter anderem Ausstellungen von handwerklichen Arbeiten von Otto Sengel.

Der Handballverein TSV Kuhardt 1920 spielte in der Saison 2008/09 ein Jahr lang in der Oberliga.

Wirtschaft und Infrastruktur

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ITK Engineering – damals Ingenieurbüro für technische Kybernetik – hatte von seiner Gründung im Jahr 1994 bis 1999 seinen Sitz in der Gemeinde.

Mitten durch Kuhardt verlaufen die Landesstraßen 552 und 553. Die Gemeinde ist über die Buslinien 552 an das Nahverkehrsnetz angeschlossen. In die westliche Richtung führt sie nach Landau in der Pfalz und in die östliche nach Rheinzabern.

Persönlichkeiten

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  • 1974: August Geiger (1913–1975), Bürgermeister 1952 bis 1974[16.1]
  • 1976, 10. Juni: Anton Zieger (1910–1997), Pfarrer[16.2]
  • 2001: Gerhard Geiger (1941–2012), Bürgermeister von 1974 bis 1994[16.3]

Mit Kuhardt verbunden

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Commons: Kuhardt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 149 (PDF; 1,9 MB).
  3. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Kuhardt
  4. 1 2 3 Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungs-Bezirkes der Pfalz, 1863, S. 64 des Anhangs
  5. 1 2 Ergebnisse der Volkszählung im Königreiche Bayern vom 1. Dezember 1871 nach einzelnen Gemeinden, 1873, S. XXII
  6. ↑ Ewois Stand: 28. Februar 2015
  7. ↑ Kuhardt, Gemeinderatswahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Kuhardt. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 6. Oktober 2024.
  8. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  10. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  11. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2004, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  12. ↑ Natascha Ruske: Christian Schwab folgt auf Eiswirth. Die Rheinpfalz, 27. Mai 2019, abgerufen am 25. April 2020.
  13. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Rülzheim, Verbandsgemeinde, zweite Ergebniszeile. Abgerufen am 25. April 2020.
  14. ↑ Kuhardt, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Kuhardt. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 6. Oktober 2024.
  15. ↑ Kuhardts Bürgermeister Roland Eiswirth feiert 60. Geburtstag. Pfalz-Express, 13. November 2013, abgerufen am 25. April 2020.
  16. Rainer Baumgärtner: Die Ehrenbürger im Landkreis Germersheim, Hekma-Verlag Maikammer 2018.
    1. ↑ S. 85 f.
    2. ↑ S. 87 f.
    3. ↑ S. 89 f.