Kuhmoinen

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Kuhmoisten kunta
Wappen Karte
Wappen von Kuhmoinen Lage von Kuhmoinen in Finnland
Basisdaten
Staat: Finnland
Landschaft: Mittelfinnland
Verwaltungsgemeinschaft: Jämsä
Geographische Lage 61° 34′ N, 25° 11′ OKoordinaten: 61° 34′ N, 25° 11′ O
Fläche: 936,68 km²[1]
davon Landfläche: 660,96 km²
davon Binnengewässerfläche: 275,72 km²
Einwohner: 2.315 (31. Mär. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 3,5 Ew./km²
Gemeindenummer: 291
Sprache(n): Finnisch
Website: www.kuhmoinen.fi

Kuhmoinen ist eine Gemeinde mit 2315 Einwohnern (Stand 31. März 2016) in Mittelfinnland. Sie liegt etwa auf halber Strecke zwischen den Großstädten Jyväskylä und Lahti am Westufer des Päijänne-Sees.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Kirchdorf Kuhmoinen zählen zur Gemeinde die Dörfer Äkämäki, Anttula, Harmoinen, Kaukola, Leppäkoski, Lästilä, Närvä, Pihlajakoski, Pihlajalahti, Puukkoinen, Päijälä, Rasi, Ruolahti, Sappee, Suurijärvi, Tapiala, Tehi und Valkeala.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung des Wappens: Im silbernen Schild drei rote Balken mit auf der oberen Seite gewellten Schnittkante.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet finden sich neben dem Päijänne noch 160 kleinere Seen; die malerische Landschaft inspirierte vor allem um 1900 Maler der finnischen Nationalromantik wie Pekka Halonen, Kalle Löytänä, Marcus Collin und Väinö Hämäläinen. Der 19 km² große Nationalpark Isojärvi liegt im Süden der Gemeinde und wurde 1982 eingerichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuhmoinen ist seit der Steinzeit besiedelt, erst im Jahr 1992 entdeckte Steinritzungen beim Dorf Lästilä werden auf ein Alter von 6.000 Jahren geschätzt. Auf der Insel Papinsaari wurden mittelalterliche Artefakte gefunden, darunter ein als „Hähne von Kuhmoinen“ (Kuhmoisten kukot) bekanntes Amulett, das möglicherweise byzantinischen Ursprungs ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche von Kuhmoinen ist eine schlichte hölzerne Kreuzkirche mit freistehendem Glockenturm und wurde 1784–85 nach Plänen von Matti Åkerblom errichtet. Das Ortsbild des Kirchdorfs und der anderen Siedlungen ist heute weitgehend von Neubauten geprägt. Eine Ausnahme stellt das Wegedorf Päijälä dar, dessen Holzhäuser zum Gutteil aus dem 19. Jahrhundert stammen. Der Bauernhof Huhtalan talo im Nationalpark Isojärvi wurde bereits im frühen 17. Jahrhundert errichtet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kuhmoinen ist die konservative Nationalen Sammlungspartei die stärkste politische Kraft. Sie überflügelte bei der Kommunalwahl 2008 die bis dahin dominierende Zentrumspartei, erhielt über ein Drittel der Stimmen und stellt und im Gemeinderat, der höchsten Entscheidungsinstanz bei lokalen Angelegenheiten, 8 von 21 Abgeordneten. Die Zentrumspartei erhielt nach großen Stimmeneinbußen nur mehr 30,9 % der Stimmen und sieben Mandate. Die drittgrößte Fraktion stellen die Sozialdemokraten mit fünf Sitzen, ein Mandat errangen die Christdemokraten.

Zusammensetzung des Stadtrats (2009–2012)
Partei Wahlergebnis 2008[3] Sitze
Nationale Sammlungspartei 34,9 % 8
Zentrumspartei 30,9 % 7
Sozialdemokraten 23,4 % 5
Christdemokraten 7,6 % 1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kuhmoinen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. 1. 2011. (PDF; 199 kB)
  2. Statistisches Amt Finnland: Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 31. März 2016.
  3. Finnisches Justiziministerium: Ergebnis der Kommunalwahlen 2008