Kulturbunker Hannover

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Installationen und Dachaufbauten auf dem Kulturbunker in Hainholz

Der Kulturbunker in Hannover,[1] auch Kulturbunker Hainholz genannt, ist einer von ehemals 57 in Hannover errichteten Luftschutz-Bunkern aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.[2] Standort ist die Bunnenbergstraße 16 A[3] im hannoverschen Stadtteil Hainholz.[4]

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Januar 1945 in Bottrop in einem Luftschutzbunker geborene[5] „Bildhauer und Fotosoph“ Max Dans[1] erwarb in der niedersächsischen Landeshauptstadt für 40.000 DM in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Hochbunker[5] in der Bunnenbergstraße.[3] Nachdem er in den 1,40 Meter dicken Wänden des grauen Beton-Würfels vergrößerte Fenster- und Türöffnungen, zahlreiche Balkone geschaffen[2] und Installationen gestaltet hatte,[6] richtete er dort neben Wohnräumen[5] insbesondere Übungsräume für Musikgruppen sowie Ateliers für Künstler ein.[2]

Seit den 1990er Jahren war der Kulturbunker Schauplatz für zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Ausstellungen. 2003 diente das Gebäude beispielsweise den von der Theaterpädagogin des Vereins Creo Gundel Gebauer und dem hannoverschen Komponisten Christof Littmann unterstützten Schülern der Integrierten Gesamtschule Büssingweg für die Aufführung eines Musik- und Theaterspiels, während der auch Filmaufnahmen gefertigt wurden.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturbunker Hannover – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wilhelm Steffens (Text), Peter Mührmann (Fotos): Station Marklendorf / Max Dans / Magie, in Wilhelm Steffens, Peter Mührmann (Red.): Land schafft Kunst. Aller-Leine-Tal-Projekt 1997, Pilotprojekt der Gruppe Kultur- und Bildungsangebore im Arbeiteskries Kultur und Gemeinschaftsleben, Walsrode: J. Gronemann [Druck], [1997], S. 10–13
  2. a b c Helmut Knocke: Bunker. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 99.
  3. a b o.V.: Kulturbunker Hainholz [ohne Datum] auf der Seite hannover.de, zuletzt abgerufen am 7. Mai 2018
  4. Helmut Zimmermann: Bunnenbergstraße, in ders.: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 51
  5. a b c Silke Gronwald: Aufbau Rost. Einen Bunker, eine Mühle oder eine alte Fabrik herrichten? Wer in einem Denkmal wohnt, will nie mehr ausziehen, Artikel in der Illustrierten Stern, Nummer 18 vom 24. April 2003, S. 120–124; hier: S. 120
  6. a b Marcel Schwarzenberger: Nord, Hainholz / Musiktheater führt durch den Stadtteil / „Soundtrack meines Kiezes“: In einem Musiktheaterprojekt führten Schüler ihr Publikum durch Hainholz ..., Artikel auf der Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 2. Februar 2013, zuletzt abgerufen am 7. Mai 2018

Koordinaten: 52° 23′ 46,9″ N, 9° 43′ 20,6″ O