Kulturmarketing

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Unter Kulturmarketing wird die Adaption der Regeln des Marketing auf die speziellen Handlungsfelder von Kunst und Kultur verstanden.

Die ersten Veröffentlichungen zu Kulturmarketing erschienen in den 1980er Jahren im englischsprachigen Raum. Im deutschsprachigen Raum thematisierte Müller-Hagedorn Anfang der 1990er Jahre als erster Autor die Rolle marketingorientierten Handelns für Non-Profit-Kulturbetriebe.

Definition von Kulturmarketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt keine verbindliche Definition für Kulturmarketing, aber einige Autoren haben „Kulturmarketing“ aus ihrem Blickwinkel beschrieben.

“Kultur-Marketing in öffentlichen Kulturbetrieben ist die Kunst, jene Marktsegmente bzw. Zielgruppen zu erreichen, die aussichtsreich für das Kulturprodukt interessiert werden können, indem die entsprechenden Austauscheigenschaften (z.B. Preis, Werbung, Vertrieb, Service usw.) dem künstlerischen Produkt bzw. der kulturellen Leistung möglichst optimal angepasst werden, um dieses mit einer entsprechenden Zahl von Nachfragern erfolgreich in Kontakt zu bringen und um die mit der allgemeinen Zielsetzung des Kulturbetriebs in Einklang stehenden Ziele zu erreichen.”[1][2]
„Non-Profit-Marketing (und auch das Marketing für öffentliche Einrichtungen) ist eine spezifische Denkhaltung. Sie konkretisiert sich in der Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle sämtlicher interner und externer Aktivitäten, die durch eine Ausrichtung am Nutzen und den Erwartungen der Anspruchsgruppen (Leistungsempfänger, Kostenträger, Mitglieder, Spender, Sponsoringpartner, Öffentlichkeit…) darauf abzielen, die finanziellen, mitarbeiterbezogenen und insbesondere aufgabenbezogenen Ziele der Non-Profit.Organisation zu erreichen.“[3]

Aufgabe von Kulturmarketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaela Reimann und Susanne Rockweiler schreiben zur Aufgabenstellung dieses Aspekts von Marketing:

„Die Aufgabe des Kulturmarketing ist, Kultur am Leben zu erhalten, sie zu übersetzen und zu kommunizieren sowie den Künstlern den Freiraum zu geben, den sie für ihr Anliegen brauchen.“[4]

Inzwischen existieren Studiengänge zu diesem Aspekt[5], sowie lose mit Universitäten verbundene Arbeitsprojekte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Bruhn: Marketing für Nonprofit-Organisationen. Kohlhammer, Stuttgart 2005.
  • Francois Colbert: Marketing Culture and the Arts. Montreal 1994.
  • Werner Heinrichs, Armin Klein: Kulturmanagement von A bis Z. DTV, München 2001.
  • Armin Klein: Kulturmarketing. Das Marketingkonzept für Kulturbetriebe. DTV, München 2001.
  • Armin Klein: Besucherbindung im Kulturbetrieb. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003.
  • Armin Klein (Hrsg.): Kompendium Kulturmanagement. Vahlen, München 2004.
  • Armin Klein (Hrsg.): Starke Marken im Kulturbetrieb. Sammelband zum Kongress „Forum Kulturmarketing: Starke Marken“ im Mai 2006. Nomos, Baden-Baden 2007.
  • Friedrich Loock, Oliver Scheytt (Hrsg.): Handbuch Kulturmanagement und Kulturpolitik. Raabe, Berlin 2006.
  • Michaela Reimann, Susanne Rockweiler: Handbuch Kulturmarketing. Cornelsen, Berlin 2005.
  • Vera Schlemm: Database Marketing im Kulturbetrieb. Transcript, Bielefeld 2003.
  • Petra Schuck-Wersig, Gernor Wersig: Museumsmarketing in den USA. Neue Tendenzen und Erscheinungsformen. Leske und Budrich, Opladen 1999.
  • Johannes Wenzel: Customer Relationship Management im Kulturmarketing: Implementierung von Kundenorientierung. VDM, Saarbrücken 2008.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Armin Klein: Kultur-Marketing. DTV, München 2001, S. 40
  2. Francois Colbert: Marketing Culture and the Arts. Montreal 1994, S. 22
  3. Manfred Bruhn: Marketing für Nonprofit-Organisationen. Kohlhammer, Stuttgart 2005, S. 63
  4. Reimann, Rockweiler: Handbuch Kulturmarketing. Cornelsen, Berlin 2005, S. 30
  5. Masterstudiengang Kulturmanagement/Kulturmarketing auf der Website der Hochschulen Harz und Merseburg