Kulturstufentheorie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Kulturstufentheorie ist ein von dem Geografen Hans Bobek entworfenes Modell, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungsstadien der Menschheit anhand bestimmter Kriterien voneinander abzugrenzen.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bobek gliedert die Entwicklung der Menschheit in sechs Stufen:

  1. Wildbeuterstufe (Anpassung des Menschen an die Natur mit Nutzung der natürlichen Nahrungsquellen)
  2. Stufe der spezialisierten Sammler, Jäger und Fischer (Spezialisierung und Arbeitsteilung, Beginn der Vorratshaltung)
  3. Stufe des Sippenbauerntums und des Hirtennomadismus (geplante Nahrungsmittelproduktion, Nutztierhaltung)
  4. Stufe der hierarchisch organisierten Agrargesellschaft (Klassengesellschaft, abhängige Bauern)
  5. Stufe des älteren Städtewesens und des Rentenkapitalismus
  6. Stufe des produktiven Kapitalismus, der industriellen Gesellschaft und des jüngeren Städtewesens

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Bobek: Die Hauptstufen der Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung in geographischer Sicht. In: Die Erde. Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. 90. Jahrgang 1959, ISSN 0013-9998, S. 259–298.