Kumarbi

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Kumarbi ist der Korngott in der hurritisch-hethitischen Mythologie. Er ähnelt dem griechischen Kronos. Seine Kultstadt war Urkeš. Sein Wesir ist Mukišanu.

Kumarbi stürzte nach neun Jahren als Mundschenk den zweiten Götterkönig Anu. Dabei biss er die Genitalien des Anu ab und wurde dadurch geschwängert mit den Göttern Teššub, hethitisch Tarḫun, Aranzaḫ und Tašmišu (heth. Šuwalijat). Kumarbi spie das Sperma des Anu auf dem Berg Kanzura aus, der daraufhin die Flussgöttin Aranzaḫ gebären konnte. Teššob entstieg jedoch dem Schädel des Kumarbi. Daraufhin verlangte der Gerstengott Kumarbi seinen Sohn Teššub zum Fraß, erhielt stattdessen jedoch den kukunuzzi-Stein, an dem er sich die Zähne ausbrach. Um Teššub, der ihm als Götterkönig nachfolgte, wieder zu stürzen, hatte Kumarbi verschiedene Kinder, die als Götterfeinde auftraten, jedoch immer wieder besiegt wurden. Mit einer Menschenfrau hatte Kumarbi den Götterfeind "Silber", hurritisch Ušḫuni, der zu einer Gefahr für die Götter wurde, doch wahrscheinlich von Ištar, hurritisch Šawoška, unschädlich gemacht wurde. Kumarbi heiratete die Tochter des Meeres, Šertapšuruḫi, mit der er den Meeresdrachen Ḫedammu, hurritisch einfach Apše ("Schlange"), zeugte. Auch Ḫedammu wurde von Ištars Verführungskünsten besiegt. Kumarbi schwängerte sodann noch einen Felsen mit dem Steindämon Ullikummi, den die Irširra auf die Schulter des Weltenriesen Ubelluri setzten. Ištar war es nicht möglich den blinden und tauben Ullikummi zu besiegen, doch dem Gott Eya (Ea) gelingt es.

Literatur[Bearbeiten]

  • Volkert Haas: Die hethitische Literatur. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin 2006, Seiten 123 ff., 130 ff., 144f., 147 ff., 153 ff., 158 ff., 169 f., ISBN 978-3-11-018877-6

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