Kundenstamm

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Als Kundenstamm wird die Gesamtmenge der Kunden eines Unternehmens bezeichnet.

Welche Kundendefinition hierbei zugrunde gelegt wird, ist uneinheitlich. Eine enge Definition schliesst nur diejenigen Kunden ein, die namentlich bekannt und in einer Kundendatei verzeichnet sind und deren letzter Kauf vor kurzer Zeit stattfand. Weitere Definitionen schließen auch Kunden ein, die seit langem nichts mehr erworben haben (auch wenn es sich um Karteileichen handelt) und Kunden, die als Laufkundschaft nicht namentlich bekannt sind. In einer extrem weiten Definition sind auch Kaufinteressenten Teil des Kundenstamms.[1]

Je nach Einzelfall ist der Kundenstamm steuerrechtlich wertbildender Faktor des Geschäfts- oder Firmenwerts. Er kann aber auch ein eigenständiges immaterielles firmenwertähnliches Einzelwirtschaftsgut darstellen, wenn er selbständig übertragbar ist.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Rehbach: Kundenwert und Unternehmenswert: Eine Analyse am Beispiel des E-Commerce, 2013, ISBN 9783322815545, S. 29, online
  2. vgl. BFH-Urteil vom 20. August 1986 - I R 151/82