Kundudo
| Kundudo | ||
|---|---|---|
| Höhe | 2965 m | |
| Lage | Region Oromia, Äthiopien | |
| Gebirge | Kundudo | |
| Koordinaten | 9° 26′ 0″ N, 42° 20′ 0″ O | |
|
| ||
| Typ | Amba | |
Der Kundudo (auch Kondudo oder Qundudo) ist ein Tafelberg (Amba) in der Misraq Hararghe Zone der äthiopischen Region Oromia. Er ist Teil einer 13 Kilometer langen Bergkette gleichen Namens und liegt östlich der Stadt Harar. Sein Gipfel ist fast 3000 Meter hoch.
Den Gipfel bildet eine 13 Hektar große, flache Graslandschaft, die der Lebensraum des Kundudo-Wildpferds ist. Neben dem Namibischen Wildpferd ist es die einzige bekannte auf dem afrikanischen Kontinent beheimatete Population von wild lebenden Pferden.
Unterhalb von Kondudo liegen die Ortschaften Fugnan Bira (auch Gursum genannt), Day Feres, Fugnan Hujuba, Ejersa Goro, Bedada, Goba, Sakhare und Yaya Guda. In der Nähe befindet sich eine Moschee sowie ein Schrein, der nach Scheich Adem Goba benannt wurde.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Berg wurde vom britischen Entdecker Richard F. Burton erwähnt, dessen Expedition im Januar 1854 auf dem Weg nach Harar an seinem südlichen Fuß vorbeikam.[1]
Am 13. und 14. Februar 2009 erkundete eine Gruppe von sechs italienischen und französischen Höhlenforschern eine neu entdeckte Höhle. Sie weist die größte Vielfalt an aktiven Tropfsteinarten und bedeutenden Höhlenformationen in Äthiopien auf.[2] Prof. Marco Vigano, der die Gruppe leitete, wies darauf hin, dass die Kalksteinschichten von Kundudo weitere ähnliche Höhlen und ausgedehnte Fossilienfelder enthalten könnten.[3] Aufgrund dessen und der 2008 wiederentdeckten, vom Aussterben bedrohten Wildpferdepopulation schlug er vor, das gesamte Gebiet zu schützen und zum Oromia State Park zu erklären.[4][5]
-
Nordwand
-
Immis, ein 250 m hoher Wasserfall mit vier Stufen an der Nordwand
-
Verwitterte Felsen
-
Korallenähnliche Felsformationen
-
Mehrfarbige Formationen
-
Ammonit mit einem Durchmesser von 40 cm auf einem Fossilienfeld am Kundudo
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Demel Teketay in Laurentius Josephus Gerardus van der Maesen, Xander M. van der Burgt, Judith M. van Medenbach de Rooy: Floristic composition of Gara Muleta and Kundudo mountains, south-eastern Ethiopia: implications for the conservation of biodiversity in The Biodiversity of African Plants. Springer, Dordrecht 1996, ISBN 978-94-010-6613-6, S. 345–350, doi:10.1007/978-94-009-0285-5_47.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Burton, First Footsteps in East Africa, 1856; editiert von Gordon Waterfield (New York: Praeger, 1966), S. 168f
- ↑ Photogalerie
- ↑ Wild horses exist in Ethiopia, but face the danger of extinction: Exploratory Team. The Ethiopian News Agency, archiviert vom am 15. Juli 2009; abgerufen am 21. Januar 2008 (englisch).
- ↑ [1] Konzept für den vorgeschlagenen Park
- ↑ Press release. www.gursum.com, archiviert vom am 3. April 2008; abgerufen am 5. Mai 2008 (englisch).
