Kung Fu Panda 2

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Filmdaten
Deutscher Titel Kung Fu Panda 2
Kung Fu Panda 2 – Doppelt Bärenstark (Alternativtitel)
Originaltitel Kung Fu Panda 2
Kungfupanda2-logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 91 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
JMK 6[2]
Stab
Regie Jennifer Yuh Nelson
Drehbuch Jonathan Aibel
Glenn Berger
Produktion Melissa Cobb
Musik John Powell
Hans Zimmer
Schnitt Maryann Brandon
Clare De Chenu
Besetzung

Kung Fu Panda 2 ist eine US-amerikanische animierte Action-Komödie und die Fortsetzung des Films Kung Fu Panda aus dem Jahre 2008. Der Film wurde am 26. Mai 2011 in Digital 3D veröffentlicht. In Deutschland hatte er am 16. Juni 2011 Premiere.[3] 2012 war der Film in der Kategorie Bester Animationsfilm für den Oscar nominiert. 2016 erschien Kung Fu Panda 3, der dritte Teil der Reihe.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor langer Zeit war der Sohn des Fürstentums von Gongmen City, Lord Shen (ein Pfau), seiner Faszination zum Feuerwerk verfallen – allerdings nicht um die anderen Wesen seines Reiches zu erfreuen, sondern um es als Waffe zu benutzen. Die alte Seherin des Hofes jedoch prophezeite ihm, dass er, wenn er seiner Eroberungssucht folge, am Ende von einem „Krieger in Schwarz und Weiß“ besiegt werden würde. Daraufhin ließ Shen, um der Prophezeiung entgegenzuwirken, sämtliche Pandas im Reich ausrotten; seine von dieser Bluttat entsetzten Eltern verstießen ihn daraufhin, was Shens Gelüste jedoch weiter anfachte.

Viele Jahre später hat Shen die Weiterentwicklung seines Projekts vorangetrieben und nahezu vollendet, doch für den letzten Schritt braucht er noch mehr Eisen. Zu diesem Zweck überfallen seine Männer die nahe gelegenen Dörfer und stehlen alles, was sie an eisernen Dingen finden können. Po und seine Freunde, die Furiosen Fünf, kommen den Dörflern zu Hilfe, doch bei dem Anblick ihres Hoheitssymbols überkommt Po ein Flashback von seiner Mutter, welcher ihn ablenkt, so dass die Übeltäter entkommen können. Später fragt Po Mr. Ping, den Mann, den er als seinen Vater kennt, nach seiner Herkunft, doch alles, was Ping ihm erzählen kann, ist dass er Po als Baby in einer Rettichkiste vor seinem Nudelrestaurant vorgefunden und ihn dann bei sich aufgenommen hat. Die Frage nach seiner Herkunft lässt Po unruhig werden, so dass er Probleme hat, seinen inneren Frieden zu finden.

Später erhält Meister Shifu eine Nachricht von den fürstlichen Ratsherrn von Gongmen City, dass Shen die Macht in der Stadt mit Gewalt wieder an sich gerissen hat (seine Eltern sind bereits vor langer Zeit verstorben). Po und die Furiosen Fünf machen sich nach Gongmen City auf, um die beiden überlebenden Ratsherren Tosender Ochse und Kroko zu befreien, doch die beiden weigern sich standhaft, ihre Zellen zu verlassen: Shens neue Waffe – eine Kanone – hat ihren Meister Donnerndes Nashorn trotz dessen Meisterschaft im Kung Fu mit nur einem Schlag weggefegt, was sie den Mut hat verlieren lassen. Die sechs Gefährten werden daraufhin von Shen gefangen genommen; sie können sich zwar befreien und die Kanone in dessen Thronsaal zerstören, doch leider war dies nur ein Stück aus Shens Arsenal. Zudem erkennt Po Shens Symbol als das Zeichen wieder, das so eng mit seiner Vergangenheit zusammenhängt, weswegen Shen im letzten Moment fliehen konnte. Wegen dieses Fehlers verbietet Tigress Po, mit ihnen zu gehen, als sie versuchen, Shens Kanonengießerei zu sabotieren. Po jedoch folgt ihnen trotzdem, um Antworten von Shen zu bekommen; dabei erreicht er jedoch nur, dass seine Freunde erneut gefangen werden und er, nachdem Shen ihm eingeredet hatte, dass seine Eltern ihn verlassen hätten, weil sie ihn nicht liebten, von der Kanone aus der Gießerei rausgeschossen wird. Er wird jedoch von der Seherin wiedergefunden und über seine und Shens Vergangenheit aufgeklärt, und mit dem Wissen, dass er dennoch mit Ping eine glückliche Kindheit hatte durchleben können, findet Po endlich seinen inneren Frieden.

Als Shen mit seinen Kanonen und seiner Kriegsflotte aufbrechen will, um China zu erobern, stellt sich ihm Po nun mit neuer Entschlossenheit entgegen, unterstützt von Meister Shifu, der Tosender Ochse und Kroko endlich neuen Mut einflößen konnte. Shen macht rücksichtslos von seinen Kanonen Gebrauch und schafft es zunächst, die Kung Fu-Meister zurückzuschlagen; doch dann kann Po dank seiner neuen inneren Ruhe und seinen bloßen Händen die auf ihn gerichteten Geschosse abfangen und sie zurück auf die Flotte schleudern, um sämtliche Schiffe und somit Shens Pläne zu versenken. Als Po Shen überreden will, seinen eigenen Frieden zu finden, weigert sich dieser und greift ihn an; dabei aber bringt er seine letzte Kanone dazu, auf ihn zu fallen und ihn unter sich zu zerquetschen. Zudem wird am Ende noch einmal (wie den gesamten Film hindurch) angedeutet, dass zwischen Po und Tigress eine besonders enge Bindung besteht.

Siegreich kehrt Po wieder nach Hause zurück und akzeptiert Ping völlig als seinen Vater. In diesem Moment aber wird offenbart, dass Pos biologischer Vater in einem abgelegenen Pandadorf noch lebt und spürt, dass sein Sohn noch am Leben ist.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kung Fu Panda 2 ist der Nachfolger des Films Kung Fu Panda. Der erste Film wurde im Juni 2008 freigegeben, und im darauf folgenden Oktober gab das Studio DreamWorks Animation Pläne für einen zweiten Film bekannt. Jennifer Yuh Nelson, die Leiterin der Geschichte für den ersten Film, wurde engagiert, um die Fortsetzung zu lenken. Wie andere Filme mit Beginn der Produktion im Jahre 2009, wurde Kung Fu Panda 2 in stereoskopischer 3-D-Technik produziert. Das Studio plante, den Film in IMAX-Kinos weltweit zu veröffentlichen.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der kommerziellen Veröffentlichung feierte Kung Fu Panda 2 seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes Anfang Mai 2011. Der Film wurde in den Vereinigten Staaten am 26. Mai 2011 veröffentlicht. Im Vereinigten Königreich war es der 10. Juni 2011.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei 150 Millionen US-Dollar Produktionskosten[4] spielte der Film an seinem Startwochenende in den USA knapp 48 Millionen US-Dollar, also mehr als 20 Prozent weniger als der erste Teil, ein. Die endgültigen amerikanischen Zahlen lagen bei 165 Millionen US-Dollar, was 50 Millionen weniger ist als bei seinem Vorgänger. International konnte er sich jedoch um mehr als 80 Millionen steigern und spielte 500 Millionen US-Dollar ein. Die Gesamteinnahmen lagen damit bei 665 Millionen US-Dollar[5]. In Deutschland nahm der Film 15,8 Millionen Euro (umgerechnet 20,7 Mio. US-Dollar) ein. Damit war er auch hierzulande weniger erfolgreich als sein Vorgänger, der knapp 20 Millionen Euro bzw. 26 Mio. US-Dollar[6] einnahm, und das trotz der Tatsache, dass 3D-Filme grundsätzlich höhere Ticketpreise haben.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kung Fu Panda 2 erhielt positive Kritiken, viele Kritiker loben seine Animation, 3D-Effekte und Charakterentwicklung. Der Film erhielt einen „Certified Fresh“-Reward bei einem Rating von 81 % (6,9 von 10 Punkten im Durchschnitt) auf Rotten Tomatoes, basierend auf 134 Kritiken. Kung Fu Panda 2 bietet Action, Komödie und visuellen Glanz. Er nahm auch einen gewichteten Durchschnittswert von 67 zu 100 bei Metacritic, basierend auf 31 Bewertungen von Mainstream-Kritikern.

Das Magazin Variety nannte den Film eine würdige Fortsetzung, die einen zusätzlichen Kick bekam durch den Zusatz von dynamischen 3D-Kampf-Sequenzen,[7] während The Hollywood Reporter ähnlich den Film gelobt habe. Roger Ebert gab dem Film 3,5 von 4 Sternen.

Frank Lovece der Film Journal International beschreibt den Film als „wirklich schön anzusehen“ und er „funktioniert sowohl auf ästhetische(r) und emotionale(r) Ebene“. Betsy Sharkey von der Los Angeles Times schreibt, dass „Für Panda 2 ist nicht nur Wand-zu-Wand-Animation, es [ist] Artistik auch auf höchstem Niveau“.

Das Jugendmagazin yaez.de würdigt den Film als „[soliden und unterhaltsamen] Familienfilm“, merkt aber an, dass Kung Fu Panda 2 nicht an andere Animations-Blockbuster herankommt.[8]

Roman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Kung Fu Panda 2. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2011 (PDF; Prüf­nummer: 127 956 K).
  2. Alterskennzeichnung für Kung Fu Panda 2. Jugendmedien­kommission.
  3. http://www.imdb.de/title/tt1302011/
  4. http://www.the-numbers.com/movies/2011/PAND2.php
  5. http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=kungfupanda2.htm
  6. http://www.boxofficemojo.com/movies/?page=intl&id=kungfupanda.htm
  7. Peter DeBruce: Kung Fu Panda 2. In: Variety. Mai 22, 2011.
  8. http://www.yaez.de/20110624/Kino/772/128/Kung-Fu-Panda-2-Brave-Fortsetzung.html Kung Fu Panda 2: Brave Fortsetzung in yaez.de