Kunstakademie Lettlands

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Die Kunstakademie

Die Kunstakademie Lettlands (lett: Latvijas Mākslas akadēmija) ist eine autonome Kunsthochschule in Riga mit dem Recht, ihre eigene Verfassung und Studienprogramme auszuarbeiten. Direktor ist seit 2007 Professor Aleksejs Naumovs.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Akademie bietet fünf Studienrichtungen an:[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. August 1919 wurde die Kunstakademie Lettlands durch einen Beschluss der Vorläufigen Regierung der Republik Lettland gegründet und Vilhelms Purvītis zum Direktor bestellt. 1921 begann die Ausbildung mit sieben Meisterschulen. Die erste Verfassung der Akademie wurde 1924 durch das Parlament angenommen und verabschiedet. Unter den wechselnden Okkupationsmächten im Zweiten Weltkrieg und danach konnte die Ausbildung an der Akademie aufrechterhalten werden. Nach der erneuten lettischen Unabhängigkeit 1990 wurde versucht ein Gleichgewicht zwischen der traditionellen handwerklichen Ausrichtung und einer Anpassung an die neueren Entwicklungen in der westlichen Welt zu finden.[1]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Purvītis hatte 1919 die von Wilhelm Bockslaff entworfene Börsen-Kommerzschule als Lehrgebäude ausgewählt. Dieses Gebäude an der Esplanade mit der Adresse Todleben-Boulevard 13 (heute Kalpaka bulvāris 13) war damals Sitz deutscher Schulen.[2] Nach längeren zähen Verhandlungen mit den Eigentümern kam jedoch kein Vertrag zustande, so dass die Akademie bis 1940 in einer ehemaligen Realschule am Kronwald Boulevard 1 untergebracht war.[3] Nach der sowjetischen Besetzung Lettlands wurde die Anstalt dann per Dekret in das ursprünglich ausersehene Gebäude an der Esplanade neben dem Kunstmuseum verlegt, wo es sich bis heute befindet. Das neogotische Gebäude hat eine Ziegelstein-Fassade, die auch die innere Gebäudestruktur widerspiegelt. Die Innenarchitektur enthält Elemente des Jugendstils, unter anderem Glasfenster von Ernst Friedrich Tode. Derzeit wird zu Sowjetzeiten verändertes Interieur in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt.[1]

Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alumni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otomārs Nemme (1891–1947), lettischer Maler, Zeichner und Karikaturist

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Indulis Zariņš: Latvijas PSR Valsts Mākslas Akadēmija. Liesma, Rīga 1969.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kunstakademie Lettlands – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Webseite der Akademie
  2. Raimonds Zalcmanis, Bruno Pētersons, Inta Pētersone, Inta Sīpola: Rīgas ielas enciklopēdija, Band 3, Seite 291. Valsts kultūrkapitāla fonds, Rīgā 2009 ISBN 978-9984-798-86-8
  3. T. Kačalova: Vilhelms Purvītis „Liesma“. Riga 1971, Seite 93.

Koordinaten: 56° 57′ 17″ N, 24° 6′ 42″ O